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 Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim

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Teague McCallion

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Rs-Name : Tazim Sedos
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BeitragThema: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo März 23 2015, 01:51

*Mit schöner Schrift und einigen Tintenklecksen sind die Texte in dem kleinen dicken Buch auf den Seiten verewigt worden*
Schon seit meiner Kindheit war meine Fähigkeit mir Ereignisse, Gesichter oder Namen einzuprägen man möchte fast meinem unterentwickelt.
Ob daran nun das einst fehlerhafte Erinnerungssiegel schuld ist, welches mir mein Bruder als Kind auf den Rücken schrieb oder ein mir unbekannter Faktor, darüber kann man nur streiten.
Um nicht eines Tages ohne Wissen über die Welt, meine Kameraden oder mich aufzuwachen, schreibe ich soviel wie möglich in dieses kleine, doch durchaus dicke schwarze Büchlein.
Ich denke ich beginne mit meiner eigenen Geschichte, da an ihr die meisten Erinnerungen knüpfen. Die Geschichte meiner Ahnen und meiner Kindheit.
Einst regierte ein mächtiger Kalif in der östlichen Wüste der unsrigen Welt. Dieser Mann war von so einer Wichtigkeit, dass er eine eigene Garde hatte die ihn schützen sollte:
Die Mameluken
Starke, berittene Männer , die die Kunst des Schwertkampfes perfekt beherrschten.
Einen meiner Ahnen, Iblis Al Ibn La Sahra, bezeichnete man als den Teufel der Wüste. Er trug eine Axt, welche der eines Henkers glich und ritt einen majestätischen schwarzen Hengst. Der Legende nach durchbrach er allein die Linien des Feindes und schlug die Halbe Armee der westlichen Angreifer nieder, bevor er mit 7 Schwertern im Leib zusammenbrach. Seine letzten Worte lehrte man auch noch Jahre später die Kinder der Karawanen.
"Meine Wut ist meine Axt. Mein Verstand ist mein Ross. Mein Blut der Mantel, mit dem ich meine Brüder schütze."
Auch wenn es nur eine Legende sein soll, diese Geschichte war stets von unschätzbarem Wert für mich. Der Mann, den man Teufel nannte, hatte eine Frau, Kinder und ein großes Haus. Manche würden sagen, dass er ein Idiot war, den Dienst nie aufgegeben zu haben... In meinen Augen ist er der Held, der ein perfektes Leben opfert und es dem Schutz seiner Brüder widmet.
Mein Name ist Tazim Al Ibn La Caravan. Einer der letzten bekannten Überlebenden des Massakers, bei dem scheinbar Banditenbanden über die Karawanen her fielen, mordent und plündernt. Als kleiner Junge brachte mich mein damals bereits erwachsener Bruder nach Al-Kharid, wo ich nach einiger Zeit auf der Straße von einem Händler aufgenommen wurde. Ich litt schon damals an Gedächtnisschwund...
Der Mann, den ich für meinen Vater hielt, starb aus unerklärlichen Gründen. Wer aus dem fahrenden Volk "Ibn La Caravan" noch lebt ist unklar...
Als arbeitsloser junger Mann, der nur Muskeln und einen Hang zur Analyse und Manipulation hatte, suchte ich verzweifelt nach Arbeit. Als ich dann hörte, dass die Wüstenskorpione die Karawanen beschützten, wusste ich bereits was zu tun war...
In dieser Zeit wurde es wirklich schlimm mit meinem Gedächtnis, woran in dem Fall tatsächlich das Erinnerungssiegel meines Bruders schuld war. Jedes mal wenn er versuchte mir Dinge aus seinem Gedächtnis zu schicken verdrängte das eigene Erinnerungen.
Dank einer freundlichen Elfe, die sich des Problems angenommen hat ist selbiges aus der Welt geschafft worden.
Das Siegel funktioniert.
Ich habe später weitere Siegel auf dem Wege der Erinnerung erhalten, doch das ist momentan nicht relevant.
Um mich auch an die Menschen erinnern zu können, die ich mittlerweile kennengelernt habe, werde ich sie hier ebenfalls vorstellen.

Valon
Es gibt wahrscheinlich keinen Mann, der mich mehr von sich und seinen Führungsqualitäten überzeugen konnte als Valon. Der ehemalige Großmeister der Wüstenskorpione. Durch unglaublich gefährliche Trainingseinheiten und schwere Aufträge formte er den unförmigen Holzklotz der ich war zu Jemandem, der weiß was Brüderlichkeit bedeutet. Ich respektiere diesen Mann.

*In schöner Kursivschrift und mit schwungvollen Verzierungen geschrieben*
"Respekt muss man sich verdienen. Es wird einem nichts geschenkt. Ganz besonders kein Respekt."

Shiva
Sie ist die Frau, die ich mehr als alles in der Welt liebe. Sie kam damals nach Al-Kharid, ohne Essen oder Trinken. Ich habe ihr mein Haus zum nächtigen angeboten, mittlerweile ist sie öfter dort als ich.
Sie hat einen winzigen Makel:
Sie isst Menschen.
Auch wenn es hart war das einfach so hinzunehmen, lernte ich es zu akzeptieren. Ich konnte ihr sogar helfen. Statt unschuldige Bürger zum Stillen ihres Hungers zu verwenden konnte sie die Toten des Schlachtfeldes verzehren. Auch wenn es dumm klingt, diese Frau ist zu der wichtigsten Person meines Lebens geworden. Nach einem speziellen Test kam sie heute zu mir und sagte mir, dass sie stolz auf mich ist. Sie hat ähnliche manipulative Fähigkeiten wie ich und hatte mich bereits am ersten Tag durchschaut. Ausserdem machte sie mir ein Geschenk. Eine Art zweite Haut aus Asche, die wie eine Rüstung wird, wenn Shiva in meiner Nähe ist.
Als sie einst sagte, dass der einzige Mensch den sie mehr liebt als mich ihre Schwester ist, wäre mein Herz fast stehen geblieben vor Freude.

In meinen Augen ist sie tot.

*Der folgende Textabschnitt ist mit extra sorgfältiger Schrift und eleganter Feder geschrieben worden*

"Sie ließ ihn nicht mehr los, die Schönste im Land, und so verliebte sich der Löwe in das Lamm.
Er nahm ihr das Böse und gab ihr das Schönste und so liebte das Lamm ihren Löwen."


Jessica
Sie hat genießt.
Um unsere Zelte schleichend nach ihrem Heimweg suchend haben wir sie in Daemonheim gefunden. Sie war geistig recht abwesend, trug ein kaputtes, recht viel offenbarendes Oberteil und zitterte am ganzen Leib. Ich gab ihr eines meiner warmen Oberteile und brachte sie nach Hause, nachdem sie einige meiner Kamerade kennengelernt hatte. Sie ist eine freundliche Dame mit erstaunlich guten kämpferischen Fähigkeiten, welche sie in einem Duell gegen mich zur Schau stellte. Sie mag Rastos nicht.

*Mit einer Mischung aus Perfektionismus und dem Hang zu Ordnung wurden folgende Zeilen geschrieben*

"Ein fremder Mensch hat immer eine eigene Geschichte. Eigene Erfahrungen. Eigene Vorstellungen bezüglich der Welt. Sei dir der deinen bewusst."


Ich denke, ich sollte nun Buch und Feder zur Seite legen...
Ich werde bald wieder meine Erinnerungen an Menschen, Orte und Gegenstände niederschreiben.


Zuletzt von Tazim Al Sedos am Mo Apr 27 2015, 10:20 bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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Teague McCallion

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Rs-Name : Tazim Sedos
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo März 23 2015, 22:16

*Zieht das kleine schwarze Buch aus seinem Versteck*
Und auch am heutigen Tag möchte ich dafür sorgen, dass meine Erinnerungen erhalten bleiben...

Artamo
Als ich ihn zum ersten Mal traf wollte ich ihm den Kopf vom Leib trennen.
Nachdem die Zeit des Friedens eingetreten ist und ich ihn kennenlernen durfte ist mir klar geworden, dass es der Menschheit geschadet hätte, einen so offenen und gutherzigen Mann umzubringen.
Auch wenn er für die Meisten aussieht wie ein leicht entstellter, rauer und kaltherziger Mann, so wirkt er auf mich ziemlich intelligent.
Er kennt seine Kameraden und ist ein geselliger Freund.
Darum verzeiht man ihm auch schnell, wenn ein angeberischer Witz oder eine unhöfliche Geste getätigt wird.

*Mit einer angenehmen Schrift und angemessenen Verzierungen ist folgender Text geschrieben*
''Bewertet man ein Buch nach den Worten die darauf stehen, wird man niemals ein Gutes lesen.''


Artamo ist verstorben.
Man trennte ihm tatsächlich den Kopf vom Leib und ich spüre, wie der Hass mich durchfährt wie ein gut gesetzter Dolchstoß.
Misthalin köpfte ihn, nachdem er Einladungen zur Trauerfeier zu den Opfern, die bei Philotes Größenwahn starben, aufhängte.
Doch ich werde nicht unvorsichtig werden.
Ich werde weiter meine Pläne schmieden...

Der erste Satz, den ich über ihn schrieb, erweckt nun große Trauer in mir.
*Der Anhang wurde mit einer Feder hinzugefügt, die in einer vor Wut zitternden Hand lag*


Argos
Ich habe keine Ahnung, wie ich diesen Kerl kennengelernt habe...
Er erschien mir stets sympathisch, trotz seiner Vorliebe für das Kauen von Tabakblättern.
Argos ist trotz seines fehlenden Auges ein ziemlich guter Kämpfer, das muss man neidlos anerkennen.
Er ist nebenbei bemerkt ein Meister der Verkleidung.

*In geschwungenen, schönen Linien ist der Text auf die Seite gepresst worden*
''Selbst der unbekannteste Mensch kann ein Bruder sein. Du musst ihm nur vertrauen.''

Duran
Wäre er kein Kamerad wäre sein Kopf wahrscheinlich schon an der Spitze meiner Axt.
Er ist ein sehr arroganter Magier und Alchemist...
Als ich ihn zum Duell herausforderte bekam ich einen dummen Spruch zu hören.
Duran kommt mir vor wie ein verzogener Schnösel, der nie die Härte des Lebens ertragen musste...
Sonst hätte er mehr Respekt vor anderen.
Irgendwann, wenn der Zeitpunkt günstig scheint, werde ich ihm eine verpassen...

So lernt er wenigstens vor mir Respekt.


Erledigt.



*Mit einem Hauch Aggressivität und zarter Feder ist folgende Zeile verfasst*
''Behandle Andere, wie sie dich behandeln sollen. Ausser die, die dich bereits schlecht behandeln. -In dem Fall darfst du zuschlagen.''



*Langsam schließt Tazim das Buch wieder und steckt es seufzend wieder in das Versteck zurück*


Zuletzt von Tazim Al Sedos am Di Mai 19 2015, 16:14 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Teague McCallion

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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo Apr 20 2015, 13:43

*Die Stille der Nacht wird durch das Kratzen der mit Tinte benetzten Feder auf dem Pergament gebrochen*

Sedos.

*Dieses Wort ist mit größter Sorgfalt geschrieben*

Ein Mann, der sich mir als Tibus Sedos vorgestellt hatte, vollführte an mir eine Bluttaufe und machte mich zu einem Mitglied eben dieser Familie.
Es begann mit einem Traum, in den ich unfreiwillig gezogen wurde. Ich fand mich müde und schwach auf einer einsamen Insel wieder, genau genommen in einer Holzhütte...
Ich trat aus dem Gebäude und betrachtete den Strand und die Umgebung, bis eine schemenhafte Gestalt mit weiblichen Konturen meine Aufmerksamkeit an sich riss und sich mir als eine Frau offenbarte, welche mir mit ihrer Schönheit schier den Atem nahm. Nachdem sie mich mit einem unglaublichen Lächeln in ihren Bann gezogen hatte, verliefen die Farben miteinander und ich fand mich in der Mitte einer Menschenmasse wieder.
In dieser stachen ein paar Personen aus den Massen der schemenhaften Gestalten heraus:
Zwei Männer in Eisenrüstung, welche die Ordensketten des Weißdorns und mächtig wirkende Waffen trugen. Einer der Beiden hatte vom Aussehen her eine gewisse Ähnlichkeit zu mir, der andere hatte langes, gewelltes Haar. Bei den Kriegern stand auch eine dritte Person, die schien, als wäre sie bereits durch die Feuer der tiefsten Höllen gegangen und hätte Gefallen daran gehabt. Jeder einzelne der Drei hatte eine eigene Ausstrahlung und eigene charakteristische Merkmale zu haben, doch wirkten sie zu dritt wie eine schier undurchbrechbare Mauer aus Selbstvertrauen, Brüderlichkeit und Einigkeit. Und zu einem Teil auch aus einer gewissen Arroganz.
Als ich mich weiter umsah fiel mein Blick auf eine Dame, auf dessen prachtvollem schwarzen Haar eine Krone trohnte. Sie strahlte ein ähnliches Selbstvertrauen aus wie die Anderen und wirkte wie eine Person, die eine eigene Art Höflichkeit besaß.
Doch auch eine andere Person erblickte mein träumendes Selbst. Die Uniform, die Frisur und die Ausstrahlung deuteten auf einen mir wohl bekannten Mann hin, mit dem ich damals Seite an Seite gegen die Frostläufer kämpfte.
Es war Valon, der ehemalige Großmeister der Wüstenskorpione.
Als ich erwachte sorgte Tibus dafür, dass ein paar Fragen von mir beantwortet, jedoch Unmengen erweckt wurden.
Er führte mich in eine Gruft, so dass ich auch die anderen Mitglieder der Familie kennenlernen konnte, deren Präsenz auch nach ihrem Ableben noch spürbar war.
Bis ich mehr Informationen habe, werde ich die Geschehnisse für mich behalten... Lediglich die Veränderung meiner Augenfarbe könnte Fragen aufwerfen.

*Vorsichtig und mit schönster Schrift wurden die Worte im Buch verewigt, als ob es sich um einen Brief an den Adel oder eine diplomatische Nachricht handeln würde*


Von nun an achte ich auf dieses Büchlein wie auf meinen Augapfel, da ich dieses Wissen nicht teilen will. Die Informationen hier könnten in den Händen anderer meinen Tod bedeuten.

*Der Text ist, man mag fast meinen, in ernster Schrift geschrieben, da im Gegensatz zu den Anderen Abschnitten die Schrift hart und auf Verzierungen gänzlich verzichtet wurde*
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Rs-Name : Tazim Sedos
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do Apr 23 2015, 13:58

*Das Buch liegt offen vor ihm auf dem Tisch, während er, die spitze Feder in der rechten Hand haltend, folgende Worte zu Papier bringt*

Lienea weiß nun von der Bluttaufe...
Es begann damit, dass sie mich nach meinen Augen fragte. Ich wusste nicht recht was ich sagen wollte, also wandte ich mich ein wenig um die Wahrheit und sagte, dass ein Mann meine Augenfarbe geändert hatte.
Im Großen und Ganzen war das auch die Wahrheit. Nur dass es Tibus war, der mir die Farbe schenkte, verschwieg ich...

Bei der Einweihung der Festung kamen des öfteren Besucher, einer davon war Agator, welcher mich nach einem kurzen Kennenlernen fragte, ob ich mit Gohan oder Tibus Sedos verwandt sei, da ich ihnen ähnlich sei. Ich sagte ihm lediglich, dass Beide große Kämpfer seien und ich mich daher zumindest im Geiste mit ihnen ein wenig identifizieren könne.

Ob er nun ebenfalls die Augen gesehen hatte oder, wie Lienea, eine unglaubliche Kombinationsgabe besitzt ist mir unklar.
Ich weiß nur, dass ich die Maske wieder anlegen sollte, die ich über meinem wirklichen Ich trage.

Schließlich setzte sich Lienea zu mir und ließ etwas Tee auf den Tisch rieseln, in dem sie zu schreiben begann. Nachdem dort Sedos zu lesen war wusste ich, dass es nichts mehr bringt Unwahrheiten oder Teilaussagen auszusprechen.
Ich sprach mit ihr allein darüber, dass ich die Familie gerne einmal kennenlernen würde, da ich vorher nie eine hatte. Sie sagte mir, dass sie für ein Treffen zwischen mir und der Königin sorgen könnte, wenn sie ebenfalls etwas dafür erhält.

Allein nach Varrock zu gehen und von Tibus zu erzählen...
Ich wäre tot, ehe man meine Worte hören könnte.
Politische Macht ist manchmal der größte Fluch, der auf einem lasten kann. Trotzdem wünsche ich mir, die Familie, dessen Namen ich nun trage, kennenlernen zu dürfen...

*Die Schrift ist schlichter gehalten als in dem ersten Eintrag über die Großfamilie, dennoch hat sie etwas Elegantes an sich, was das Lesen angenehm macht*
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mi Mai 06 2015, 01:06

*Obwohl eine andere Person anwesend zu sein scheint, lässt Tazim erneut die Feder über die weißen Seiten des schwarzen Büchleins fliegen, wobei ein leichtes Kratzen die Stille im Raum unterstreicht*

Lienea

Kennengelernt habe ich sie damals in Daemonheim, nach dem Zusammenschluss der Wüstenskorpione und Frostläufer.
Sie wurde uns als die beste Fernkämpferin Gielinors vorgestellt, was ihr sofort meinen Respekt einbrachte.
Schließlich war Ludwig, so wie ich ihn kannte, kein Mann der mit Worten übertreibt.
Sie brachte uns Legionären mit strenger Faust das Schießen bei, wobei ihre Strenge sich oftmals nur auf die Personen bezog, die ihre Arbeit nicht wertschätzten.
Da dies öfter geschah errichteten wir, nachdem wir in Burthrope ankamen, eine Statue für sie um ihr zu zeigen, dass das Opfer, welches sie für uns bringt, hier wertgeschätzt wird.
Nachdem ich ihr die Bedeutung der Statue erklärte kam es öfters zu Gesprächen zwischen ihr und mir.

Irgendwann kam sie dann mit der Nachricht zu mir, dass sie über mich und die Sedos Bescheid wüsste, also schlug ich eine Art Handel vor:
Sie arrangiert ein Treffen mit Darija Sedos, der Königin, und ich würde für sie kochen.
Aus dem einmaligen Kochen wurde ein sich wiederholender Ritus, welcher immer damit endete, dass ich neben ihr im Bett einschlief.

Jetzt wohne ich bei ihr in Rimmington und lerne immer wieder Familiemitglieder kennen.
Mein Leben ist gerade, abgesehen von ein paar Geschehnissen, unglaublich schön.

Als ich ihr vor Earendil meine Liebe gestand, warf dieser einen Dolch nach mir, welcher von Lienea abgewehrt wurde, so dass sich die Klinge in ihr und nicht in mein Fleisch bohrte...
Doch er wollte mich treffen und nicht seine Schwester.
Sie wollte er nur vor mir, dem fremden Legionär, der ich für ihn war, verteidigen.
An diesem Tag lernte ich auch Ashkaras kennen, welcher tatsächlich so eindrucksvoll war, wie man sich erzählte.


Tarec


Mein Bruder und der Mann, der mir stets Kraft verleiht...
Nachdem das Siegel der Erinnerungen, welches ich auf meinem Rücken trage, wieder perfektioniert wurde, erhielt ich eine Menge der Informationen, die Tarec mir einst weitergeben wollte.
Doch Informationen waren nicht das Einzige, was er mir gab.
Ich erhielt von ihm meinen wertvollsten Besitz:

Das Erbstück der Familie, die Henkersaxt von Iblis.
In das Blut unserer Ahnen getränkt, war die Waffe ein grausamer Gegenstand, welcher mit einem Mantel aus Neid, Tod und Blut umhüllt ist.
Doch wenn ich sie nicht führe, wer sonst sollte es tun?
Wer sollte sie auch überhaupt führen können?
Sobald die Welt vor meinen Augen vergeht und der Tod mir die letzten Momente meines Lebens zeigt, so werden diese Fragen wiederkehren...
Einen würdigen Erben gilt es zu finden.

Ich habe was Tarec angeht nur winzige Informationsfetzen, zb. Soll er freundlich, kaltblütig, humorvoll und ernst sein. Nur widersprüchliche Aussagen, die keinen Sinn ergeben...
Nichts davon ist tatsächlich verwertbar.

*Etwas in Eile und trotzdem mit schöner Schrift wurden obrige Zeilen niedergeschrieben, ehe der Sohn der Wüste das kleine schwarze Büchlein schließt und an den Platz stellt, an dem es wie unsichtbar wirkt*
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Teague McCallion

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Rs-Name : Tazim Sedos
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Di Aug 04 2015, 15:19

*Die Feder kratzt leise auf dem Papier, während der Sohn der Wüste ein Bruchteil dessen in das schwarze Büchlein schreibt, was in seinem Kopf vorzugehen scheint.*

Zuflucht

Jedes Mal wenn ich in dieses Gebäude schreite, umhüllt mich ein Mantel aus Erleichterung, Ruhe und dem Wissen, dass dieser Ort stets Zuflucht und Heim für mich bedeutet.

Nicht oft sind dort Leute anzutreffen, doch wann immer das der Fall ist und ich in die Gesichter jener blicke, welchen ich so viel Vertrauen entgegenbringe, fühle ich mich geborgen...

Trotz dem Konstrukt aus Gedanken und Plänen, welches einem Labyrinth zu gleichen scheint und ich als meine Denkweise bezeichne, in der es sich leicht verlaufen lässt, fühle ich mich verstanden...

Obgleich mich das Wissen plagt, dass sich diverse Personen meinen Tod wünschen oder manche der Mitglieder meiner Familien mir schon mehrmals einen Dolch zwischen die Rippen gerammt haben, fühle ich mich dort willkommen...

Doch ist es nicht das Haupthaus in Rimmington, welchem ich diese Worte widme.


Ich falle in alte Verhaltensmuster zurück...

Dort gilt es nämlich stets meine Masken aus Freundlichkeit, Ruhe oder Sanftmut zu tragen, so dass keinesfalls der Moment eintritt, in dem meine wahren Gefühle heraus brechen und die Leute verschlingen, die ich als Familie sehe...
Obwohl es momentan sehr schwer ist zu wissen, was ich fühle.
Liebe und Hass, Enttäuschung, Zorn und Melancholie...

Ein kräftezehrender Strudel aus Emotionen, welchen ich verstecken muss, um nicht zu zerbrechen, was mich Blut, Geduld, Liebe, Zeit, Schweiß und auch Tränen kostete.
Ich liebe meine Frau, doch ebenso hasse ich sie.
Vielleicht für Dinge, welche sie mir nicht einmal zu sagen traut oder solche, die mich schwerer verletzten als es eine geschärfte Klinge jemals könnte.

Doch habe ich ihr bei unserer Hochzeit Loyalität und Treue versprochen.
Und auch wenn es mich zerstören wird, werde ich mein Wort halten, sie lieben und bei ihr bleiben.
Schließlich weiß ich genau, was Einsamkeit bedeutet...

Wir wollten zwar nach links gehen, doch rechts schien noch ein zweiter Weg...


Ich wünschte nur, dass ich nicht vergeblich alles gebe, ohne dass es am Ende von Nutzen war...
Es gibt nicht viel, was ich mir wünsche...
Doch ist dies momentan mein einziger, großer Wunsch: Etwas Bleibendes.


Trotz all dem darf ich nicht zeigen, wie ich fühle, nicht sagen, was ich denke, nicht handeln, wie ich es mir vorstelle.
Würde ich in Versuchung kommen meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, so würde ich nur Andere enttäuschen, verletzen oder töten.

Dämonen früherer Zeiten erwachen jedes Mal mehr, wenn ich die kalten Fassaden erblicke und die Stille hören muss, welche mit der Wahrheit gefüllt werden könnte.
Statt Neuem eine Chance zu geben, rammt man erbärmlicherweise seine Krallen in Vergangenes und klammert sich daran fest.
Doch auch das ändert die Vergangenheit nicht.
Es schließt nur offene Türen und versperrt Wege, welche ins Glück führen.
Ich bin enttäuscht.



...Obwohl ich gehofft habe, nie wieder eine Maske tragen zu müssen.

Vielleicht wäre ein anderes Thema angebrachter...

Mein Tag besteht aus reinem Lernen.
Gelegentlich besuche ich Personen, welche mir wichtig sind oder rette mal wieder das eine oder andere Leben.
Doch Stärke ist das, was ich momentan am ehesten brauchen kann...

Es gibt nur wenige Feinde, doch Armeen aus Wesen, welche man als potenzielle Gefahren sehen kann.
Ich spüre, wie ich von Tag zu Tag stärker werde und die Angelegenheiten, welchen ich nachgehe, endlich Früchte tragen.

Ich lege eine Kopie des Notizbuches der Stütze bei, dessen Inhalt in besonderer Art und Weise verschlüsselt ist.
Hierbei vertraue ich auf meine eigene Intelligenz, sollte ich ohne Gedächtsnis auf Gielinor wandeln.

Das war es vorerst, denke ich.
Obwohl ich noch auf Unmengen von Seiten meine Gedanken verewigen könnte und eventuell auch eines Tages werde, ist es schwer, dabei nicht voller Zorn die verschneite Umgebung oder die verwitterten Statuen des Ortes zu zertrümmern.
Ich würde es nicht ertragen, weiter darüber nachzudenken..

*Tazim schließt das kleine, schwarze Büchlein, nachdem die dunkle Tinte, welche für den Text benutzt wurde, getrocknet ist.*


Zuletzt von Leonardo v.d.ö. Wäldern am Sa Aug 22 2015, 02:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Di Aug 11 2015, 04:23

*Gelegentlich ist in der Schrift erkennbar, wie der Wagen, dessen Ziel wohl die Stadt Pollnivneach zu sein scheint, über härteres Material fährt und somit ein leichtes Ruckeln nicht vermeidbar war*

Tazim Leithian Brethil Sedos, Sohn der Wüste

Nachdem er sein unbedeutendes Leben in jungen Jahren ändern wollte, trat er den Wüstenskorpionen bei, einer Abspaltung der Frostläufer nach dem Tod Hermann Langstiels.
Ihm wurde dort das Kämpfen mit den verschiedensten Waffen gelehrt, auch wenn sein Lieblingsstück stets ein eiserner Zweihänder war.
Nach vielen Schlachten und im Kampf gereift, wurde Tazim bei dem Zusammenschluss beider Gruppen nach einiger Zeit Festungskommandant, die rechte Hand Ludwigs.
Während der Zeit als Kommandant lernte er Lienea Leithian Brethil kennen, welche er zur Frau nahm.

Nicht die Kriege zeichnen einen Mann, sondern die Folgen...

Der Sohn der Wüste ist ab dem heutigen Tage gestorben. Ein Pfeil aus Falschheit und Egoismus bohrte sich durch sein Herz und hinterließ tiefe Narben.
Er opferte seine Freunde, seine Gefühle, seine Zeit, seine Familie, sogar seine Sterblichkeit für diese Ehe...
Doch erhielt er nichts zurück, ausser Betrug und Vorwürfe, Schmerz und Kummer.

Tazim, der Narr, hatte tatsächlich Hoffnung für seine Ehe. Er dachte, alles sei reparabel. Jedoch endete auch dieses Kapitel seines Lebens mit einem Schuss...


*Schließt seufend das Buch und verstaut es wieder im Seemannssack, ehe ein lautes Klick-Geräusch von seiner Steinschlosspistole ausgeht*


Zuletzt von Leonardo v.d.ö. Wäldern am Sa Aug 22 2015, 02:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do Aug 20 2015, 16:32

*Mit einer angenehm lesbaren Schrift, welche mithilfe einer spitzen Feder und pechschwarzer Tinte zu Papier gebracht wurde, ist folgender Text in dem kleinen schwarzen Büchlein verewigt worden*

Und eine weitere Runde beginnt...

Ich liege oft allein in meinem Bett...
Nachdenklich, jeden Gedanken genauestens analysierend, ehe er von einem Anderen verdrängt wird und alles von vorne beginnt.
Die einzige Gesellschaft, die in letzter Zeit meine Anwesenheit schätzt, sind Wasserpfeife, Whisky und die Handfeuer-Waffe mit den gesegneten Silberkugeln...
Alle Andere scheinen mittlerweile alte Muster angenommen zu haben, die Einen mehr als die Anderen.

Als ich aus der Wüste geholt wurde und nach Rimmington ging, war ich nicht länger im Haupthaus wohnhaft. Ich sollte mir ein anderes Heim im Dorf suchen...
Doch war es etwas anderes, was mir förmlich den Kopf zu sprengen schien.

Während wir verheiratet waren, sagte ich Lienea oft, dass ich sie liebe, worauf sie stets eine Ausflucht fand, um mir nicht antworten zu müssen.
Darüber sah ich hinweg, wie über viel zu viel, was sie sprach und tat.
Doch als ich vor ihr stand und auf die kleine Elfe herabblickte, erklärte sie mir, dass sie mir hätte so vieles sagen sollen...
Ich sei das Beste, was ihr je passiert ist...
Dass ich wundervoll zu ihr sei...
Und sie sich nur einmal hätte eingestehen sollen, dass sie mich liebt.
Dass sie sich wünscht, dass Keal nicht gekommen wäre...
Und dass sie ihn wohl nur wählte, weil es sich anfühlt als müsse es so sein.

...In dem Spiel, welches ich vor langer Zeit perfektionierte.

Und dennoch, obwohl sie sagt, dass sie mich liebt...
Zeigt sie es in keine ihrer Taten sondern gibt mir viel mehr das Gefühl, unerwünscht zu sein...

*Mit einem betrübten Halblächeln auf den Lippen vollendet der Sohn der Wüste den Satz und trinkt, während er das Buch langsam zuklappt, einen Schluck aus dem halbhohen Whiskyglas*


Zuletzt von Tazim "Tatze" Lenny am Sa Sep 12 2015, 01:51 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Sa Aug 22 2015, 19:50

*Der Sohn der Wüste tauchte am Tag seines Todes die Spitze der verzierten Schreibfeder in das kleine Tintenfäßchen, bevor er mit dem benetzten Werkzeug seine Gedanken zu Papier bringt. Seine Schrift wirkt trotz seines zu der Zeit recht erbärmlichen Zustandes sauber und klar leserlich, als sei es ihm besonders wichtig gewesen, diesen Text in einer adäquaten Form zu verfassen.*

Wenn du diese Zeilen liest, bin ich tot.

Seite I:
 
Seite II:
 
Seite III:
 
Seite IV:
 
Seite V:
 
Seite VI:
 
Seite VII:
 
Testament:
 
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   So Dez 20 2015, 17:55

Seit Ewigkeiten kratzt die Spitze einer mit Tinte benetzten Feder über das Papier des Buches

Tag für Tag weniger Energie...
Seit ich wieder da bin, merke ich immer mehr, wie falsch doch so Viele sind.
Man beisst sich fest, versucht sich an etwas zu klammern, bis die eigenen Hände eines Tages loslassen...
Die Stärke verlieren, schwächer werden...
Den Halt verlieren und sterben.

So viele Wesen um mich herum...
Und dennoch fühle ich diese beklemmende Einsamkeit.
Mein Herz in eiserne Ketten gelegt, welche immer fester zugezogen werden.

Monoton und gefühlsarm schleppe ich mich durch das Leben, auf den Schultern das Gewicht schwerster Altlasten.
Das Leben...
Im Tode angefleht, ich solle zurückkommen, weil man mich braucht...
Im Leben mit einer kriechenden Kälte und schmerzlichen, emotionalen Distanz empfangen...

Albion unter Frau Brethil.
Klingen unter Thondaar.
Weißdorn unter wem auch immer.
Zylianer unter Loran.

Tristan sagte einst zu mir, dass die Welt mit mir gestorben ist.
Dass man dem Bruder freundlich ins Gesicht lächelt und ihm die Hand reicht, während die Andere am Griff des eigenen Dolches verweilt.

Ich werde hier ruhen...
Allein, Pläne schmiedent...
Ich werde sie rufen.
Auf dass sie meinem Ruf folgen und sich aus den Schatten erheben.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mi Dez 30 2015, 01:53

*Die Stille der Nacht wird durch das Kratzen der mit Tinte benetzten Feder auf dem Pergament gebrochen*

Meine Männer werden von Tag zu Tag stärker.
Die verschiedensten Krieger, egal ob mir seit Jahren gute Freunde oder neue Bekannte, erlernen unter meiner Fittiche das Überleben in der heutigen Welt.
Ich verspreche mir viel von jenen, die sich als Anûšiya bezeichnen.
Als Patriarch ist es meine Aufgabe, ihnen den Pfad zu ebnen, den sie bestreiten wollen.
Diebe, Streuner, Dirnen und Barden...
Jeder erhält die Chance, die ihm Andere nicht geben wollen.

Vor einiger Zeit sprach ich mit Gohan, welcher mir erklärte, dass ich den Namen Sedos nicht weiter tragen dürfe.
Zwar hätte ich mir gewünscht näher zu erfahren, warum Tibus meine Aufnahme in die Familie als Fehler ansah, doch aufgrund seines Ablebens musste ich mit dem zufrieden sein, was ich an Informationen erhielt.
Ich weiß nicht, wie ich mich nun fühlen soll.
Auf der einen Seite habe ich immer noch ein gewisses Gefühl der Loyalität gegenüber den Sedos, da sie auch zu Legionszeiten von meinen Mannen hätten verschont bleiben sollen.
Auf der anderen Seite ist es, als würde nun ein Teil von mir fehlen.
Etwas, was ich mit der Zeit lieb gewonnen habe und stets mit Stolz und Ehre trug.
Meinen Namen.

Ich finde Zuflucht bei meinen Liebsten.
Sie empfangen mich stets mit offenen Armen und schenken mir das wärmste Lächeln.
Einer der wenigen, doch der Stärkste aller Lichtblicke in einer maroden Welt wie der unseren.
Auf Jene, die ihnen ein Haar krümmen, wartet die Wüste als künftiger Sarg.

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Teague McCallion

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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do Jan 07 2016, 02:08

*Die Feder in der rechten Hand haltend, hinterlässt der Wüstensohn die Buchstaben in angenehm lesbarer Schrift auf dem Papier des Buches, welches offen vor ihm liegt.*



Es war ein mal ein Herr, der eine weiße Krähe bei sich trug.
Die Krähe war ein Zeichen für Frieden, Harmonie und Glück.
Jeder trug stolz das Symbol der weißen Krähe auf der Brust.
So saß der Herr auf seinem Thron, doch es dürstete ihn nach Wasser.
Er griff nach seinem güldenen Becher, welchen er zur Krähe ausstreckte.

''Geh und hole mir etwas Wasser vom Fluss'', sprach der Herr zu seiner Krähe.
So breitete der majestätische Vogel seine Schwingen aus und flog in Richtung des Flusses.
Auf dem Weg sah sie jedoch einen Feigenbaum, der unreife Früchte trug.
Sie saß auf dem Ast, wartend, bis die Feigen gereift sein würden.
Der Herr, welcher der Krähe stets vertraut hatte, wartete...
Tage, Wochen...
Nein, Monate vergingen...
Doch die Krähe kam nicht zurück.

Der Herr verdurstete, da er der Krähe vertraute.
Als der Tag kam und die Feigen gereift waren, verschlang die Krähe die Früchte genüsslich, bis keine von ihnen übrig war.
Sie breitete ihre Flügel aus, füllte den Becher und wollte wieder zu ihrem Herrn.
Doch auf sie wartete die Wut der Leute, welche ihren Herrn verloren hatten.
Voller Hass verbannten sie die weiße Krähe, und verhexten sie, auf dass ihre Federn auf ewig schwarz sein mögen.

   
Eine der Krähen längst vergessener Zeiten liess sich auf meiner Schulter nieder.
Obwohl... Viel mehr war ich es, der sie am Feigenbaum aufsuchte, doch am Fluss fand.
Ihr Flügel war gebrochen, die Augen in einem Rubinrot glühend und das Federkleid pechschwarz.
Ich hob sie hoch...

In meiner Welt spiegeln die Augen der Krähe den grünen Farbton der unreifen Feigen wider.
Ihr Federkleid ist beinahe unberührt, Schneeweiß mit einzelnen, grauen Federn am Ende ihrer Schwingen.
Sie sollte nie vergessen, dass dort draussen Wesen sind, die für sie sorgen werden.
Den gebrochenen Flügel heile ich, wissend, dass sie ihn sich wieder brechen würde.
Doch so ist meine Welt. Alles, was ganz zu sein scheint, bricht unweigerlich.
Der Moment zwischen dem Auflegen eines Pfeil und dessen Abschuss...
Ich denke, der Moment heißt Frieden.


Die Zylianer scheinen sich untereinander umbringen zu wollen...
Seit wann unterhält man sich nicht mehr, diskutiert nicht mehr die herrschenden Umstände?
Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Welt verdirbt.
Ist es mir möglich, Veränderungen zu schaffen?
Fragen, Zweifel an einstigen Plänen und die Abart von Welt, in die ich zurückkehrte, erschweren mir das atmen, dem Ertrinken gleich.

Es fühlt sich vertraut an:

-Die Schlachten und Massaker zwischen den Frostläufern und den Wüstenskorpionen.
-Die Entwicklung von ausgefeilten, doch ungenutzten Schlachtplänen gegen das Königreich Misthalin.
-Der Fall der strahlenden Legion.
-Verschwiegen, Betrogen, Fremdgegangen, Belogen und Gebrochen.
-Die Annullierung der Ehe von Lienea und mir.
-Der Weg durch die Wüste, einsam und mit tödlicher Verletzung.
-Die Rückkehr, neue Worte und alte Taten.
-Mein Tod.

Es wirkt künstlich und unwirklich, wie aus einer dramatischen Sage entnommen und von Barden auf Marktplätzen mit Lautenmusik vorgetragen.
Man verliert das Gefühl in der Wirklichkeit zu existieren und flüchtet in Erinnerungen an vergangene Tage...
Schöne, von so manchen längst vergessene Zeiten.
Die Bestätigung der Ranghöchsten und die Beförderungen, als man im Militär war.
Jede Tasse Tee mit der einst frisch geheirateten Ehefrau.
Nun, wo ich am leben bin, spüre ich eine unangenehme Leere in mir, es fällt mir schwer die Wirklichkeit als Jene wahrzunehmen.
Zu Sterben heißt aus dem wundervollen Traum des Lebens zu erwachen.
Ich habe keine Angst vor dem Tod. Es sind die Schmerzen und Tränen meiner Liebsten, die ich nicht nochmal ertragen könnte.
Bevor ich noch weiter abschweife und das beinahe volle Tintenglas dafür aufbrauche, meine müden Gedanken auf dem Papier zu verewigen, sollte ich sie sortieren.
Obwohl es interessant wäre, wenn eines Tages Jemand mein Buch finden würde.
Ob der Finder verstehen würde, was in meinem Kopf vor sich geht?
Das letzte mal, als ich starb, blieb die Stütze unberührt. Denke ich zumindest, die einzige Leserin wäre sonst wohl Lienea.

*Ein gefaltetes Schriftstück ist zwischen die Seiten geklemmt worden.*:
 

Unter allen Leithian's, ist Tazim der Bruder, den ich mir schon immer wünschte. Seine Hilfsbereitschaft und Unterstützung kommt stehts gelegen.
Ich hoffe es wird eine Zeit kommen, in der ich mich für seine Hilfe revanchieren kann. Doch ich habe das Gefühl, dass er etwas plant. Hinter dem ehrlichen Grinsen versteckt sich etwas, das er nicht in die Öffentlichkeit bringen möchte. Ich komme dahinter. Er ist wie ein Bruder für mich.. vielleicht wird er mich sogar in seine Geheimnisse einweihen. Lienea scheint ihn zu mögen, womöglich trifft auch sie das "große Glück".
-Agator-


Diesen Text fand ich in einem Buch von Agator. Schon damals war mir klar, dass er geeignet war.
Würdig, die Geheimnisse, welche sich um mich zu ranken scheinen, zu lüften.
Das, was er erhielt, war sicherlich eine mehr als angemessene Belohnung für das, was ich ihm abverlangte.
Es beunruhigt mich jedoch der Inhalt seiner letzten Einträge...
Es scheint, als würde er uns verlassen, den Tod bereits erwartend.



Ich frage mich, wie ich nun weitermachen soll.
Die Anzahl der geschlagenen Schlachten ist mittlerweile unzählbar, Titel die ich einst trug verloren ihren Wert...
Die Welt ändern kostet unfassbar viel Kraft. Kraft, die ich Tag für Tag ein Stück mehr verliere.
Wie viele Herausforderungen gilt es noch zu bewältigen?

Wenn ich noch einmal von Anfang an beginnen könnte...
Ohne Erinnerungen an all das, was je geschah und ohne Wissen über die Schmerzen, die ich erleiden musste.
Als das, was ich nun bin, mit den Fähigkeiten, die ich beherrsche.
Warum ist der Gedanke so spannend?
Ich würde alles verlieren, was ich besitze. Alles, was mir lieb und teuer ist.
Es ist wohl wie bei einem Kartenhaus...
Schön anzusehen, dem Betrachter ist klar, dass viel Mühe und Geduld hinein investiert wurde, doch ohne Sinn.
Zudem ist es empfindlich. So einfach zu zerstören.
Alles was ich weiß, was mich ausmacht und geformt hat, wäre auf den Ursprungszustand zurückgesetzt.
Würde es Lienea und Selim Schmerz bereiten? Ich befürchte, dass es so sein würde...


So viele Erfahrungen, die mich zeichnen. Wie Narben trage ich sie bei mir, die Erinnerungen, Schmerzen und Gefühle längst vergangener Zeiten.
Unerträglich war der Schmerz, als sie mich für den Elfen wegwarf... Als ich in die Wüste ging... Als ich mein Leben verlor, dem Tod hilflos ausgeliefert... Als ich zurückkehrte und man vor mir floh...

Kultist der schwarzen Klingen, Aspirant der Magiergilde, Ehem. mehrfacher Kommandant, Ehem. Kastellan, Ehem. Mitglied der Sedos, Ehem. Mitglied der ewigen Legion, Mitglied der Leithian, Patriarch der Anûšiya, Ehem. Ehemann Lienea Brethils, Vater des Prinzen von Albion, Ordensleiter und vieles mehr...;

Habe ich nicht schon immer für mich allein gekämpft? Unzählige Male war ich allein, ausser ich musste mich um die Probleme Anderer kümmern...
Niemand war da, als ich litt. Stets war ich es, der den Anderen Trost und Beistand spendete, während mich die Einsamkeit und das Schweigen zerfraß.
Gedanken, die mir täglich durch den Kopf gehen. Versteckt hinter einem Lächeln. Ich habe immer gelächelt, wenn ich litt...

Das Wasser haftet nicht an Bergen, die Rache nicht an einem großen Herzen. Seltsam, dass genau ihr... Bei welchem ich die Barmherzigkeit so schätzen lernte auf Rache sinnt.
-Tristan-

Ob das die Antwort sein mag? Ich werde verletzt, weil mein Herz sich dem Egoismus verwehrt?
So wenig man mir es auch ansieht, die Narben von vergangenen Zeiten schmerzen stark...
Weil ich den Falschen vertraute. Nichts tat, als ich von ihrem Verrat hörte. Ihre Pläne, mir das Leben zu rauben, als Unwahrheiten angesehen.
Ich hätte wohl erst gehandelt, nachdem mein Leib mit der Waffe eines Kameraden, Gefolgsmann oder Offizier durchstoßen worden wäre.
Mein Nacken bereitet mir einen stechenden Schmerz. Die Stelle, an der mich der Dolch Thanarils traf...
Alles was in mir vorgeht, bleibt hinter einem Lächeln verborgen. Ich will nicht, dass Andere den selben Schmerz erfahren müssen wie ich. Doch warum tut man dann mir an, was ich anderen erspare?
Ich weiß nicht einmal, ob ich dazu fähig wäre, das Kartenhaus zum Fall zu bringen...

Dieses Buch ist eine einzige Diskussion mit mir selbst!

Es liegt im Endeffekt am Ritter allein. Er weiß, dass es dumm ist, was er tut. Er weiß, dass es schmerzen wird.
Aber am Ende des Tages braucht er das, was mittlerweile eine Illusion zu sein scheint.
Geschehen ist zu viel, als dass er ein gesundes Bild von all dem haben könnte.
Die Rüstung ist zerfetzt, tiefe Kratzer und Beulen zieren sein Rüstzeug, so dass die abstehenden Stahlsplitter tief in seinen Leib schneiden.
Und wieder ist er mit seinen Gedanken allein, darauf acht gebend, dass ihn seine Prinzessin niemals so sehen muss.

*Tazim klappt mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen das Buch zu und versteckt es, nachdem die Tinte getrocknet ist, wieder an einem für die Öffentlichkeit unbekannten Ort.*
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mi Jan 13 2016, 15:41

*Die mit schwarzer Tinte benetzte Feder fährt in gewohnter Form über das lose Papier, welches zuvor zwischen den Seiten des Buches lag*

Es ist wie früher...
Lienea reagierte mit Freude auf meinen Antrag und spricht offener mit mir, als zuvor.
Unser Sohn Selim ist ein wohlgeratener junger Mann geworden, den die Damenwelt nur schwer ignorieren wird.
Zu diesem Zeitpunkt ist mein Leben wieder das, was es einst war.
Friedlich und idyllisch, ich an der Seite meiner Liebsten und eine Hochzeit, die bevor steht.
Mein altes Leben, das Leben, das ich so liebte...
Ich habe es zurück.

Sicher, hier und da gibt es kleine Probleme, doch nichts, was meine Laune trüben könnte.
Egal wer Lienea oder Selim Leid zufügen will, man wird durch mich einen Sarg im Wüstensand erhalten!
Heeresführung, Kommandantenränge und Titel bedeuten mir nichts mehr.
Ich möchte nur für meine ehemalige und zukünftige Frau und meinen wundervollen Sohn da sein.
Etwas, was ich in der Zeit meines Todes nicht konnte.
Ich hoffe sie werden mir eines Tages verzeihen, dass ich sie allein lassen musste, als Thanaril mir mein Leben nahm.
Sie soll mir so sehr vertrauen, wie ich ihr vertraue, denn...
Ihr Herz ist meins. Mein Herz ist ihres.

Ich werde sie bitten, ob wir uns einen Tag nach dem Einzug in Falador die ewige Treue schwören können...
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Sa Feb 27 2016, 22:32

*Der Sohn der Wüste sitzt an dem hölzernen Schreibtisch, in der linken Hand ein halbhohes Glas voll Whisky, in der Rechten die mit Tinte benetzte Feder, welche er in geduldigen Linien über das weiße Papier zieht.*

Der Seelenwärmer, den ich einst bei derlei Gefühlen trank, vermag es weder meinen Durst, noch meine Trauer zu ersticken.
Ein weiteres mal sitze ich hier vor meinem verzierten Glas voll Klarem, der schwarzen, protzigen Feder, welche im bis zur Hälfte gefüllten Tintengläschen trohnt.
Vor meinem Buch...
Vor der Niederschrift dessen, was ich als mein Leben bezeichnen würde.
Stück für Stück zerfällt mein mühsam erbautes Konstrukt aus den Steinen, welche man mir stets in den Weg gelegt hatte.
Ich stehe darunter.
Wenn ich nach oben blicke, erkenne ich die Form der einzelnen Trümmer, welche unabhängig von der Zeit auf mich zu kommen.
Wenn ich wenigstens nicht klaren Geistes wäre, sondern von Wahnsinn befallen, wie es viele Veteranen waren.
Nein, ich bin mir bewusst, was gerade geschieht.
Und dennoch sitze ich hier und sehe dabei zu...

Ob Lienea ihre fleischlichen Gelüste weiterhin mit Gohan stillt?
Ob Selim ein weiteres mal unter dem Angriff eines Attentäters leiden muss?


Unzählige Fragen jagen durch meinen Kopf.
Zu viele, als dass ich sie hier aufzulisten vermag.
Die Welt ist zu einem kümmerlichen Ort verdorben, als ich tot war.
Doch so sehr ich es auch versuche, ich werde sie niemals reinigen können.
Ich kann nur hier sitzen bleiben und darüber schreiben, dass der einst beissende Geschmack meines Getränkes etwas ist, was ich wohl sehr vermisse.
Ich verstehe nicht, was Lienea sagt.
Als wären ihre Worte hörbar, doch so sehr von Lüge und Schmerz erfüllt, als dass ich sie mehr als nur akustisch verstehen könnte...

Ist es Schwäche, nicht herauszulassen, was in mir ruht?
Ich denke nicht...
Viel mehr sind es die Stärksten, die schweigend ertragen.
So viele Leben wurden so bereits verschont, so viele neue Chancen habe ich gegeben.
Mittlerweile sollte ich mich gar nichts mehr fragen oder mich über irgendetwas wundern.
Dennoch will ich nicht wahrhaben, dass solche Dinge zur Gewohnheit werden können.
Was tue ich noch hier?
Die Welt ist abstoßend...
Man weiß nichts über mich.
Doch ist es das, was ich mir so lange gewünscht habe?
Alles was ich zu lieben scheine mit dem zu belügen, was ich nun zu sein scheine?
Alles hat ein Ende, sagte man mir...
Ich spüre mehr und mehr, dass auch mein Ende nicht fern ist.
Ich habe Selim alles beigebracht, was ich weiß.
Auch wenn es Dinge gibt, die er eines Tages herausfinden muss, wenn ich nicht mehr bin.

Das Ende der Geschichte des Ritters...
Eines Tages traf sich der edle Ritter mit seiner Prinzessin.
Er trug einen Mantel, um die tiefen Kerben, Kratzer und Beulen seiner Rüstung zu verstecken.
So nahmen er sie an den Händen, sah ihr tief in die Augen und sprach voller Ehrlichkeit:
''Ich hielt meine Versprechen.''
Daraufhin fiel der Mantel des Ritters zu Boden.
Die Augen der Prinzessin weiteten sich und füllten sich mit Tränen, als sie erkannte, wer nun vor ihr stand.
Es war nicht länger der Mann, der einst den Fleck auf ihrem Kleid entfernte...
Ihr Blick lag voller Trauer auf dem Brustpanzer des Mannes.
Von unbarmherziger Tiefe sind die unzähligen Einstichstellen im Rüstzeug, überall schwere Kratzer und Durchschläge, an denen sich die scharfkantigen Ränder des Metalls in das Fleisch des Ritters gebohrt hatten, wo sie vernarbte und blutverkrustete Wunden hinterlassen hatten.
Es wirkt wie ein Wunder, dass der Rittersmann noch die Kraft besitzt, stehen zu können, nachdem seine Schuhe und Beinplattenpanzer unter dem Gewicht vieler Tonnen in seinen Unterleib gepresst werden, große, dunkelblaue Blutergüsse hinterlassend, die überall auf seinem Körper sichtbar sind.
Die Hände nur noch mit dreckigen Bandagen bedeckt, welche in tiefrotes Blut des Ritters getränkt sind und die Wunden verbergen, welche der Mann erleiden musste.
Im Nacken des Ritters steckt, unbeweglich tief ins Fleisch besagter Person gestoßen, ein schwarzer Dolch, von dessen Klinge eine grünliche Flüssigkeit den Rücken herabläuft, bei jeder Berührung schwere Irritationen und offene Stellen hinterlassend.
Der Ritter sah auf die Prinzessin herab, während er ein Lächeln im Gesicht trug.
''Ich liebe dich.''
Die Prinzessin fiel auf die Knie und wagte es nicht, ihr Haupt noch einmal zu erheben.
Denn sie erkannte, dass nicht sie es war, die adliges Blut in ihren Adern trug...


Dirne.

*Tazim klappt das Buch wieder zu, auf seinen Lippen liegt das für ihn typische Lächeln.*


Zuletzt von Tazim Sedos am Di März 28 2017, 19:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do März 31 2016, 23:56

Traurige Gestalten kriechen aus den letzten Löchern und erklären öffentlich Kriege.
Es ist, wie ich es so oft sage, eine Welt voller erbärmlicher Wesen, welche des ihnen geschenkten Lebens nicht würdig sind.
Die Jagd wurde eröffnet.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo Apr 25 2016, 17:41

Nun, genug.
Ich hinterließ Lienea auf ihrem Nachttisch einen Brief, wohin sie gehen soll, sobald sie sich auf das alte Leben einlassen kann.
Dort werden mein Sohn und ich auf sie warten.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Sa Mai 28 2016, 04:45

Wie können diese ekelhaften Ratten es wagen, sich in meinem Land zu tümmeln?
Ich warte bereits seit geraumer Zeit darauf, dass meine rastlose Seele ihren Frieden zu finden vermag und dennoch... 
Man traut sich mittlerweile in meine Heimat einzudringen und den Glauben an einen Gott zu verbreiten, der nicht der Hüter meines Landes ist.
Mein Sohn ist älter geworden, reifer. Stärker. 
Alt genug, um an der Seite seines Vaters über jene Plage zu richten, welche die trockenen Gefilde Al-Kharids heimsucht.
Seine Mutter schien sich nicht für die Wesen zu entscheiden, die sie an ihre Seite zog oder für jenes, welches sie gebar.
Dieses niedere Getier wird einem wahren Wüstensohn ins Antlitz blicken dürfen, ehe sie Axt und Schwert in den ewigen Schlaf geleiten.
Ich bin zurück...
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo Jun 20 2016, 23:54

Ich denke gern zurück an die Zeit, in der ich noch Kommandant war.
Unter mir ein folgsames Heer, welches ich an der Seite des Kriegsdämonen Ludwig von Baden führte.
Es hätte alles anders werden können, wenn man meinen Worten mehr Beachtung geschenkt hätte.
Nach dem Tod Badens lag es an Valon und mir, die Zukunft der Heeresgewalt neu zu gestalten.
Er wollte, dass sich Gruppen bilden, die den Feind einzeln niederstrecken.
Ich hingegen wollte die Armee weiterführen, auf dass der einzelne Soldat an Stärke den Rittern des Ordens gleicht, während ich mir das Vertrauen des einstigen Königs Elavan erschlich.
So tranken wir in seinen Räumlichkeiten Tee und sprachen darüber, wie ich am effektivsten meine Männer an Rache hindern könnte, nachdem wir eine Weile zuvor über einen Verrat Ludwigs sprachen.
Man empfing mich mit misstrauischer Gastfreundschaft.
Wie dem auch sei, es war mein Plan, Elavans Vertrauen zu gewinnen, ihn eines Tages einzuladen und ihn, sowie seine Wachen von den geschicktesten Attentätern aufschlitzen zu lassen. 
Doch das Heer trennte sich auf Valons Befehl und der Plan scheiterte.


Viele Jahre vergingen, bis ich als unmenschliches Wesen zurückkehrte.
Das meiste, was ich mühsam aufgebaut habe, wurde in meiner Abwesenheit zerstört...
Es war die gleiche Situation wie jetzt.
Ich, auf mich allein gestellt.
Eine handvoll treuer Seelen, Visionäre wie ich selbst.
Feinde, soweit das Auge reicht.
Keine Orden oder Gilden, dessen brüderliche Unterstützung ich mir sicher sein konnte.


Ich habe geglaubt, mir Gerechtigkeit zu wünschen.
Doch ich irrte mich, denn wofür ich einst kämpfte, war bereits vergangen.
Meine treuen Soldaten sind tot oder verschollen.
Was will ich? Was wünsche ich mir?
Ich habe keine Antwort auf diese Fragen.
Gielinor kennt meinen Namen. Ob im Guten oder Schlechten ist unwichtig.
Macht? Ich hungerte nie danach. 
Es reichte mir, wenn man für mich die Klinge führte.
Ist es der Wunsch zu führen, der mich antreibt?
Wohl kaum. Ich führte Heere, Orden und Gilden.
Ich besitze alles was ich brauche...
Woher kommt diese Leere?
Muss ich anderen die Freuden des Lebens stehlen, um mich jener zu bereichern?
Verdammt...
Wo ist das Feuer, das einst in mir loderte und mein Gefolge in einen Flächenbrand hüllte?
Wo ist der Drang, die Welt zu formen, wie ich es mir wünsche?


Meine Brüder und ich, die Welt wirkt zerbrechlich im Vergleich zu unseren Kräften und strategischen Fähigkeiten.
Einmal mit den Finger schnippen, mehr braucht es nicht zur Zerstörung von Orden und Großmächten.
Es reizt mich nichts mehr.

Alles zerfällt zu Asche und Sand, während die Zeit unbezwingbar bleibt.

So wandere ich, während ich in Erinnerungen längst vergangener Zeiten schwelge...
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Di Nov 22 2016, 22:22

Ein Straßenkind aus Al-Kharid, dann kam der Beitritt zur Armee.
Es geht diesmal keineswegs um mich oder die Geschichten, die ich mit diesem Schriftwerk teilen möchte, sondern um einen Menschen, welchen ich kennenlernte.
Er erinnert mich an mein früheres Selbst, Zarik, ein einfacher Wachmann mit zwei Säbeln.
Seine Haut ist dunkler als meine, sein Herz liegt im Sand begraben.
Wenn die Lieder der Wüste in Kneipen gesungen würden, so wäre er wohl der erste, der in den Gesang einsteigt.
Nun werde ich versuchen seinen Weg ein wenig zu ebnen und schreibe Lionel Elian einen Brief als Empfehlung, auf dass Zarik in der Abwesenheit Aeris und Ragnars ein Kommandorecht erhält.
Ich denke, ich habe eine Art kleinen Bruder gefunden, wenn man so will.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Fr Feb 10 2017, 15:50

Alles lebt, alles vergeht.
Das vertraute Bild der menschlichen Wesen vergeht, während ich empor steige und die Welt aus meiner befremdlichen, sterilen Perspektive beobachte.
Dort, wo einst Gefühle meine Brust bewohnten, ist nun nichts als Sand und Staub aus beinahe unerreichbaren Orten.
Ich schreite durch die Gassen, in welchen ich einst Angst und Hunger verspürte, zu jener Zeit, als der Wille zu überleben wie Schwarzfeuer der Hexerei unlöschbar in mir loderte.
Ich empfinde nichts.

Der Tod fand Einzug in meinen alten Leib und Geist, er vergiftete meine Seele und hinterließ ein mächtiges Wesen, welches den Sinn der Welt in seinen Forschungen sucht.
Doch während meine Fähigkeiten wachsen und ich stärker als je zuvor werde, verliere ich immer mehr meine Menschlichkeit.
Mittlerweile, nach langer Zeit der Forschung, vergehen auch die letzten Gefühle von Liebe für die Leithian und die Sedos...
Die letzen Ketten zur Realität binden mich an meine Erschaffer, meine Brüder und Schwestern.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Sa März 25 2017, 10:23

Ein metallischer Halbhelm, ein Lederharnisch mit Eisenverstärkung, Eisenverkleidungen für die Beine, Unterhemd sowie Hose, eine stählerne Klinge, ein Paar Lederstiefel mit Eisenverstärkung, ein schwarzes Notizbuch mit kryptischen Symbolen und Ritualformeln in der Sprache toter Zungen, die Zeichnung einer Frau mit Beschriftung "In Liebe, - Katharina", eine blutverschmierte Karte, eine Notiz und die Blutproben einiger Wesen.
All das erhielt ich auf meiner bisherigen Suche nach dem Stein, zudem die Erkenntnis, dass es nicht das Geweih eines Hirsches gewesen ist, welchem dieser Seyfried zum Opfer fiel.
Es dauerte nicht lang, ein Fußmarsch gen Nordland, bis ich an einen abscheulichen Ort kam.
Ein Zelt, das Innere geschmückt mit menschlichen Schädeln und die Einrichtung ganz aus den Gebeinen der Verstorbenen geschaffen.
Die Attentäterin und der nackte Leib der Frau in dem roten, zerschlissenen Kleid trugen ein Blutmal.
Ich vermute, es hängt mit dem Ritualbuch oder dem bleichen König zusammen.
Der Fremde, Viktor hieß er, verschwand und hinterließ mir einige Gegenstände von wenig Wert, doch auch das schwarze Buch, dessen Inhalt sich mir noch öffnen muss.
Die Rüstung des ersten Toten war keiner Gruppierung zuzuordnen, ein weiterer Teil dieses scheinbar weit verzweigten Rätsels, welches ich zu lösen versuche.
Die verschwundenen Bettler, der Stein, der bleiche König, Balthasar, die Attentäterin, die Frau in Rot, die Blutmale, das Verschwinden Viktors, das Ritualbuch, das Schädelzelt, die Karte und die Rüstung des Ritters.
Alles muss miteinander zusammenhängen.
Ich begebe mich zunächst jedoch auf die Suche nach Balthasar, vielleicht vermag ich es mit Gewalt an Informationen zu kommen.
Zur Rüstung beisse ich mich durch Schriftwerke und durchsuche die Rüstkammern der großen Städte.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Mo März 27 2017, 13:12

Viktor ist unauffindbar, Balthasar ebenfalls.
Seyfried wurde enthauptet und keineswegs von einem Hirsch ermordet, wie Letzterer es behauptete.
Hätte Viktor weiter das Grab untersucht, wäre wohl auch er zu der Erkenntnis gekommen, dass ein gewaltiges Netz aus Intrigen gesponnen wurde.
Es kam jedoch zu einem Angriff durch die Attentäterin mit dem Blutmal, fraglich, ob es nicht zur Ablenkung von der Grabräuberei war.
Das würde bedeuten, dass Balthasar mit den Blutmalträgern in Verbindung steht.
Beide Frauen trugen das Blutmal, vermutlich ist die Dunkelheit das Tor zum bleichen König.
Wie weit dieser Weg noch führt erfahre ich erst nach der Entschlüsselung des Buches.
Viktor erwähnte, dass der Rüstmeister seine Schmiede durch ein Feuer verlor, also besuchte ich die Archive und fand einen Eintrag zu besagtem Ereignis, sowie den Namen des Schmiedes.
Friedrich Stahl, von ihm musste demnach die Rüstung des Toten kommen, wohl würde er sonst keine Erwähnung in Viktors Gesprächen wert sein.
Ich werde ein Wesen des Wissens um Hilfe bei der Entschlüsselung des schwarzen Buches bitten.
Die Übersetzung sollte mich zum bleichen König führen, wo ich mehr über den Stein herauszufinden versuche.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Di März 28 2017, 13:26

Ich vernichtete eines der Schattenwesen, welche die Welt seit einiger Zeit heimsuchen und spürte, wie meine Kräfte wuchsen.
Das schwarze Buch ließ ich übersetzen, nach einer Ewigkeit erhielt ich dadurch weit komplizierte Rätsel, als jene, die mir damals wohl den Schlaf geraubt hätten.
Der Leerenstein ist das Artefakt, nach dem sich die Welt verzehrt, befindlich wohl geteilt in einer Welt, die als das dunkle Gielinor bezeichnet wird.
Mit seiner Macht vermag man es, Welten zu erschaffen und gottgleich zu werden.
Doch ich brauche die Flöte des Weltenwandlers und die Hilfe alter Freunde, um diese Kräfte zu erhalten und Tristan zu retten.
Sobald der Stein in meinen Händen liegt bin ich imstande, die Welten zu vereinen oder, so lässt es sich vermuten, die der Dunkelheit zerstören.
Nun suche ich die Reiche dieser Welt nach Informationen ab, um schlussendlich meinen Bruder zu retten.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do März 30 2017, 15:22

Die Spur zu Friedrich Stahl verläuft im Sande, nur die Information über groß angelegte Rüstaufträge erweiterte meinen Wissensstand.
Ich suchte nach der Psalmflöte und stieß in Taverley auf drei seltsam wirkende Druiden, welchen ich in eine Höhle folgte. Dort gelang es einem Trio aus Attentätern mich kurzzeitig in Ohnmacht fallen zu lassen, zu fesseln und mir wichtige Informationen zu kommen zu lassen.
Die Assassine, die Viktor sein Leben rauben sollte, hieß Camilla und entstammt wohl der gleichen Gruppierung. Ocilia, eine ihrer Mitstreiterinnen, verbot ihren Männern, mich zu töten, auch wenn ihre Versuche kaum erfolgreich gewesen wären. Sie sah mir in mein Auge und sprach unter ihrer Maske meine von ihr vermutete Einstellung ihnen gegenüber aus. Ob ich ein Feind derer bin, die sich als Schützer der Bürger Gielinors bezeichnen, wird sich zeigen. Doch sie besitzen das Mundstück der Flöte, welche zweifelsohne in meinen Besitz übergehen muss, ebenso der Leerenstein. Ich folge dem maskierten Trio, sollten sie mich ein weiteres mal angreifen, werde ich sie vernichten.
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BeitragThema: Re: Die Stütze meines Gedächtnis -Tazim   Do März 30 2017, 18:52

Verflucht sei Balthasar, dieser halbe Mann!
Ich wusste, er war tiefer in der Sache verworren.
Mit einem purpurenen Blitz verschwindet das erste Teil der Psalmflöte und Ocilias Haupt liegt träge neben ihrem Leib.
Das Rüstzeug dieser Männer glich dem des ersten toten Soldaten, was die Spur zu Friedrich Stahl wieder auffrischt.
Diese Soldaten haben eine Art der Magie benutzt, die kein Anfänger beherrschen sollte, es handelt sich also entweder um unwirklich starke Ritter oder jemand zieht die Fäden im Hintergrund.
Der bleiche König.
Ich werde sehen, was sich herausfinden lässt.
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