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 Lord Prysin, der I. von Duwisib

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Munin Odinsson

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BeitragThema: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Mi Mai 21 2014, 21:19

Lord Prysin, der I. von Duwisib

Das gemütliche Dorf Draynor, welches direkt neben Falador, der Hauptstadt des Großkaiserreiches unter Miximus Glad I., lag, war in der Blüte seiner Zeit. Die Straßenlaternen erleuchteten die Gassen und aus den Häusern war fröhliches Kinderlachen zu hören. Lord Prysin I. von Duwisib war der gerechteste Lehensherr des Dorfes, denn er hatte ihm mit seiner Weisheit zu Wohlstand verholfen. Er wohnte in dem großen Herrenhaus, welches unter der Führung des Lords renoviert worden war, am Rande Draynors, doch das hielt ihn nicht davon ab, oft zu seinen Bürgern zu gehen und seine Verbindungen zu festigen. Die Dorfkinder liebten es, im großen, schönen Garten des Herrenhauses zu spielen. Auch viele Fremde kamen, um diesen Garten zu sehen.  Unter ihnen bargen sich auch mehrere dunkle Gestalten, doch diese verschwanden bald wieder, da der Lord auch für Schutz gesorgt hatte.

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Munin Odinsson

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Munin Odinsson

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Sa Mai 24 2014, 22:57

Eines Tages erschien ein Mann, welcher sich als Botschafter des Kaiserreiches herausstellte. Vlad, so nannte er sich, war Großinquisitor unter Miximus Glad I. Stets lächelnd begrüßte er den Lord höflich und sprach: „Man hört vieles über eure souveräne Führung, Mylord. Sogar der Kaiser spricht in höchsten Tönen von euch. Mir wurde aufgetragen in Erfahrung zu bringen, wie ihr dies geschafft habt.“ Prysin war sehr überrascht, sonst kamen die Leute aus Falador nur, um mit ihm Lehensverträge und Steuerabgaben zu besprechen. Lange blieben die beiden in Lord Prysins Arbeitszimmer, denn der Hausherr hatte seinen Besucher zuerst einmal dorthin geführt, um diese Sache zu bereden. Nach Stunden traten Vlad und der Lord wieder aus dem Zimmer. Als sie sich verabschiedeten, schien es, als ob das Ergebnis, welches sie gefunden hatten, zufriedenstellend für beide war, und Vlad machte sich auf den Weg zurück nach Falador.
Wie besprochen, trafen wenige Tage später zwei Männer in dem Dorf ein. Vlad hatte sie geschickt, damit sie dem Lord ein wenig über die Schulter sehen und so mehr über dessen Führungsweise erfahren und davon lernen könnten. Lord Prysin nahm diese freundlich im Herrenhaus auf und führte sie sogleich in dem Gebäude, dem prachtvollen Garten und in Draynor herum. Er war erpicht darauf, den Wünschen des Kaisers und Großinquisitors Folge zu leisten. Denn so konnte der Lord das Kaiserreich unterstützen und das war ja seine Aufgabe als Vasall des Kaisers. Die Gesandten aus Falador waren ebenso begeistert von dem Herrenhaus und dem Dorf, welches ein zufriedenes und schönes Bild darbot, wie es Vlad schon gewesen war. Die Männer begleiteten Prysin bei jeder Besprechung und waren oft bei ihm im Arbeitszimmer. Den Lord freute es, so interessierte Besucher zu haben, und er erklärte ihnen so viel wie möglich. Er war so konzentriert darauf, seine Aufgabe zu erfüllen, dass er zuerst gar nicht bemerkte, seinen Bruder, welcher mit der restlichen Familie ebenfalls im Herrenhaus wohnte, sehr lange nicht mehr gesehen zu haben. Deswegen war Prysin zuerst ein wenig verwundert, als ihn seine Frau darauf ansprach. „Hast du Tiberius gesehen? Schon seit gestern ist er nicht mehr hier und sein Bett scheint unbenutzt zu sein, wenn man der Magd glauben darf,“ fragte sie leicht besorgt. „Du hast Recht, ich habe ihn ebenfalls länger nicht zu Gesicht bekommen. Geh und frage die Leute aus dem Dorf. Falls diese auch nicht wissen, wo mein Bruder steckt und er bis morgen nicht da ist, lasse ich ihn suchen,“ sprach Prysin nun ebenfalls beunruhigt und seine Frau machte sich sofort auf den Weg. „Wo er nur ist? Sonst geht er doch nie länger fort, ohne zu sagen, wohin?“ dachte der Lord und ging langsam und in Gedanken versunken an seine Arbeit zurück. Währenddessen kehrte seine Frau zurück, jedoch ohne Erfolg.
Am späteren Nachmittag aber gab es einen Tumult am Tor des Herrenhauses. Von dem Lärm abgelenkt, verließ Prysin sein Arbeitszimmer. Zwei aufgelöste Kinder, welche im Garten gespielt hatten, standen vor dem Haus und sprachen schnell und durcheinander auf den Butler ein. Der Lord schnappte einige Worte auf und wurde bleich. „Was habt ihr in meinem Garten gefunden?“ fragte er die beiden scharf. „Ein… ein toter Mann liegt dort hinten Mylord. Sein Kopf… wurde abgeschlagen. Und... er sah eurem Bruder sehr ähnlich,“ sprach nun der Junge langsam und neigte höflich den Kopf. Die Miene des Lords verdunkelte sich. „Vielen Dank. Ich werde dies prüfen. Geht nun nach Hause,“ meinte er und versuchte seine Stimme freundlich klingen zu lassen. Als die beiden weg waren, rief Prysin nach seinem Sohn. Mit diesem und einem seiner Diener ging er zu der besagten Stelle. Der Lord sog scharf die Luft ein und blieb stehen. Hier, in seinem Garten, lag wirklich ein Mann, dessen Kopf abgetrennt war. Ein brutaler Mord! Er war verärgert. Langsam näherte er sich dem leblosen, blutverschmierten Körper. Mit einem erschreckten Keuchen fiel er auf die Knie. Es war wirklich sein Bruder! „Tiberius! Wer hat dir dies nur angetan?“ rief Prysin verzweifelt. Sein Sohn kniete sich schweigend neben ihn und teilte seine Trauer. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand der Lord auf und gab dem Diener ein Zeichen, die Leiche fortzuschaffen. Prysins Sohn und seine Frau unterstützten ihn in dieser schweren Zeit sehr und ermutigten ihn, während er sich im Herrenhaus verkroch. Auch im Dorf trauerte man. Die Nachricht hatte sich schnell verbreitet und jeder war bedrückt, denn Tiberius war stets ein netter Zeitgenosse und freundlich zu jedem gewesen.

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Munin Odinsson

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   So Mai 25 2014, 21:17

Drei Wochen der Trauer waren vergangen, als sich der Lord endlich wieder bei den Bewohnern Draynors blicken ließ. Diese waren sehr darauf erpicht, ihm ihre Unterstützung zu zeigen. Das erfreute Prysin sehr und bald leitete er das Dorf wieder mit Freude und trauerte nicht mehr so stark um seinen Bruder. Vlads Vasallen, welche nach Falador gegangen waren, um den Lord in seiner Trauer nicht zu stören, kamen wieder nach Draynor zurück. Prysin nahm den Gruß Vlads, eine Beileidsbekundung, dankend entgegen und begann erneut den Männern sein Wissen zu vermitteln. Sie lernten schnell und Prysin traute sich schon manchmal zu, das Dorf in ihrer Obhut zurückzulassen um auf Reisen und Besprechungen in weiter entfernteren Ländereien zu gehen. So zog er mit seinem Sohn los, damit dieser die weiten Gielinors kennenlernte. Der Lord wusste, dass Draynor in guten Händen war und machte sich keine Sorgen. Die beiden reisten bis nach Al Kharid, der letzten Stadt vor dem Beginn der großen Wüste und nach Varrock, der Residenzstadt des Königs von Misthalin am Rande der Wildnis.
Als Prysin und sein Sohn Dharock wieder auf dem Weg nach Hause waren, trafen sie auf einen Boten aus Draynor. Die Vertreter des Lords haben ihn geschickt, er solle das Dorfoberhaupt finden. Der Bote schien ein wenig besorgt zu sein. „Was ist los?“ fragte Prysin misstrauisch. „Ihr solltet euch auf dem Rückweg beeilen. Eurer Frau geht es nicht gut. Wir wissen nicht, was ihr Leiden ist,“ erklärte der Dorfbewohner. Der Lord und Dharock tauschten einen sorgenvollen Blick. Mit den Worten „Lasst uns sofort gehen!“ trieb der junge Duwisib die Gruppe an.
Nach einem Tag waren sie wieder im Dorf angelangt und Prysin und sein Sohn gingen sofort zu der Kranken. Die Frau des Lords war sehr schwach. Kein Arzt konnte einen Grund für diese Krankheit finden und auch die Heilmittel halfen nichts. Prysin ließ mehrere Heiler kommen, doch der Zustand von Lucille wurde immer schlechter. Der Lord wurde stark von den Vasallen Vlads unterstützt, da diese ihm sehr viel seiner Arbeit abnahmen, sodass er sich um seine Frau kümmern konnte. Dennoch, Lucille konnte trotz der Versuche Prysins bald nicht mehr aufstehen und war sehr schwach. Ihr Mann war verzweifelt deswegen, doch er konnte nichts tun. Einige Tage später hatte ein Arzt den baldigen Tod der Frau des Lords vorhergesagt. „Bleib stark. Für Dharock und das Dorf darfst du dich nicht in der Trauer verlieren. Versprich es mir! Ich werde immer bei dir sein, in deinem Herzen“ sprach sie leise, mit Tränen in den Augen, als Prysin wieder einmal an ihrem Bett saß und ihre Hand hielt. Der Lord nickte traurig und drückte fest ihre Hand. In der darauffolgenden Nacht schlief Lucille ein, um am Morgen danach die Augen nicht wieder zu öffnen. Trotz ihrer Worte trauerte ihr Mann stark, jedoch nicht allzu lange um die Bewohner Draynors nicht hängen zu lassen. Dharock und die zwei Schüler Prysins standen ihm bekräftigend zur Seite.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Mi Mai 28 2014, 17:00

Der Lord war bald so zufrieden mit der Ausbildung von Vlads Vasallen, dass er einen Brief zum Großinquisitor nach Falador, in welchem er ihn nach Draynor einlud, schickte. Als Vlad dieser Einladung folgte, freute sich Prysin. Er erklärte seinem Besucher, wie gut sich seine Schüler entwickelte hatten. Dieser war sehr zufrieden damit. Doch seine Vasallen hatten ihm über die Geschehnisse im Dorf und Herrenhaus berichtet und der Inquisitor wollte mehr darüber erfahren. „Mein Beileid zu den beiden Verlusten in eurer Familie Prysin. Ihre Frau hatte eine Krankheit, oder?“ Der Lord bedankte sich und nickte bestätigend. „Ja, jedoch ist nicht bekannt, welche, kein Arzt konnte es herausfinden“ erklärte er mit trauriger Stimme. „Entschuldigt, aber könnte es nicht sein, dass euch jemand schaden möchte? Euer Bruder wurde grausam ermordet und der Tod eurer Frau kann durch ein Gift hervorgerufen worden sein, welches eine tödliche Wirkung hat und nicht erkannt werden kann. Ich möchte euch nicht verunsichern, Mylord, aber diese Umstände geben einem doch zu denken, oder?“ Prysin dachte lange über diese Worte nach. „Ihr habt Recht, ich denke, ich sollte auf mich und Dharock achten, sowie diese Leute finden, die mir dies antun“, murmelte er und starrte auf den schweren, hölzernen Tisch seines Arbeitszimmers, in welchem die beiden Herren saßen. Vlad nickte, er mochte es nicht, den Lord so zu sehen, doch er wollte ihm helfen und ihn warnen, die Zeichen waren zu deutlich. „Gebt auf euch Acht“, meinte der Großinquisitor lächelnd und verabschiedete sich.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Fr Mai 30 2014, 18:39

Prysin dachte lange über diese Warnung nach und kam zu dem Schluss, mehr Acht geben zu müssen. Er wollte nicht auch noch Dharock verlieren oder selbst sterben. Den Bewohnern Draynors gab er die Befehle, die Augen nach verdächtigen Personen, denen die wahrscheinlichen Morde zuzutrauen wären, offen zu halten. Der Lord wurde auch immer misstrauischer, wenn er Besuch bekam, und die Kinder aus dem Dorf und die Besucher durften nicht mehr in den Garten, wenn niemand aus dem Herrenhaus dabei war. In ganz Draynor war das Misstrauen zu spüren. Niemand traute dem anderen und auch die Kinder waren vorsichtiger, wenn sie miteinander spielten. Aus Falador bekam der Lord noch manchmal Besuch. Entweder ließ sich den Großinquisitor selbst oder einer seiner Vasallen in dem Dorf blicken und erkundigte sich nach den Neuigkeiten in Draynor. Lange blieb es ruhig und die Leute wurden wieder fröhlicher und auch von Prysin und den anderen im Herrenhaus wich die Anspannung und Furcht wegen der besorgniserregenden Unfälle der Familie Duwisib. Aber die Ruhe und Zufriedenheit, welche in dem Dorf herrschte, war fast schon beunruhigend und es kam, wie es kommen musste.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   So Jun 01 2014, 19:36

Es war früh am Morgen. Lord Prysin von Duwisib saß in seinem Arbeitszimmer, da ihn etwas aus dem Schlaf gerissen hatte und er nicht wieder einschlafen konnte. Als langsam auch das restliche Herrenhaus erwachte, brach bald darauf Tumult aus. Gerade, als der Hausherr nachsehen wollte, platzte sein Diener ins Zimmer herein. Er war blass und stand mit gesenktem Kopf vor dem Lord. „Was zum Teufel ist da los?“ fragte ihn Prysin.
Der Mann blickte auf, die Furcht, das Mitleid und auch eine Spur Trauer in seinen Augen war nicht zu übersehen. „Es ist… euer… euer Sohn“, begann er zu stammeln, doch unterbrach ihn sein Herr sofort. „Dharock?! Was ist mit ihm?“ Vor Sorge überschlug sich seine Stimme fast. „Er ist verschwunden, wir suchen ihn schon, doch keine Spur.“ Der Lord keuchte auf und musste sich an dem schweren, hölzernen Arbeitstisch aufstützten. „Sucht ihn! Sofort. Schickt Trupps aus und die Leute aus dem Dorf sollen helfen. Jeder soll die Augen offenhalten und nach meinem Sohn suchen! Fragt in den umliegenden Dörfern nach ihm, schaut in jedem erdenklichen Versteck nach. Ich will, dass er gefunden wird!“ befahl er dem Diener barsch. Aus seinen Augen war alles Fröhliche gewichen, nur noch Angst und Verunsicherung waren zu sehen. Wie in Trance lief Prysin an dem Diener vorbei in das Gemach seines Sohnes. Das leere Bett, die verstreuten und unordentlichen Dinge waren zu viel für ihn. „Nein!... Dharock! Nein…“ Stammelnd ging er in die Knie und kauerte sich auf den Boden. „Warum? Ich dachte, es wäre vorbei, warum muss es Dharock sein? Wer tut das, weshalb?“ Seine Gedanken waren völlig durcheinander. Er hätte besser auf Vlads Warnung achten sollen. Aber wenn der Großinquisitor Recht hatte, dann war ja er, der Lord, der nächste, der sterben musste. Prysin keuchte auf, als ihm dies bewusst wurde, und er richtete sich auf. Er musste Acht geben, gerade jetzt wäre er sehr verletzlich.
Seine Augen wurden hart, es war wohl jemand aus dem Dorf oder Herrenhaus, der die Duwisibs auslöschen wollte, sonst könnte es nicht so ungesehen vonstattengehen. „Niemandem kann ich jetzt noch trauen!“ dachte er und fuhr herum, bereit sich zu verteidigen, da die Türe geöffnet wurde und jemand vorsichtig eintrat. „Mylord?“ Der Diener blieb verunsichert im Türrahmen stehen, als er den angriffsbereiten Lord sah. „Was ist denn jetzt schon wieder?“ fuhr ihn der Lord an und dachte: „Immer kommen sie mit schlechten Nachrichten angekrochen…“

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Fr Jun 06 2014, 14:54

„Der Großinquisitor des Kaiserreiches ist hier. Er möchte sie gerne sprechen, “ erklärte der Diener und wartete auf eine Antwort. „Führ ihn in mein Arbeitszimmer. Habt ihr etwas gefunden?“ Langsam beruhigte sich Prysin, blieb jedoch wachsam. Er schnaubte verärgert, als der Mann in der Türe nur den Kopf schüttelte. Mit einem letzten Blick in das verlassene Zimmer ging Duwisib in sein Arbeitszimmer. „Mylord! Ich grüße Sie.“ Vlad richtete sich auf, als Prysin eintrat. „Ich habe es schon gehört. Auch in Falador werden wir die Augen offenhalten und euch sofort benachrichtigen.“ Prysin nickte lediglich dankend. „Was führt euch zu mir, Vlad?“ Es klang leicht misstrauisch, doch schien es, als würde der Lord dem Besuch aus Falador mehr trauen als den Leuten seines Dorfes.
„Wie immer wieder einmal wollte ich euch besuchen und muss dann bemerken, dass es wohl nicht besser mit dieser Fehde geworden ist. Mylord, ihr solltet Acht geben. Falls ihr es wollt, unterstütze ich euch dabei,“ bot der Großinquisitor freundlich an. Dankbar nickte der Hausherr und sprach: „Danke, doch noch versuche ich es so, ich möchte heraus finden wer dort etwas gegen mich und meine Familie hat...“ Vlad nickte und, nachdem die beiden noch ein paar Nichtigkeiten ausgetauscht hatten, verabschiedete er sich. „Benachrichtigt mich! Aber früh genug, wenn es zu spät ist, kann ich Ihnen nicht mehr helfen, Mylord. Auf bald.“ Der Lord brachte ihn zum Ausgang und ließ dann einige seiner Diener und Vasallen zu sich kommen. „Ihr wisst alle, was in letzter Zeit passiert ist. Jeder von euch soll die Augen offenhalten. Und seid euch bewusst, dass ich euch beobachte!“ warnte er diese, ehe er sich in sein Gemach zurückzog.
Dort schloss er die Tür ab, um nicht überrascht und überwältigt zu werden, und ging zum Kamin. Über dem Ofen war ein leichtes, jedoch immer scharfes Schwert aufgehängt. Dies nahm Prysin nun vorsichtig ab und befestigte es, nachdem er es in der passenden Scheide verstaut hatte, an seinem Gürtel. So konnte er sich, wenn nötig, verteidigen, jedoch beruhigte ihn dies kein bisschen. Unruhig und sich misstrauisch umblickend verließ er das Zimmer und kurz darauf auch das Herrenhaus. Als der Lord durch das Dorf schritt, blickten ihm viele Bewohner nach. Noch nie war er grundlos mit seinem Schwert an der Hüfte durch Draynor gelaufen. Auch seine Blicke, welche vor Misstrauen und Kälte trieften, ließen viele schaudern. „Was ist nur los mit ihm? Er blickt uns an, als ob wir Verbrecher wären.“ – „Kann das wegen Dharock sein? Der Junge wurde ja nie gefunden?“ – „Nein, es muss etwas anderes sein. Schaut ihn euch doch an! Er verhält sich wie ein Tier, welches verfolgt wird“, tuschelten die Leute besorgt und verstohlen. Das Oberhaupt fuhr herum, als er das Flüstern der Bürger vernahm und funkelte diese böse und angriffslustig an. „Sie überlegen schon, wie sie mich zur Strecke bringen können. Nie wieder werde ich ins Dorf gehen, das ist mir zu gefährlich. Sie werden schon merken, dass ich ihre Pläne durchschaue. Mich kriegen sie nicht!“ dachte er verärgert und machte sich auf den Weg zurück. Prysin legte auch im Herrenhaus seine Waffe nicht ab, als er dort ankam. Längere Zeit ging es so. Der Lord war schreckhaft, misstrauisch und immer kalt und barsch zu seinen Vasallen, stets blickte er sich um, um sich zu versichern, nicht verfolgt zu werden. Er litt an einem Verfolgungswahn und hatte dauernd Angst um sein Leben. Niemand aus dem Herrenhaus oder dem Dorf konnte ihn beruhigen. Erst als Vlad erneut zu Prysin kam, um ihn zu besuchen, beruhigte sich dieser ein wenig. Er vertraute dem Großinquisitor, da es der Großkaiser ja ebenfalls tat.
„Mylord, bitte, lasst mich euch helfen! Ich kenne eine Möglichkeit, die euch die Angst nimmt, dauernd bedroht zu werden,“ bot Vlad an, als sie im Arbeitszimmer des Lords saßen. Prysin blickte ihn an, in seinen Augen lag der gehetzte Blick und er seufzte leicht. „Nun gut. Ich werde es probieren,“ murmelte er dann. „Wenn ich dadurch die Angst verliere, kann ich das Dorf wieder richtig leiten. In letzter Zeit habe ich meine Aufgaben wohl stark vernachlässigt,“ gab der Lord zu. Der Großinquisitor nickte leicht. Er hatte das Elend gesehen. Das Dorf war durch die Paranoia des Lords verkommen und die Bürger gereizt und niedergeschlagen. „Bald wird jemand zu euch kommen. Er trägt einen ähnlichen Ring wie ich am Finger. Vertraut ihm, er wird euch helfen und euch die Angst nehmen. Es wird die einzige Möglichkeit sein, die ihr habt, um wieder sorglos zu leben, verwehrt es nicht.“ Vlad richtete sich auf. „Auf bald, Mylord. Sichere Wege.“ Er drehte sich um und verließ Draynor. „Warum sollte ich es verwehren? Wenn es die einzige Möglichkeit ist, dann nutze ich sie auch! Koste es, was es wolle. Hauptsache, diesen Leuten, welche meine Familie ausrotten wollen, wird gezeigt, dass die Duwisibs stark sind und sich wehren,“ dachte Prysin, noch ehe er ebenfalls das Haus verließ, um im Garten zu spazieren.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Di Jun 10 2014, 22:19

Einige Tage vergingen, der Lord war weiterhin wachsam gewesen, bis ein Fremder ins Dorf kam. Er war dunkel gekleidet, sein Gesicht von einer Kapuze verdeckt, und machte sich sofort zum Herrenhaus auf. Die Vasallen von Prysin waren misstrauisch und versperrten dem Neuen den Weg. „Wer seid ihr? Was wollt ihr?“ – „Das hat euch nichts zu interessieren. Bringt mich zu eurem Lord!“ zischte der Vermummte den Wachen zu. Prysin war auf den Tumult aufmerksam geworden und ging zum Eingang. „Lasst ihn herein!“ befahl er barsch. Der Ring am Finger des Fremden verleitete ihn dazu, es war der Mann, welchen Vlad geschickt haben muss.
Der Fremde dankte dem Lord und folgte ihm dann in dessen Arbeitszimmer. „Ihr wollt Sicherheit? Schutz? Unsterblichkeit? Ihr sollt es bekommen,“ sprach er und zog sich langsam die Kapuze vom Kopf.  
Zum Vorschein kamen tiefliegende, dunkle Augen, welche von einem blassen Gesicht umrahmt wurden. Die dünnen, hellen Lippen verzogen sich zu einem kleinen Grinsen. „Ja, das will ich,“ nickte der Lord, doch seine Gedanken überschlugen sich. „Wer ist das? Ein Magier? Weshalb ist er so blass? Oder ist es gar ein Vampir? Wie kommt Vlad auf so jemanden?“ Der Fremde hatte wirklich den Anschein eines Vampirs und als er Prysins Zustimmung hörte, kam er diesem bedrohlich näher. Der Hausherr wich ein wenig zurück, doch da packte ihn der blasse Mann schon und zischte. „Ihr sollt euch nicht wehren! Es ist für eure Sicherheit.“ Denn Prysin versuchte sich loszureißen. „Was tut ihr?“ rief der Lord und kämpfte gegen den Fremden an. „Euch das bescheren, was ihr wolltet!“ bleckte dieser die Zähne.
Keuchend hielt der Duwisib inne. Eine Reihe schneeweißer Zähne war sichtbar geworden, doch das Erschreckende daran war, dass die Eckzähne so lang und spitz wie Nadeln waren. Der Vampir nutzte diesen Moment und stieß seine Zähne in den Hals Prysins. Dieser schlug um sich, konnte seinen Angreifer jedoch nicht loswerden und verspürte starke, brennende Schmerzen. Der Fremde saugte seinem Opfer das Blut aus den Adern, bis dieser immer schwächer und blässer wurde. Der Lord sackte langsam in sich zusammen und wurde nur noch von dem Vampir gehalten, welcher ihm die gesamte Lebensflüssigkeit bis auf den letzten Tropfen aus dem Körper zog. Die Diener des Lords hatten dessen Schmerzensschreie und seine Versuche sich zu wehren gehört und waren zu seinem Arbeitszimmer gelaufen, um ihm zu helfen. Aber die Türe war verschlossen und sie konnten nur besorgt davor warten.
Im Zimmer hatte der Vampir Prysin auf den Boden gelegt und ein kleines Messer hervor gezogen. Mit diesem schlitzte sich das Schattenwesen den Arm auf. Das Blut, welches daraus hervorquoll, flößte er dem Lord in den Mund. Langsam schluckte der Ausgesaugte die Flüssigkeit und nahm sie in seinen Blutkreislauf auf. Jedoch war es nicht viel, was er zu trinken bekommen hatte, und half nichts gegen seine Schwäche. Dadurch, dass sein Körper fast kein Blut mehr in sich hatte, konnte Prysin kaum denken und bekam nur verschwommen mit, dass der Vampir wieder seine Kapuze überzog und das Zimmer verließ. „Er braucht Ruhe. Bleibt aus dem Zimmer draußen!“ zischte der Vermummte den besorgten Vasallen zu und verschwand.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Sa Jun 14 2014, 18:06

Verunsichert sahen sich die Männer an und wollten gerade ihre Posten wieder einnehmen, als sie ein klagendes, leises Stöhnen aus dem Zimmer vernahmen. „Mylord! Was ist geschehen?“ Prysins Diener traten besorgt ein und einer kniete sich neben den blassen, blutverschmierten Körper des Lords. Zitternd vor Kälte lag dieser da und stammelte leise mit schmerzverzerrter Stimme. „Alles in Ordnung… nur ein… wenig kalt.“ Der Diener winkte die anderen zu sich. „Bringen wir ihn in sein Gemach…“ Vorsichtig hoben sie ihren Herren hoch und brachten ihn in sein Schlafzimmer, wo sie ihn sanft ins Bett legten und fest zudeckten, da er wohl stark fror und Schüttelfrot hatte.
Die Diener zogen sich zurück und begannen zu diskutieren. „Er hatte Male am Hals. Zwei kleine Punkte, und so blass wie er ist, kann es doch sein, dass dieser Fremde ein Vampir war?“ – „Und das Blut um seinen Mund?…“ – „Hört doch auf damit! Unser Lord wird uns schon sagen, was passiert ist.“ Sie konnten nicht verstehen, was passiert war, machten sich jedoch einen Plan, um sich um Prysin zu kümmern, ohne ihre Pflichten zu vernachlässigen. Der Lord lag bibbernd in seinem Bett und trotz der Decken war ihm immer noch kalt. Sein Puls war schwach und seine Augen glasig. Ruhelos lag er da und versuchte den brennenden Schmerz, der seinen Körper durchzog, zu ignorieren.
Dharock! Da stand er. Genau am Fußende von Prysins Bett. Dieser stieß einen Freudenschrei aus, welcher jedoch bald darauf zu einem Schreckensschrei wurde. Die Gestalt des Jungen wurde von etwas Dunklem gepackt und war plötzlich verschwunden. „Wo ist er? Was ist mit ihm? Was war das?“ dachte Prysin und lag schweißgebadet und zitternd in dem Bett. Die Vasallen hatten den Schrei gehört und sofort lief einer zu dem Hausherrn und sah nach dem Rechten. „Mylord! Es ist alles in Ordnung, beruhigt euch.“ Mit einem feuchten Tuch tupfte der Diener seinem Herrn die Stirn ab und sprach ihm beruhigend zu. Der Lord jedoch zitterte weiterhin. „Was wollt ihr alle? Könnt ihr mich nicht einmal in Ruhe lassen?! Ich durchschaue euch! Ihr wollt mich nur alle ermorden!“ stammelte er. Der Mann verließ schnell das Zimmer, er wollte nicht den Zorn des Kranken auf sich ziehen und Prysin war erneut alleine.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Di Jun 17 2014, 22:22

Ständig sah der Lord Gestalten, welche dann jedoch plötzlich verschwanden, oder schickte seine Vasallen fort, welche ihm helfen wollten. Das Essen lehnte der Kranke ab und ließ sich auch nur wenig zu trinken einflößen. Dennoch verspürte er immer einen Drang nach der Flüssigkeit des Lebens der Menschen, welcher aber noch nicht die Überhand gewann. So ging es drei Tage lang, bis seine Halluzinationen und die paranoiden Vorstellungen immer weniger wurden und bald vorbei waren. Auch war Prysin nicht mehr so kalt und auch das Zittern war bald vorbei. Aber dieser Durst wurde schlimmer. „Blut? Warum will ich so unbedingt Blut trinken?“ Verwirrt stand der Lord langsam auf und blickte in den Spiegel. Statt des runden, rosigen Gesichts mit den grünen, freundlichen Augen, welches sich darin spiegeln sollte, sah er jedoch nur schneeweiße, bleiche Haut, die sich über die Wangenknochen spannte. Auch die Augen waren nicht mehr dieselben. An der Stelle der grünen Pupillen waren nur noch zwei dunkle schwarze Flecken und die Augäpfel lagen nun auch tief in den Höhlen.
Langsam verstand Prysin seine Lage. Mit einem leichten Grinsen, welches eine Reihe weißer Zähne entblößte, blickte er sein Spiegelbild an. Die zwei langen Reißzähne an seinem Oberkiefer bestätigten seinen Verdacht. – Er war zu einem Vampir verwandelt worden. Sein Streben war nun erfüllt. Als Untoter konnte man ihn nur auf spezielle Art und Weise töten und so musste er keine Angst mehr haben getötet zu werden. Langsam ging der Lord aus seinem Zimmer, er musste wieder seine Pflichten aufnehmen. Doch als er auf dem Gang einen seiner Vasallen traf und dessen gleichmäßig schlagendes Herz vernahm, ergriff das Verlangen nach Blut die Oberhand. Ohne nachzudenken, packte Prysin den Mann und drückte ihn gegen die Wand. „Mylord. Bitte… Was?“ stammelte dieser überrascht und blickte seinen Herren verwirrt an. Prysin reagierte aber nicht darauf, sondern schlug durstig seine Zähne in das weiche Fleisch am Hals des Dieners. Dieser stand an die Wand gedrückt da und wusste nicht, wie ihm geschah. Ein stummer Schrei kam über seine Lippen und er spürte, wie ihm der Lord das Blut aus den Venen sog. Prysin schluckte die rote Flüssigkeit gierig hinab und löste sich langsam von seinem Opfer, als dieses nur noch schwach in seinen Armen hing.
„Mylord!“ ein anderer Diener hatte den Gang betreten und die Tat gesehen. Der Angesprochene fuhr herum. Da er gerade seinen Durst gestillt hatte, war der zweite Diener sicher vor einem Angriff. „Er wird Blut brauchen…“ murmelte Prysin und wischte sich die Spuren von seinem Mund. „Was habe ich getan? Meinen Diener angegriffen und ihn ausgesaugt…“ dachte er und blickte auf den geschwächten Mann, welcher an der Wand hinab gerutscht war.  Der andere blickte den Lord verängstigt an. „In… In Ordnung. Ich werde mich darum kümmern,“ stammelte er und ging zu seinem Kameraden, während der Lord weiter durch das Herrenhaus lief. Seine Vasallen, denen er begegnete, nickte er zu, doch diese wichen nur leicht verängstigt zurück. Dank des Bluts fühlte sich Prysin wieder ein wenig stärker.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Mo Jun 30 2014, 15:46

„Mylord! Sie haben Besuch. In ihrem Arbeitszimmer,“ traute sich ein Diener seinen Herrn anzusprechen. Dieser nickte und schlug den Weg dorthin ein. „Vlad. Schön euch zu sehen!“ sprach er seinen Freund an. „Es ist schön, euch zu sehen, Mylord. Anscheinend habt ihr es ja gut überstanden,“ antwortete Vlad. „Ihr habt wohl viele Fragen, nicht wahr? Ich werde euch so viel sagen wie möglich, doch zuerst habe ich etwas für euch.“ Der Großinquisitor stand auf und plötzlich löste sich ein wolkenartiges Wesen aus dem Schatten. Zwei gelbliche Augen starrten daraus hervor. Prysin schien wohl ein wenig verwirrt zu sein, denn Vlad begann zu erklären. „Eure Diener sind wohl ein wenig verängstigt, doch das ist verständlich. Entlasst sie, es wird besser sein. Ich habe euch Mortatius mitgebracht, welcher euch nun dienen wird.“ Prysin nickte. „Habt Dank.“ Er musterte das Wesen, dessen Augen ihn nun anblickten. Sie leuchteten kurz auf und es schien, als würde hinter den Wolken eine allzu bekannte Seele stecken. „Dharock?“ Doch das Wesen schüttelte den Kopf, was man an der Bewegung der Augen erkennen konnte. „Mein Name ist Mortatius und ich dienen Ihnen, Mylord,“ antwortete eine tiefe Stimme auf Prysins Frage.
Der Lord blickte mit misstrauisch hochgezogener Augenbraue zu Vlad. „Das ist Dharock! Was ist mit ihm?!“ zischte er ihn an. „Mylord! Das ist nicht euer Sohn. Es ist ein Geschenk meinerseits und ich würde es nie wagen, euch euren eigenen Sohn als Diener zu geben! Bitte, entschuldigt, aber ihr täuscht euch,“ antwortete Vlad sofort und versuchte, Prysin so zu überzeugen. Dass der Lord seinen Sohn erkannt hatte, überspielte er, denn der Duwisib hatte Recht. Es war sein Nachkomme, welcher verwandelt worden war. Doch Mortatius wusste nichts mehr von seiner Vergangenheit, sodass dieser Zauber verborgen blieb. Prysin beruhigte sich leicht und nickte dem Großinquisitor zu. „Habt Dank für dieses Geschenk. Doch nun habe ich mehrere Fragen an euch.“ Sein Gegenüber neigte den Kopf und beantwortete die Fragen so gut, wie er konnte. Nachdem die Neugier des Lords gestillt war, verabschiedete sich dessen Besuch wieder. „Ich hoffe, ich konnte euch helfen, Mylord. Auf bald und sichere Wege,“ meinte Vlad und verließ das Herrenhaus.
Die Diener hatte Prysin sofort danach zu sich gerufen und Mortatius war wieder mit den Schatten im Zimmer verschmolzen. „Ihr wisst, was heute geschehen ist. Ich will nicht, dass euch etwas passiert, dafür habt ihr mir alle zu gut gedient, und ich stelle es euch frei zu gehen oder mir weiter zu dienen. Solltet ihr alle gehen, seid unbesorgt, man hat mir einen, gegen mich geschützten Diener gegeben, welcher sich um mich kümmert,“ sprach der Lord und blickte auf seine zehn Männer. Die Angesprochenen schauten sich an und einige verließen sofort den Raum. Langsam, aber stetig folgten ihnen die anderen, bis nur noch der Diener da war, welcher Prysin am nächsten stand. „Entschuldigt mich, Mylord. Doch dies kann ich nicht tun,“ murmelte er und verließ mit gesenktem Kopf ebenfalls das Arbeitszimmer. Der Lord war nicht böse auf seine Vasallen, er hatte nach dem Geschehnis am Nachmittag schon so etwas erwartet. „Nun, hoffentlich schaffst du es, die Arbeit aller Diener zu übernehmen,“ meinte Prysin und blickte zu dem Wolkenwesen im Schatten, ehe er sich in seinen Ledersessel an dem großen Tisch setzte. „Natürlich, Mylord! Ich werde mich nun zurückziehen,“ sprach der neue Diener und verließ das Zimmer. Mit dem Kopf auf die Hände gestützt saß der Hausherr am Tisch. „Vlad meinte, ich werde nun öfter Blut trinken und seltener das Haus verlassen. Mortatius wird mir die Quellen zum Trinken bringen müssen.“ Der Lord lächelte zufrieden und machte sich an die Arbeit eines Lehensherrn.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Mi Jul 09 2014, 20:01

Einige Tage später verspürte Prysin erneut den Drang nach Blut. Er ließ Mortatius zu sich kommen. „Du wirst mir einen Bürger aus dem Dorf bringen. Ich muss wieder etwas trinken und brauche Blut. Jung und kräftig, das wäre jetzt das Beste. Schaffst du das?“ Abschätzend blickte der Lord das Wolkenwesen an. „Natürlich, mein Herr.“ Die dunkelgrauen Schwaden wurden kleiner, scheinbar verneigte sich Mortatius. „Nun geh schon, länger will ich nicht mehr warten!“ wurde der Diener angezischt und er verließ schleunigst das Zimmer. Wenn nun Dharock wiederkommen würde, könnte er seinen Vater nicht mehr wiedererkennen. Das blasse Gesicht mit den dünnen, blutleeren Lippen, welches die tief in den dunklen Höhlen liegenden Augen umrahmte, glich keineswegs dem Antlitz des früher so freundlichen und fröhlichen Lords. Sein Verhalten hatte sich ebenfalls gänzlich verändert. Der früher so kluge, nette und gerechte Mann war zu einem schreckenerregenden, bösen Schattenwesen geworden.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Do Jul 10 2014, 19:44

Als Mortatius wiederkam hatte er einen Mann von mittleren Alter bei sich. „Der Lord wird sehr erfreut über euren Besuch sein. Kommt, er wartet schon.“ Der Mann hatte die Geschichten der alten Diener aus dem Herrenhaus gehört, doch er glaubte es nicht und da er den Lord gerne hatte, wollte er es mit eigenen Augen sehen und war deshalb mit Mortatius mitgegangen. Der Besucher verneigte sich, als er zu Prysin ins Zimmer kam und war erschrocken über dessen böse blickenden Augen. „Mylord, es ist mir eine Ehre hier zu sein.“ Der Mann aus dem Dorf versuchte ein wenig zu lächeln und versuchte seine Unsicherheit zu überspielen, da der Lord ihm doch sehr ungeheuerlich war. „Schön, dass ihr gekommen seid. Sagt, wie geht es den Leuten im Dorf?“ Prysin stand auf und lehnte sich an die vordere Tischkante, um vor dem Mann zu stehen. Der Bürger hielt den Kopf gesenkt, er hatte Angst, dasselbe Schicksal zu erleiden wie der Diener, wenn er nun schlechte Nachrichten überbrachte. Doch er konnte den Lord nicht anlügen und begann zu erzählen.
„Mylord, bitte seid mir nicht böse, aber es geht uns nicht gut. Ihr habt euch verändert, das macht sich bemerkbar. Es ist einfach nicht mehr so wie früher… als… als sie noch anders waren.“ „Früher war alles besser also? Ja, das ist aber klar! Wie würdet ihre euch verhalten, wenn eure Familie gejagt und nacheinander ermordet wird?“ Prysin zischte ihn wütend an, bevor er begann hämisch zu lachen. „Es war ein Fehler von euch hier her zu kommen.“ Behändig sprang der Lord nach vorne und packte den Mann, drehte sich und drückte den Bürger auf den schweren Schreibtisch. Dieser versuchte sich loszureißen, schaffte es jedoch wegen der übernatürlichen Kraft Prysins nicht und blieb keuchend liegen. „Mylord, bitte lasst mich gehen! Ich habe euch nichts getan und meine Familie wartet auf mich!“ flehte er seinen Peiniger an. Doch der Mann bekam aber nur ein tiefes, beängstigendes Lachen als Antwort und schon hatte der Lord seine spitzen Eckzähne in die rosafarbene, weiche Haut am Hals seines Opfers gegraben. Der Bürger schrie und zappelte vor Schmerz, wollte sich losreißen, sich befreien, hatte aber keinen Erfolg. Je mehr Blut der Vampir aus dem Körper vor ihm saugte, desto schwächer wurde dessen Gegenwehr und Zappelei. Als der Mann nur noch regungslos auf dem Tisch lag, löste sich Prysin zufrieden von ihm. „Schaff ihn hier weg.“ Befahl er Mortatius, welcher dem Ganzen unbeeindruckt zugesehen hatte, und verließ zufrieden das Zimmer.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Mi Jul 16 2014, 21:35

Im Dorf waren die Bürger sehr verängstigt. Es waren nun schon mehrere Männer geholt worden und ausgesaugt zurückgekehrt. Einem hatte man nicht mehr helfen können und ihn erlöst, um ihn davor zu bewahren ein Guhl zu werden. Die Mütter ließen ihre Kinder nicht mehr alleine aus dem Haus und auch die Väter gingen nur noch in Gruppen umher. Mortatius hatte es immer schwerer dem Lord seine Opfer zu bringen und so musste er sich meist auf die Lauer legen, um eine gute Möglichkeit abzuwarten jemanden zu fassen. Wie durch Zufall kam eines Tages ein junger Bub an dem Diener vorbei. Dieser war wieder auf der Suche nach einem Opfer und überrascht, dass der Junge keine Begleitung mit sich hatte und anscheinend verbotenerweise auf Abenteuerreise war. „Ganz alleine unterwegs? Du weißt, dass es nicht gut ist oder? Die Straßen sind schon lange nicht mehr so sicher wie früher.“ Das Wolkenwesen trat aus dem Schatten hervor und betrachtete den Burschen. Dieser war zurückgezuckt und sah trotzig in die gelben Augen von Mortatius. „Ich habe keine Angst. Der Vampir saugt nur unsere Väter aus und im Dorf ist es langweilig. Die anderen hatten Angst und so bin ich ohne sie los. Außerdem glaube ich nicht, dass der Lord böse ist, er war sonst auch immer nett zu uns Kindern.“ Der trotzige Blick und der mutige Klang der Stimme des Kindes ließen Mortatius laut auflachen.
„Du hast also keine Angst? Nun gut, dann komm doch einfach mit.“ Meinte er hämisch. Nun wurde dem Jungen doch bange und er wollte weg von diesem halb Mensch und halb Wolkending, aber er konnte es nicht. Es war als hielte ihn eine unsichtbare Kraft fest. Der Bursche blickte zu Mortatius und als er dessen Augen sah, wusste der Junge, dass der Lord ein neues Opfer hatte. Der Diener lachte laut. Er wusste, dass sich das Kind, egal wie fest es sich wehrte, nie aus dem magischen Feld entkommen könne. Mortatius brachte seinen Fang ins Herrenhaus, wo schon der ungeduldige Lord wartete. Ohne lange zu warten ging Prysin, getrieben vom Blutdurst, auf den jungen Körper los und biss in den Hals des Jungen. Gierig sog er die rote Flüssigkeit heraus und stillte seinen Durst. Der Bub hatte den Lord angefleht, doch es hatte nichts gebracht, schwach hing er in den Armen seines Angreifers.
Dieser löste sich langsam von seinem Opfer und blickte es an. Erst jetzt bemerkte Prysin, dass er ein Kind in den Händen hielt. Erschrocken über sich selbst legte er den Jungen sanft auf dem Boden ab und wich zurück. „Mortatius… Was soll das? Das… Das ist ein Kind! Sag mir… Wie viele habe ich schon ausgesaugt? Wie viele mussten wegen mir leiden?“ bestürzt über seine Taten blickte er zu dem Schattenwesen. Dem Lord wurde nun erst bewusste, was für Auswirkungen seine Verwandlung, über die er zuerst so glücklich war, für das Dorf und die Bürger hatte. „Mylord, ungefähr ein Viertel des Dorfes. Sie leben alle in Schrecken und sind so wachsam wie noch nie…“ Prysin konnte kein Wort hervor bringen. „Ich muss es loswerden… Wie konnte ich es nur zu lassen? Was ist aus mir geworden? Ein Magier… Möglicherweise gibt es einen der mich von diesem Schrecken befreit. Meine Vasallen sollen nicht in Angst und Schrecken leben nur weil ich zu egoistisch war. Ich habe doch geschworen immer für mein Dorf einzustehen.“ Dachte er und nahm dann den Jungen vorsichtig hoch, der Kleine erinnerte ihn an Dharock und der Lord wollte ihm deshalb umso mehr helfen. Den Buben auf dem Arm verließ er das Herrenhaus und lief Richtung Dorf, um das Kind wieder zu seinen Eltern zu bringen.

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BeitragThema: Re: Lord Prysin, der I. von Duwisib   Sa Nov 15 2014, 23:01

Im Dorf angekommen, erwartete den Lord nur Stille. Alle Bürger waren in die Häuser geflüchtet, als sie ihn hatten nahen sehen. Hinter den Fenstern standen sie, verborgen von den Vorhängen und beobachtete den Mann, der sie so in Schrecken und Angst versetzte. Prysin blickte sich um und drückte den bewusstlosen Jungen schützend an seine Brust. Stille. Nichts. Niemand regte sich. Weder der Lord noch die Bewohner taten einen Mucks. Aber da öffnete sich plötzlich eine Tür und ein Mann trat heraus. Er blickte besorgt und ängstlich auf den jungen Körper in den Armen des Lords. „Was wollt ihr hier?“ fragte er und seine Stimme klang hart und unfreundlich trotz seiner Furcht. Prysin trat vorsichtig einen Schritt vor und hielt den Jungen so, dass man sein Gesicht sehen konnte. „Ich bin gekommen um mich zu entschuldigen. Und euch zugleich um etwas bitten. Außerdem, habe ich hier einen Jungen, welcher mir half zu erkennen was ich geworden bin. Seine Eltern mögen sich bitte zeigen. Er lebt, ist jedoch sehr schwach und ich möchte sie um Vergebung bitten.“ Sprach der Lord und blickte seinen Gegenüber an. In seinen Augen konnte man sehen, dass er die Wahrheit sprach und über sich selbst bestürzt war. „Wie sollen wir wissen, dass dies keine Falle ist, um euren Durst besser zu stillen? Ihr habt uns Angst und Schrecken bescherht. Ich selbst bin eines eurer Opfer geworden, was ihr wohl schon längst wieder vergessen habt und nun nehmt ihr euch auch noch meinen Sohn! Unser Vertrauen in euch ist schon lange aufgebraucht und euch vergeben ist schwer.“ Meinte der Mann säuerlich und winkte in die Richtung eines Hauses. Kurz darauf sprangen zwei weitere Bürger daraus hervor und stellten sich neben ihn. „Gebt uns meinen Jungen und wir werden weiter sehen!“ befahl der Sprecher des Dorfes und blickte den Lord warnend an. Dieser nickte und ging zu den Männern, um das Kind in ihre Arme zu übergeben. Kaum hatten die beiden den jungen Körper wichen sie zurück und brachten ihn schnell in ein Haus, um ihm dort zu helfen. „Nun zu euch. Kommt mit. Und versucht ja keinen Blödsinn, wir wissen wie wir uns gegen etwas wie euch verteidigen können!“ mahnte der Mann und ließ Prysin zu einer Scheune vorangehen. Dieser war traurig, dass durch ihn und seine Taten die Leute so misstrauisch geworden waren, konnte es aber verstehen und befolgte so folgsam die Anweisungen des Mannes, schließlich wollte er ja Frieden.

Es war dunkel in dem Holzverschlag, doch Prysins Augen hatten damit keine Schwierigkeiten, und so konnte er den Tisch mit Stühlen rundherum erkennen. In den Ecken waren dicke Lagen von Spinnweben und an den Wänden standen vier Männer, die ihm grimmig entgegenblickten. Kurz darauf hatten sich alle gesetzt und der Bürger, welcher den Lord hereingeführt hat, ergriff das Wort. „Ihr wolltet uns um etwas bitten? Ihr habt schon alles, was wollt ihr noch von uns?“ fragte er. Prysin blickte in der Runde umher und senkte dann seinen Blick. „Eure Hilfe und Unterstützung. Die Verwandlung war etwas Schlechtes und ich möchte euch, den Frauen und den Kindern keine Angst mehr einjagen. Ihr sollt mir helfen diesen Vampirismus loszuwerden, dafür werde ich versprechen keine Menschen mehr auszusaugen bis wir eine Lösung gefunden haben, außer sie kommen freiwillig ins Herrenhaus.“ Erklärte Prysin und fixierte den Wortführer mit seinen dunklen Augen. Dieser und die anderen Bürger waren wohl stark überrascht, denn sie tauschten mehrere Blicke aus ehe der Mann kurz schnaufte und den Lord anblickte. „Wir sind keine Magier, ich weiß nicht wie wir euch helfen können. Dennoch nehmen wir eure Bitte an.“ „Habt Dank. Ich werde euch bald wieder ein guter Herr sein.“ Bedankte sich Prysin und stand wieder auf. Die Männer erhoben sich ebenfalls und geleiteten ihn zum Dorfausgang. Es war klar, dass sie seinen Worten misstrauten.

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