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 "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa

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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Sa Mai 24 2014, 22:37

*öffnet sein Tagebuch und schreibt einen weiteren Eintrag hinein*

24.05.14

Die letzten Tage hatten ihre Höhen und Tiefen. Nizaro hat mir in den vergangenen Tagen einige Geschehnisse geliefert. Vorgestern griff er mich an, kurz nachdem er mich dabei beobachtet hatte, wie ich ein wenig mit meinem Schwert übte. Ich hatte Glück dass Jemand einschritt und Nizaro sich beruhigte.

Gestern, da überraschte er mich in der Taverne, sagte er hätte sein Gedächtnis teilweise wieder erlangt, wüsste auch von dem Gefallen den ich ihm noch schulden würde (danke, Vergangenheits-Ernesto). Er wollte, dass ich ihm alles, was in meinem Tagebuch über ihn drinn stehen würde, vorlese. Ich hatte leider keine Wahl, musste meine Privatsphäre zerstören und las ihm einfach alle Tagebuchpassagen vor, in denen Nizaro erwähnt wurde. Das gute an der ganzen Sache ist, dass er mich ab diesem Tag wohl in ruhe lässt, ich hoffe bloß dass das auch stimmt.

Es gibt noch eine gute Nachricht aus den letzten Tagen. Ariana und ich kamen uns ein wenig näher, wir erzählten uns an einem Abend von einander, auch wenn es nicht viel zu berichten gab, sie war noch jung, und ich hatte nur meine Erinnerungen der letzen paar Tage. Ariana konnte mir aber einige Sachen über sich erzählen, zum Beispiel das sie von der Insel Crandor stammt. Sie wollte nicht offen über ihre Vergangenheit reden, teilte mir die Sache mit Crandor sogar nur mithilfe eines Stück Papiers mit. Sie ist ein recht seltsames Mädchien.

Das waren auchschon alle guten Nachrichten. Die schlechte Nachricht jedoch ist, dass die Lanzburger mich eingesperrt haben. Feldmarschall Josef höchst persönlich hat mich einfach auf der Straße aufgesammelt wegen eines Haftbefehls. Ich wagte es garnicht erst Widerstand zu leisten, dachte mir das würde meine Strafe nur verschlimmern, die Lanzburger waren sowieso in der Überzahl und hatten mich bereits umzingelt.

Ich wurde zum Schloss gebracht und in eine Zelle auf dem Dach gesperrt. Ich war so sauer auf Josef, die Maskerade war immerhin seine Idee. Aber ich nahm es ihm nicht allzu übel, er hatte seine Befehle von General Heave und Befehle muss man nunmal befolgen. Josef versprach mir jedoch, alles zu versuchen, um die Strafe die mir bevor stehen würde zu mindern, ich hoffe er hat Erfolg dabei.

Jetzt sitze ich hier in meiner Zelle, habe wenigstens etwas zu essen und zu trinken bekommen und warte einfach die Zeit ab.

ich schließe meinen Eintrag. Bis bald, Tagebuch.

gezeichnet,
Ernesto

*schließt sein Tagebuch und steckt es ein*
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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   So Mai 25 2014, 20:48

*schlägt sein Tagebuch auf und fängt einen neuen Eintrag an*

25.05.14

Die Freiheit ist schön, doch hat sie ihren Preis. Rastos von Eisenherz, einer der Lanzburger und der jenige, der mich damals als aller erster erkannte. Er lies mich heute aus meiner Zelle, ich weiß nicht wieso. Gemeinsam schmiedeten wir einen Plan, ich sollte wieder eine falsche Identität annehmen, ich hatte zusätzlich noch die Idee, mich bei den Lanzburgern einzuschleichen, auf diese Weise würde ich nichtnur meine Schuld die ich bei den Lanzburgern habe begleichen (ohne das sie es wissen), sonder auchnoch meinen Körper stärken.

Nun bin ich also der neue Rekrut Ulrich, mein Aussehen ist komplett anders, das Kinn glatt rasiert, die Haare geschnitten und umgefärbt um selbst die kleinste Ähnlichkeit mit meinem früheren Ich auszumerzen. Meine Kleider habe ich gegen die LAnzburger Uniform eingetauscht.

Allein heute gab es viel Arbeit für mich. Zu aller erst gingen Rastos und ich auf das Palastdach, er wollte meine Fähigkeiten prüfen, dabei stellte ich mich als ein relativ fähiger Soldat heraus. Danach hielt ich für einige Zeit wache, bis wir auf dem Dach zusammen gerufen wurden. Es wurden Aufgaben für die Organisation einer kleinen Feier verteilt. Ich und eine Rekrutin sollten Tische und Stühle aus dem Lager holen und sie auf das Dach des Palastes tragen. Sie überlies mir dabei die schwereren Tische, die ich allein durch die Stadt und die Treppen herauf schleppen durfte. Nachdem das getan war gab es zuerst ein kleines Training, immer Zwei Soldaten sollten gegeneinander Kämpfen.

Nach dem Training hatten wir vorerst Frei bis 18 Uhr, dann fanden wir uns alle zu einer Gedenkfeier an den verstorbenen General Lanzburg und dessen Feldmarschall Hans ein. Es war eine recht ruhige Feier. Nachdem einige Leute kleinere Reden gehalten und jeder eine Rose bei den Bildern der beiden niedergelegt hatte wurde die Feier unterbrochen, uns wurde berichtet dass die Klingen auf dem Weg zum Palast sein.

wir begaben uns rasch nach unten, nahmen unsere Positionen ein und warteten. Alle waren angespannt, keiner wusste ob er diesen tag überleben würde. Nach einer gefühlten Ewigkeit jedoch die Erleichterung, keine Klingen, nur eine Fehlmeldung. Ich war so froh, hatte selber sogar Zweifel gehabt ob ich diesen Tag überleben würde.

Ich finde das war genug Aufregung für einen Tag, Tagebuch.
Bis bald.

gezeichnet, Ernesto

*klappt sein Tagebuch zu und legt es beiseite*
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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Mo Mai 26 2014, 21:55

*blättert in seinem Tagebuch zur letzten unbeschriebenen Seite und schreibt einen neuen Eintrag*

26.05.14

Heute... wurde die Lanzburgarmee so gut wie ausgelöscht. Als ich mich zum Palast begabt um Wache zu halten, war noch alles ruhig. Nach eine Weile tauchte Rastos auf und kurz nach seinem Erscheinen ging die Tür zum Trohnsaal auf und ich sah, wie General Adalio und Feldmarschall Josef abgeführt wurden. Ich wusste nicht was, stellte Fragen, die nie beantwortet wurden. Rastos und ich wurden in den Thronsaal gebeten, der König saß auf seinem Trohn, neben ihm ein Mann in Rüstung, ich kannte ihn nicht, womöglich ein hochrangiger General.

Ihnen gegenüber, in Reihe und Glied, standen die restlichen Lanzburger. wir zwei reihten uns ein und der Mann ergriff das Wort. Er berichtete davon, dass die Lanzburger das Königreich verraten hätten, ich wusste dass das nicht stimmt. Er bot uns an, die Lanzburger Uniform abzulegen, und ungestraft gehen zu können. Die, die ihrem Heer treu blieben, würden geächtet werden.

Ich war besorgt um Josef, was würde mit ihm geschehen? lebenslanger Kerker? Execution? ich wusste es nicht, doch eins wusste ich, die Lanzburger waren am Ende. Ich nahm das Angebot an, verlies den Raum und auch den Palast und legte meine Uniform ab. Rekrut Ulrich war damit ebenfalls Geschichte. Ich rätsele noch was die anderen Lanzburger nun tuen wollen, die Armee verlassen und eigene Wege gehen? Ihren Kameraden treu bleiben und Pläne schmieden? Wer weiß...

Meine ganzen Pläne wurden wiedereinmal zerstört, ich wollte meine Schuld bei den Lanzburgern begleichen, doch kann ich das nun nicht mehr, aber vielleicht gibt es noch einen Weg. Auch weiß ich nicht, ob das Königreich und die Lanzburger meinen Betrug der aufgeflogen ist nun aus den Augen verloren haben, ob ich mich wieder sorgenfrei zeigen kann. Wer weiß...

Die einzig gute Sache die mir heute widerfahren ist ist, dass ich Eradan traff, als ich in der Taverne war. Der Eradan, der mich damals wohl schon trainiert hatte, wenn auch eher erfolglos. Ich bat ihn mich wieder zu trainieren, vielleicht habe ich bei ihm eine Chance stärker zu werden. Er sagte er würde es sich überlegen, Gott, ich hoffe er willigt ein. Und außerdem hoffe ich dass das Training bei ihm nicht so schlimm wird wie mein Vergangenheits-Ich es beschrieben hatte.

Ich habe Hoffnungen und auch Fragen, ob sie sich erfüllen oder beantworten lassen, dass wird sich zeigen.

Bis bald, Tagebuch.

gezeichnet,
Ernesto

*schließt sein Tagebuch und legt es beiseite*
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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Mi Mai 28 2014, 22:08

*schlägt sein Tagebuch auf und schreibt einen weiteren Eintrag*

28.05.14

Einiges ist Heute wiedermal passiert. Zu aller erst wurde ich heute von einem Mann in der Taverne angesprochen. Er war vermumt, aber an seiner Stimme erkannte ich, dass es Rastos war. Er wollte mich wieder zu den Lanzburgern bringen, doch ich weigerte mich, er konnte mich zu nichts mehr zwingen, ich hatte meine Entscheidung gefällt. Er verwand und ich hatte meine Ruhe.

Nach einer Weile entschloss ich mich zum Fluss zu gehen, vielleicht treffe ich auf Ariana, dachte ich mir. Wie erwartet fand ich sie am Ufer sitzend vor, zusammen mit einigen Personen, die ich vorher noch nicht gesehen hatte. Ich setzte mich zuerst auf einen Stein in der Nähe, beobachtete und genoss die Ruhe.

Ariana kam kurz darauf zu mir, mit zwei Dolchen in den Händen, den beiden Kristalldolchen, von denen sie mir einen gegeben hatte. Ich war verwirrt, kramte in meiner Tasche. Er war weg, sie hatte ihn mir gestohlen. Aber sie entschuldigte sich dafür, sie wollte den Dolch eben wieder zurück haben. Ihr tat es sogar so leid, dass sie ihn mir reichte.

Ein Mann, der vorhin ein Stück von Ariana entfernt am Ufer saß, mischte sich ein, sagte, dass der Dolch nichts für Fremde wäre. Ich stimmte dem Mann zu, der Dolch gehörte mir nicht, er war Arianas Eigentum und ein Erbstück ihrer Mutter. Sie war dankbar als ich ihr den Dolch lies, auch wenn sie immernoch recht niedergeschlagen wirkte.

Der Mann entpuppte sich als Arianas Onkel, er schien recht sturköpfig, was sich auch zeigte. Er und Ariana gerieten in einen Streit, schriehen sich an. Er war plötzlich total aggresiv, ich stellte mich ihm entgegen, wollte Ariana beschützen.

Die arme war völlig fertig und lief davon, nach ein paar kurzen Worten an ihren Onkel gerichtet, lief ich ihr nach. Ich fand sie kurz darauf zusammen gekauert hinter der Saradomin-Statue Nordöstlich von Varrock. Ich setzte mich zu ihr, konnte ganz genau hören dass sie weinte. Ich versuchte sie aufzumuntern, die Taten und die Art, die ihr Onkel an den Tag legte, zu rechtfertigen. Ich sagte ihr, dass er nur so streng und stur sei, weil er sie lieben und beschützen würde. Ich konnte es selber irgendwie nachvollziehen, Liebe macht blind.

Ihr Onkel hatte sie mitgenommen und ist geflüchtet, hat dabei den Rest der Familie sterben lassen, warum? aus Liebe zu Ariana. Er ist streng, nimmt jeden Trainingskampf mit ihr todernst, warum? weil er will dass sie sich selbst verteidigen kann, den Ernst des Lebens kennen lernt. Ich hatte Erfolg, ich konnte die kleine Elfin aufmuntern. Ich bot ihr an, einen Tee trinken zu gehen, sie willigte ein.

Die Taverne war recht voll als wir dort ankamen, sie setzte sich an einen Tisch und ich holte uns zwei Tassen Tee. Wir schwiegen die meiste Zeit wärend wir den Tee genossen. Als es dann doch ein wenig zu ungemütlich wurde, verließen wir die Taverne und begaben uns an den Fluss. Wir setzten uns ans Ufer und genossen wieder einmal die Ruhe.

Sie wollte sich wieder bei mir entschuldigen, ich lehnte es aber immer ab, es gab nichts wofür sie sich entschuldigen musste. Der Tag war von da an recht ruhig.

Ich sitze grade wiedermal in der Taverne, schreibe in mein Tagebuch und gleich gehe ich zu Bett. Bis bald.

gezeichnet,
Ernesto

*klappt sein Buch zu und steckt es weg*


_____________________
"Was soll man sagen der einzig wahre Pedobär"
-Earendil Brethil

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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Do Mai 29 2014, 23:04

*blättert in seinem Tagebuch auf die letzte Seite und schreibt einen neuen Eintrag*

29.05.14

Heute ist wieder eine ganze Menge geschehen. Zu aller erst wollte ich heute mein tägliches Training absolvieren, als ich Ariana sah, wie sie am Fluss saß, wie immer eigentlich. zum Spaß schlich ich mich an sie heran und erschreckte sie kurz.

Wir kamen ins Plaudern, ich erwähnte mein Training, was ich gerade noch machen wollte. Sie schlug vor, mit mir einen Trainingskampf zu machen, ich willigte ein. Dieser Kampf war anders als der aller erste gegen sie, sie hatte ganz andere Ausrüstung, zwei Schwerter, eine Rüstung, alles "Geschenke" von ihrem Onkel als wieder gut Machung. Der Kampf endete jedenfalls damit, dass ich Ariana ihre eigenen Dolche an die Kehle drückte.

Kurz darauf tauchte Rastos auf, belästigte mich, wollte dass ich mit ihm komme. Ich hatte mit ihm und den Lanzburgern abgeschlossen, doch er war so stur und die Diskusion eskalierte fast schon. Talon kam kurz darauf auch, er und Rastos schienen befreundet.

Nach einigen Minuten voller zielloser Diskusionen ging ich wütend. Ich wollte einfach bloß weg, Talon verfolgte mich aber. Nach einiger Zeit blieb ich stehen und wir kamen wieder zu einer Diskusion, nicht über die Lanzburger, sondern über Ariana. Er war total aggresiv, mochte es nicht dass ich mit ihr Zeit verbringen würde. Er behauptete sogar ich würde sie ausnutzen wollen, das hinter dieser Freundschaft mehr stecken würde. Ich versuchte ihm klar zu machen, das Ariana und ich nur Freunde sind, ich wollte ihn beruhigen.

Er ging sogar so weit, dass er seinen Säbel zog und mich töten wollte, nur wegen so einer unbedeutenden Sache. Ich hatte Glück das Jemand kam und diesen Jungen in Zaum hielt. Der Junge verschwand kurz darauf und ich und der Fremde kamen ins Gespräch. Er war einer derjenigen, die mich von früher zu kennen schienen. Ich erklärte ihm die ganze Situation, mit Talon, mit Ariana.
Nach einiger Zeit verabschiedete ich mich auch von ihm.

Ich entschied mich dazu, wieder zum Fluss zu gehen. Dort traff ich, wie erwartet, wieder auf Ariana. Ich erzählte ihr von dem Vorfall mit Talon, sie hatte genauso wenig Verständnis für sein Verhalten wie ich. Sie wurde gerade zu zornig, so wie ich sie bisher noch nie erlebt hatte. Sie wollte den Jungen ihre Meinung sagen, dass er sich nicht in ihr Leben einmischen solle, ich war der selben Meinung.

Nachdem ich mich wiedermal verabschiedete schlenderte ich eine Weile durch die Stadt. Schließlich traf ich auf Nizaro in der Taverne. Wir zwei kamen ins Plaudern, es war aber ein recht kurzes Gespräch. Nachdem auch das vorbei war, entschloss ich mich zu einem Spaziergang in der Natur. Ich wanderte ein wenig nördlich von Varrock, bis ich bei der Taverne nordöstlich von Varrock ankam und sie betrat.

Dort traf ich auf Ariana, in begleitung eines mir unbekannten. Ich setze mich zu den beiden, wir kamen wieder ins Gespräch. Die beiden warteten auf Talon, wollten mit ihm über die Sache von vorhin wohl reden. Unsere Gesprächsrunde war recht schleppend, die meiste Zeit schweigten wir, nur hin und wieder sagte jemand etwas.

Ariana kam nach einer Weile auf unsere Trainingskämpfe zu sprechen. Wir stichelten uns gewisser maßen gegenseitig an und so kam es, das wir einen weiteren Kampf austrugen. Diesen Kampf gewann wieder ich, aber auch nur, weil ich flink und beweglich war und somit all ihren Angriffen (bis auf einen) ausweichen oder abwehren konnte. Am Ende war sie total erschöpft und gab auf. Sie war so fix und fertig, dass sie nurnoch einzelne Wörter sagen konnte wärend sie nach Luft schnappte. Ich riet ihr sich auszuruhen, bevor ich mich wieder verabschiedete und ging.

Ich schländerte erneut durch die Straßen, wurde plötzlich von einem Mann angehalten. Er musterte mich, fragte mich nach meinem Namen und schlieslich, umarmte er mich mit einem Lächeln. Er schien glücklich mich wieder zusehen, er war ebenfalls jemand aus meiner Vergangenheit. Er lud mich zu einem Tee ein und führte mich zum Palast.

Wir betraten den Innenhof mit dem kleinen Baum in der Mitte und kamen kurz darauf bei einer Tasse Tee ins Gespräch. Ich erzählte ihm von meinem Gedächtnisverlust, er erzählte mir Dinge aus meiner Vergangenheit. Da er mir vorhin auch die Frage gestellt hatte, ob ich in einem Templerorden gewesen sei, wusste ich bereits wer er war, Earendil, der oberste Templer. Er erzählte mir auch einige Sachen über den Templerorden, auch über Eradan, welchen ich bereits vor einigen Tagen getroffen hatte.

Als wir auf Eradan zu sprechen kamen, erwähnte ich außerdem, dass ich das Training bei ihm wieder aufnehmen wollte. Earendil bot mir an, dem Militär beizutreten, weil ich dort ebenfalls eine gute Ausbilding bekommen könnte. Ich sagte ich würde es mir überlegen. Kurz darauf musste Earendil wieder los, wir verabschiedeten uns also voneinander und ich verließ den Palast.

Nach kurzer Zeit traf ich auf Eradan, der mich trainieren wollte, ich war recht erstaunt darüber. Er sagte ich solle mir etwas passendes anziehen und teilte mir auch einen Treffpunkt für das Training mit.

wenige Minuten später war es dann soweit, das erste Training. Es war vielmehr eine art Aufnahme Prüfung, Eradan stellte mir einige Fragen, wir machten auch einige praktische Übungen in Form von zwei Kämpfen. beim ersten sollte ich ihn angreifen, er beschrieb meim Können als "besser als Schlecht", was wohl mies war.

beim zweiten Kampf griff er mich an, gnadenlos. Er trieb mich in die Enge, ich stand mit dem Rücken an einem Baum, und attackierte mich mit mehreren Schwerthieben. Ich konnte alle kontern, bis er mich an der Hüfte traf und ich abgelenkt war durch den Schmerz. er verpasste mir kurz darauf einen Schlag ins Gesicht und ich sank benommen zu Boden. Ich schätze das war nur ein Vorgeschmack auf das, was mich erwarten wird.

Eradan machte mir daraufhin Anweisungen, eine strikte Ernährung, bestehend nur aus Gerstenbrei, Brot und Eiern. Bei Getränken hatte ich so gesehn keine Einschränkungen, Wasser (was ich sowieso trinke), Wein (welchen ich garnicht trinke bisher) und Tee, welchen ich bisher am häufigsten getrunken habe. Er gab mir auch eine Aufgabe, eine Art Test. ich sollte nach Falador gehen und dort aus dem Teich im Park einen Stein holen, klang recht seltsam finde ich, hat vielleicht auch etwas mit Meiner Vergangenheit zutun.

Nachdem alles geklärt war verabschiedeten wir uns voneinander. Ich war froh das dieser Tag vorrüber war, genug gekämpft für einen Tag, genug erlebt, genug trainiert. Ich freue mich schon auf einen erholsamen Schlaf heute nacht.

Bis Bald, Tagebuch.

gezeichnet,
Ernesto

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Di Jun 03 2014, 22:41

*schlägt sein Tagebuch auf und beginnt einen weiteren Eintrag*

03.06.14

Heute war ein außerordentlich schöner Tag. Seit fast einer Woche habe ich nun schon versucht, zum König zu gelangen, um meinen rechtmäßigen Besitz, die Taverne zum blauen Mond, in Anspruch zu nehmen. Heute, nach so vielen vergeblichen und frustrierenden Versuchen, um eine Audienz bei ihm zu bitten, habte ich es geschafft. Ich wurde in den Palast geführt, dieser Moment war so überwältigend schön, ich konnte kaum aufhören zu lächeln.

Dann stand ich ihm gegenüber, Link Aldorin, dem Herrscher Misthalins. Ich verneigte mich tief vor ihm, um eine Ehrfurcht zu demonstrieren. Es war ein recht kurzes Gespräch, Link war bereits über mein Anliegen informiert. Nachdem ich meine Besitzurkunde hervor gezogen und erklärt hatte, dass ich der rechtmäßige Besitzer der Taverne sei, stimmte er mir ohne zu zögern zu. Ich wusste, das einzige was mir jetzt noch im Weg stehen würde, war Tibus.

Ich verabschiedete mich von ihrer Majestät und begab mich an die Stelle des Lums, wo sich normalerweise Ariana immer aufhielt. Ich wollte ihr diese Neuigkeiten als aller erstes überbringen. Wie von mir erwartet fand ich sie dort vor, zusammen mit Talon. Ich war verwundert, denn eigentlich wollte sie ihn gar nicht mehr treffen, sagte sie mir zumindest damals in der Taverne.

Talon sah mich und winkte mich kurz darauf zu sich. Ich war noch ein wenig misstrauisch ihm gegenüber, setzte mich aber trotzdem zu den beiden. Der Junge wollte sich bei mir entschuldigen und hielt mit die Hand hin. Es tat ihm wohl wirklich leid, was er in der Vergangenheit mir gegenüber getan hatte. Talon und auch Ariana schienen irgendwie erwachsen geworden zu sein, sie waren nichtmehr die Kinder, welche sie bei unserer ersten Begegnung waren, sie waren junge Erwachsene.

Ich konnte Talon verzeihen und schüttelte ihm freundschaftlich die Hand. So saßen wir also wiedermal am Flussufer, es herrschte Frieden zwischen und dreien und Stille umgab uns, doch das war nur von kurzer Dauer. Zwei Gestalten gesellten sich zu uns, Nizaro war die eine und die andere war Jemand, den ich seit einer ganzen Weile nicht mehr gesehen hatte. Es war dieser mysteriöse Herr von damals, der Talon angeblich fast ertränkt haben soll und den ich davon abgehalten hatte, einen Mann zu töten.

Die beiden störten die Ruhe, kurze Zeit später waren Talon und Nizaro durch den Fremden im Wasser gelandet (oder hatten sich viel mehr freiwillig hinein gestürzt). Mir erschloss sich der Grund für das Verhalten dieses Kerls einfach nicht, er wirkte unberechenbar. Kurz darauf tauchte Uriel (der Mann aus der Taverne und anscheinend ein Freund von Talon) mit Talon im Schlepptau auf und fragte den Mysteriösen über seine Beweggründe aus. Dieser jedoch, schien dem Gespräch aus dem Weg zu gehen.

Nachdem diese Diskusion mehrere Minuten ohne Ergebnis weiter ging, entschloss ich mich dazu, zu gehen. Ich schlich durch die bereits dunklen Gassen Varrocks und war auf dem Weg zur Taverne. In dem Moment als ich die Tür durchschritt kamen wieder meine fröhlichen Gedanken zum Vorschein. Ich war einfach nur froh dass ich die Taverne wieder in meinem Besitz hatte.

Doch das Glück war nicht ganz auf meiner Seite. In der Taverne traf ich auch Barum (ein wahrlich seltsamer Name, aber er konnte nichts für ihn), der wohl ein Freund und Geschäftspartner von Tibus war. Wir kamen ins Gespräch über die Taverne. Er behauptetete Felsen fest, dass die Taverne immernoch ihm gehören würde, ihm war das Wort des Königs und die Besitzurkunde egal.

Als sich unsere hitzige Diskusion allmälich abgekühlt hatte und es so aussah, als hätten wir bereits einen Kompromiss gefunden, tauchte Tibus auf. Auch er war der Meinung das die Urkunde wertlos sei, wollte meinen Worten keinen Glauben schenken. Beide bestanden nun auf eine schriftliche Beglaubigung des Königs höchstpersönlich.

Tja, nun darf ich wohl wieder Tagelang nach dem König fragen. Diese beiden haben mir meine ausgezeichnete Laune wahrhaftig vermiest.

Nunja, ich schließe meinen Eintrag wieder, Tagebuch. Bis Bald.

gezeichnet,
Ernesto

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Do Jun 05 2014, 06:42

*öffnet sein Tagebuch und schreibt einen neuen Eintrag hinein*

04.06.14
Heute ist es offiziel, die Taverne "zum blauen Mond" gehört mir. Ich hatte mir einen sehr günstigen Moment ausgesucht, um nach dem König zu fragen. Der gute Wirzba war so freundlich, für mich um eine weitere Audienz zu bitten. Wärend ich vor dem Eingang des Gebäudes wartete, gesellte sich ein edel gekleideter Herr zu mir, er kannte mich ebenfalls von damals. Er fragte mich über die Taverne aus, ich erwiderte das Tibus und Barum stur wären und unbedingt auf eine schriftliche Beglaubigung bestehen würden.

Der edel gekleidete begab sich ebenfalls zum König, nachdem er hinter dem Türrahmen verschwand tauchte Wirzba wieder am selbigen auf. Link genehmigte die Audienz und ich wurde zum Thronsaal geleitet, ich war so überglücklich.

Nach einer kurzen Begrüßung zückte der Elf sogleich Stift und Papier und begann zu schreiben. Plötzlich bemerkte ich, dass sich Barum dierekt nach mir in den Thronsaal beschlichen hatte, er wollte wohl mit dem König über sein Urteil reden. Der edel gekleidete Herr, der mich in dieser Angelegenheit sehr stark unterstützte, verteidigte das Urteil des König eisern, doch Barum lies sich nicht abwimmeln von seinen Worten.

Einige Minuten nachdem er zu schreiben begonnen hatte, bat Link um ruhe und begann, sein geschriebenes vorzulesen. Wir alle drei waren Zeuge davon und ich war mehr als zufrieden. Er verkündete, dass meine Besitzurkunde anerkannt und gültig sei und damit ich der rechtmäßige Besitzer sei. Barum war erzürnt, wünschte der Majestät nurnoch den Tod und verlies den Thronsaal.

Nachdem ich mich ausgiebig verabschiedet hatte machte ich mich auf dem Weg zur Taverne. Hier wird sich so einiges ändern, Tagebuch, das schwöre ich.

Ich schließe meinen Eintrag nun wieder, bis bald.

gezeichnet,
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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Sa Jun 07 2014, 23:31

*schlägt sein Tagebuch auf und schreibt einen weiteren Eintrag*

07.06.14
Seit zwei Tagen ist die Taverne nun schon unter meiner Kontrolle. Gestern war ein sehr lukrativer Tag, das Haus war voll. Ich habe auch bereits einen Angestellten, Nizaro, welcher mir sein Können als Koch unter Beweis gestellt hatte und auch als Bedienung fungiert.

Wie dem auch sei, heute war kein so schöner Tag. Nichtnur, dass heute recht wenig Kundschaft da war, nein, es gab auch einen sehr frustrierenden Vorfall. Rastos hatte sich bei mir um eine Stelle als Bedienung beworben, ich stellte ihn zwar ein, aber ich hatte trotzdem ein ungutes Gefühl bei ihm, welches sich auch bestätigte. Ein Gast hatte seine Bestellung mit einem Diamanten bezahlt, Rastos nahm diesen entgegen.

Ich und Nizaro scharten uns um ihn, diskutierten ein wenig darum, wieviel er wert sein könnte. Als ich Rastos darum bat, mir den Diamanten auszuhändigen, zeigte sich seine schlechte Seite. Er weigerte sich, bis er schließlich auchnoch mit dem Diamanten aus der Taverne rannte. Ich war in diesem Moment einfach nur sauer, Nizaro ebenfalls.

Der Gast, der den Diamanten an Rastos ausgehändigt hatte, sprang kurz danach auf und lief ihm nach, warum auch immer er dass für uns tat. Rastos kam wenig später einfach zurück, dierekt hinter ihm unser Gast, zu dritt überwältigten wir diesen Bastard.

Schlussendlich lag er bewusstlos, leicht verletz und gefesselt am Boden. Kurz darauf tauchte Elavan auf und erkundigte sich nach der Situation, ich und Nizaro erklärten ihm, dass Rastos ein Dieb sei. Elavan zögerte nicht und nahm den ehemaligen Lanzburger sogleich mit, wir beide folgten ihm natürlich. Rastos wurde in die Zelle auf dem Palastdach gebracht und auch sogleich, nachdem er wieder zu Bewusstsein kam, verhört.

Er weigerte sich uns zu sagen, wo der Diamant sei, doch nach einigen Drohungen seitens Elavans, fing er an zu singen und um Gnade zu flehen. Er stammelte darüber, dass der Diamant in Lumbridge sei, schwer vorstellbar, dass Rastos innerhalb weniger Minuten bis nach Lumbridge laufen, den Diamanten sicher verstecken und auch wieder zurück nach Varrock gelangen konnte. Ich fragte mich außerdem warum er so dumm war, wieder zu uns zu kommen, er war entweder nicht ganz bei Sinnen oder sein Verstand war einfach nicht sehr hoch. Vielleicht waren es auch beide Möglichkeiten.

Wie dem auch sei. Elavan machte den Vorschlag, den Lanzburger in der Zelle zu lassen und es morgen wieder zu versuchen. Ich begrüßte diesen Vorschlag und machte mich zusammen mit Nizaro wieder auf den Weg zurück zur Taverne. Für einen Tag waren das genug Erlebnisse.

Ich schließe meinen Eintrag wieder. Auf bald, Tagebuch.

gezeichnet,
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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Fr Nov 21 2014, 23:23

*kramt sein Tagebuch hervor und wischt die Staubschicht auf dem Einband dessen weg, anschließend schlägt er es auf und blättert, auf der letzten unbeschriebenen Seite fängt er einen neuen Eintrag an*


19.11.14
Wie lange ist es nun schon her seit ich zum letzten mal ein paar Zeilen in dich geschrieben habe, liebes Tagebuch? Ein halbes Jahr wie mir scheint. Ich habe dich ganz schön vernachlässigt. Vielleicht sollte ich dir erzählen, was ich alles erlebt habe während du in meiner Tasche vor dich hin vegitiert hast... Wo soll ich bloß anfangen?

Vielleicht dort wo ich aufgehört habe. Vor mehreren Monaten bin ich zu einer größeren Reise aufgebrochen und die Taverne Nizaros Obhut überlassen, von all dem was ich gehört habe soll er seine Arbeit wirklich ausgezeichnet machen. Sinn und Zweck dieser Reise war es, neue Dinge für die Taverne zu finden, Güter und Geschäftspartner, Lieferanten aus aller Herren Länder. Doch, wie soll ich sagen... Ich habe mich treiben lassen. Habe mich vom Luxus verführen lassen und meine Reise ein wenig... ausgedehnt.

Als ich vor einigen Wochen nach einer Reise quer durch ganz Gielinor in Ardougne halt gemacht hatte zog es mich gerade zu magisch weg von der Stadt aufs Land. Ein seltsames Gefühl hatte mich zu einem Herrenhaus fern ab der Stadt geführt. Die Dame des Hauses entpuppte sich als niemand geringeres... als meine Mutter. Ich war wirklich erstaunt dass ich sie nocheinmal wiedersehen würde.

Ich verbrachte einige Tage bei ihr, sie war so einsam ohne Vater, und leistete ihr Gesellschaft. Die meiste Zeit saßen wir vor dem lodernden Kamin und redeten. Mutter wirkte wie ein psychisches Wrack auf mich, sie ertränkte ihre Gefühle meistens in Wein. Es war herzzereißend sie so zu sehn. Andererseits war es auch seltsam sich mit ihr über so viele private Dinge zu unterhalten, obwohl sie für mich nun nicht mehr als eine Fremde war, ohne meine Erinnerungen an sie. Wirklich ein seltsames Gefühl was man nur verstehen kann, wenn man es selber erlebt.

Während meines Aufenthaltes in meinem Elternhaus stieß ich auch au eine Truhe, auf der sich der Staub der Jahre niedergelassen hatte. Mutter erzählte mir was es mit der Truhe auf sich hatte. Es war das Gold, welches Vater mir in seinem Testament vermacht hatte. Ich erinnerte mich an den Tagebucheintrag, ich hatte damals die Truhe hier gelassen. Da kam mir eine Idee. Ich werde einen Teil dieses Goldes Nizaro als Geschenk überreichen, als Dank für das Hüten meines Heiligtums. Den Rest... Nun ich weiß noch nicht was ich damit tun werde, vermutlich einfach in die Taverne investieren.

Dies war nur eines meiner vielen Erlebnise bisher. Während meiner Reise habe ich nichtnur Geschäfte betrieben und mich nach jedem einzelnen auf den Lorbeeren ausgeruht, nein. Ich habe mir auch ein paar Gedanken über die Zukunft gemacht.

Aber darüber werde ich dir wahrscheinlich ein andern mal berichten. Bis Bald, Tagebuch, auf das du niemals mehr verstauben mögest.

gezeichnet,
Ernesto

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Sa Nov 22 2014, 21:42

*schlägt sein Tagebuch wiedereinmal auf, blättert zur letzten unbeschriebenen Seite und fängt an, zu schreiben*

Heute ist nichts außergewöhnliches vorgefallen. Habe ein paar Spaziergänge getätigt und mich mit einigen Leuten unterhalten, sonst nichts. Statt über die Gegenwart zu berichten sollte ich lieber ein wenig von Vergangenheit und Zukunft erzählen.

Während meiner Reise rund um Gielinor kam ich ein wenig ins Grübeln. Ich bin ein erwachsener Mann in der Blüte seiner Jahre, dachte ich mir, wieso sollte ich meine Zeit noch weiter mit der Taverne verbringen? Ich könnte mich auch anderen Dingen widmen, sagte ich zu mir selbst. Doch dann besann ich mich darauf, weshalb ich überhaupt die Taverne führe, einerseits für Profit, andererseits für das Gefühl was man anderen bereiten kann, wenn man sie bedient. Die Gesellschaft der Gäste zu genießen und ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern ist etwas wundervolles.

Doch natürlich zieht die Taverne auch Nachteile mit sich. Wo viel los ist schleichen sich auch meistens zwielichtige Gesellen ein. Das habe ich schon öfter erlebt als mir lieb ist. Damals wollte ich diese Leute hochkant rauswerfen, doch meistens trat Nizaro dazwischen und hat diese Leute verteidigt oder es selber geregelt. Wenn ich so zurück blicke hat er diese Situationen damit eigentlich recht gut gemeistert, auch wenn ich damals nicht wirklich zufrieden damit war und den Ärger runtergeschluckt habe.

Wie dem auch sei, ich bleibe bei der Taverne. Ich bin meiner Meinung nach recht gut darin, sie zu leiten und viele Leute die mich von früher kannten waren der selben Meinung. Natürlich habe ich es nicht wirklich nötig in der Taverne zu schuften, aber ich habe gemerkt, dass es auch nichts für mich ist sich nur zurück zu lehnen und die Tage verstreichen zu lassen, ich brauche eine Beschäftigung. Vielleicht gibt es irgendwann etwas größeres als die Taverne, was ich vollbringen kann. Aber bis es soweit ist bleibe ich bei dem was ich kann und was ich mag.

______________________________________________________

Bevor ich meinen Eintrag Beende, Tagebuch, möchte ich dir noch von einem mir persönlich recht großem Ereigniss meiner Reise berichten. Vor zwei Wochen bin ich durch puren Zufall an einen Herren geraten, welcher mir erzählte, dass er Ingenieur und Erfinder sei. Die Neugierde packte mich und ich fragte ihn, ob er mir vielleicht ein paar seiner Dinge zeigen könnte. Er sagte es wäre ihm ein Vergnügen und dass er bestimmt etwas hat was mir gefallen würde.

Wenig waren wir in seiner Werkstatt. Überall verstreut lagen Bauteile und Blätter mit Skizzen und Plänen auf dem Boden, es standen die unterschiedlichsten Konstrukte und Modelle herum oder hingen von der Decke. Ich wusste nicht wieso dort so ein Chaos herrschte, aber wenn der gute Herr sich darin zurecht fand. Nunja, jedenfalls führte mich der Erfinder, welcher auf den Namen Deloria hörte, herum und stellte mir einige seiner "Kinder", wie er sie nannte, vor und erzählte mir auch, wozu sie da waren.

Um ehrlich zu sein war nichts von all dem für mich interresant, bis auf eine Sache. In einer Ecke der Werkstatt befand sich ein Mannequin aus Holz wie sie Schneider immer benutzten um an ihnen ihre Kleidung zu präsentieren. Sie trug die ganz normale Kleidung eines Bürgers, der linke Ärmel war aber hochgekrempelt und am Unterarm, welchen das Mannequin nach vorne ausgestreckt hatte, befand sich ein seltsames Konstruckt welches auf den ersten Blick wie ein Armreif aussah. Bei genauerem Hinsehen entpuppte es sich aber als etwas in der Richtung einer Armbrust, befestigt an einer Metallschiene mit zwei Lederriemen.

Ich wies den Herrn Deloria auf das Mannequin hin. Er bekam plötzlich ein breites Grinsen, hab bereits geahnt dass sie darauf aufmerksam werden würden, meinte er. "Ärmelkanone" nannte er dieses seltsam anmutende Ding. Er erzählte mir dass er sich dabei von den Schusswaffen inspirieren lies, die damals die Franzosen eingesetzt hatten, ich hatte kaum eine Ahnung wovon er da redete. Er holte kurz darauf etwas, was für mich wie eine Armbrust mit einer aufgesetzten Miniaturkanone aussah. Das ist eine Armkanone der Franzosen, meinte Deloria, ich hab mir erlaubt sie ein wenig weiterzuentwickeln, zur Ärmelkanone.

Er erklärte mir wie die Ärmelkanone funktionierte. Man trägt sie unter der Kleidung versteckt, mithilfe von straf gezogenen Lederriemen am Unterarm befestigt, dadurch ist sie nicht erkennbar. Durch eine ruckartige Bewegung wurde nun ein Mechanismus ausgelöst, welcher die Kanone an der schiene nach vorn gleiten lies, so weit dass sie leicht mit der Hand ergriffen werden konnte und sofort schussbereit war. Wenn man die Waffe nun wieder losließ fuhr sie automatisch wieder in ihre Ausgangsposition.

Faszinierend, aber noch war mein Besuch bei dem Erfinder nicht vorbei. Doch ich habe für heute genug geschrieben, morgen ergänze ich den Rest. Bis bald, Tagebuch.

gezeichnet,
Ernesto

*schließt sein Tagebuch wieder*
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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   So Nov 23 2014, 21:28

*öffnet sein Tagebuch und blättert bis zum letzten Eintrag, welchen er sich nocheinmal kurz durchliest, bevor er einen neuen anfängt*


Zeit dass ich die Geschichte mit dem Erfinder Deloria beende. Wie bereits erwähnt erklärte er mir wie die Ärmelkanone funktioniert, doch das war noch nicht alles. Deloria bat mich, mir die Kleidung des Mannequin genauer anzusehen. Ich tat wie mir gesagt und stellte fest, dass es ein ganz normales Gewand war. Deloria hatte schonwieder so ein seltsames Grinsen im Gesicht und zückte, an das Mannequin heran tretend, ein Messer.

Er nahm das Hemd des Mannequin in die Hand und setzte das Messer an. Als er das Hemd aufgeschnitten hatte kam etwas zum Vorschein. Die Kleidung hatte mehrere Schichten, zwei Stoffschichten und dazwischen eine Art Panzerung die an die Schuppen eines Drachen erinnerte. Schutz den man nicht sehen kann, so nannte Deloria diese Zusammenstellung aus Ärmelkanone und in die Kleidung integrierter, leichter Panzerung.

Mir fehlten die Worte, diese Idee war einfach genial. Eine unsichtbare Panzerung die vor der Klinge eines Räubers schützen könnte und eine Kanone, die unvorhersehbar ist, für einen reichen Patrizier wäre das auf jeden fall etwas. Ich fragte Deloria, ob ich diese Ausrüstung vielleicht testen könnte, er sagte nur, dass er das bereits kommen gesehn hatte und fragte mich anschließend, ob ich Links- oder Rechtshänder sei. Rechtshänder, meinte ich und schon drückte mir der Ingenieur eine seiner Ärmelkanonen in die Hand.

Ich muss zugeben, es ist etwas gewöhnungsbedürftig, so ein Teil am Unterarm zu tragen, aber es lohnt sich. Deloria hatte mich, nachdem ich die Ärmelkanone angebracht hatte, zu einer Ruine außerhalb der Stadt geführt, seinem Testgelände. Er hatte eine Kiste voller Ramsch bei sich, welchen er auf einer nurnoch hüfthohen, eingestürzten Wand platzierte.

Er wollte, dass ich die Ärmelkanone ausprobiere, indem ich auf den aufgestellten Ramsch schoss. Nach einer kurzen Einweisung was Bedienung und laden der Ärmelkanone anging sollte es auch schon losgehen. Das (Nach-)Laden der Kanone dauert, wenn man nur eine Hand benutzten kann, recht lange: Schießpulver einfüllen, Kugeln einzeln in den Lauf stopfen, nochmal mit einem Stab festdrücken. Meiner Meinung nach ist das nachteilig wenn man in einem Kampf ist, aber wahrscheinlich ist sie auch nicht dafür gedacht.

Wie dem auch sei, das Schießen mit der Ärmelkanone ist auch nicht gerade einfach. Wenn man mit der Kanone exakt zielen will muss man den Arm so gut es geht anspannen und den Kopf auf der Schulter ablegen, und selbst dann ist die Kanone nicht allzu genau. Die Ärmelkanone besitzt außerdem einen extrem großen Rückstoß, beim ersten mal Abfeuern hat es mich fast umgehauen. Von den sieben Dingen die aufgestellt waren habe ich nur zwei getroffen. Aber in der Realität werde ich wohl kaum gegen Trinkgläser und Keramik kämpfen, sondern gegen Personen, welche bestimmt leichter zu treffen sind.

Trotz mancher Nachteile hat mich der Erfinder mit seiner Ärmelkanone überzeugt. Ich schlug ihm ein Geschäft vor. Ich finanziere seine Arbeit und mache auf meiner Reise wann immer es geht Werbung für ihn und kriege im Gegenzug 50 Prozent der Einnahmen und auchnoch meine eigenen Ärmelkanonen und lasse ein paar meiner Kleidungsstücke von ihm modifizieren, man weiß ja nie. Er war mit dem Geschäft mehr als zufrieden.

Eine Woche später kam ein Bote bei mir mit einem Paket an, darin befanden sich die beiden Ärmelkanonen und auch meine modifizierten Kleider. Auch ein Brief von Deloria war dabei. Darin stand, dass ich mir jederzeit Munition für die Ärmelkanone bei einem Freund von ihm bestellen könne, einem Schmied, mit dem Deloria eng zusammen arbeitet und welcher die Gussform für die Geschosse besitzt.

Wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann mal wieder bei Deloria vorbeischauen und mich nach neuen, nützlichen Erfindungen erkundigen, der Mann hat Potenzial. Ich schließe diesen Eintrag, bis bald Tagebuch.

*klappt sein Tagebuch zu und legt es beiseite*
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Bodur

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Do Nov 27 2014, 10:50

*öffnet sein Tagebuch und schreibt einen neuen Eintrag hinein*

25.11.14

Zum ersten mal seit langem ist mir mal wieder etwas nennenswertes widerfahren. Ich war am späten Nachmittag auf dem Weg zu der Gaststätte in der ich Unterkunft fand. Es schneite so stark das man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Es war kaum noch eine Menschenseele draußen unterwegs.

Während ich durch den Schnee stapfte tauchte einige Meter entfernt eine Gestalt vor mir auf, die direkt auf mich zukam. Es ging alles recht schnell, die Person stieß mit mir zusammen und nutzte diesen Augenblick, um mir meine Tasche zu stehlen, dann ergriff sie auch schon die Flucht. Natürlich bemerkte ich den Raub und lief ihr nach. Meine Sicht war zwar beeinträchtigt aber ich konnte noch ihre Umrisse erkennen.

Während ich die Person verfolgte rief ich immer wieder "haltet ihn!" und "Dieb!", aber es schienen nicht einmal Wachen auf den Straßen unterwegs zu sein, also musste ich das selbst in die Hand nehmen. Ich holte meine Ärmelkanone hervor und schoss mehrfach. Der erste Schuss verfehlte, doch der Zweite lies den Dieb zu Boden gehen. Die Schüsse waren so laut, dass sie sogar das Sausen des Windes übertönten.

Ich nahm meine Tasche wieder an mich und ließ den Dieb als Bestrafung dort liegen. Ich hörte bereits das Scheppern einer Rüstung, wahrscheinlich hatten die Schüsse für Aufmerksamkeit gesorgt, sollte sich doch die Wache um den Kerl kümmern.

Dieser Vorfall hat bewiesen wie Effektiv die Ärmelkanone sein kann, wenn man mit ihr umgehen kann. Ich denke ich werde mich noch einmal mit Deloria austauschen, ich hätte da nämlich noch ein paar Verbesserungsvorschläge für dieses Schmuckstück.
Das war auch schon alles was es für heute zu berichten gab, ich schließe also meinen Eintrag wieder. Bis bald, Tagebuch.

gezeichnet,
Ernesto

*schließt das kleine Büchlein*
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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Mo Dez 01 2014, 18:38

*öffnet sein Tagebuch und schreibt einen neuen Eintrag hinein*

1.12.14

So langsam wird es wirklich unerträglich draußen, ich sitze an manchen Tagen einfach nur in meinen Gemächern und schmeiße einen Holzscheit nach dem anderen ins Feuer. Reisen ist bei diesem Wetter auch unmöglich, ich werde die Reise zurück nach Varrock erst antreten, wenn es angenehmer ist, draußen scheint es nur noch zu stürmen. Wie dem auch sei, vor zwei Tagen habe ich mich mal wieder nach draußen gewagt und bin zu Deloria dem Erfinder gegangen. Ich habe mich mit ihm zusammen in seiner Stube hingesetzt und wir haben uns ein wenig über seine Erfindungen, vor allem aber über die Ärmelkanone, ausgetauscht.

Ich habe ihn über einige Ereignisse der letzten paar Tage informiert und Vorschläge gemacht, was man an der Ärmelkanone noch verbessern könnte. Einmal habe ich einem Händler zur Begrüßung die Hand geschüttelt und da hat sich unbeabsichtigt der Mechanismus der Ärmelkanone aktiviert. Eine wirklich unschöne Situation wenn das Gegenüber denkt man wolle es bedrohen, die beiden Leibwächter fast auf einen losgehen wollen und man versucht, die Sache zu erklären. Mein Vorschlag bezüglich dessen war es, einen Heben anzubringen, mit dem man den Mechanismus auch so auslösen kann. Nun besitzen die Ärmelkanonen einen Hebel, welcher den Unterarm hinauf zum Handballen führt und den man leicht mit einem Finger betätigen kann.

Außerdem habe ich mir erlaubt, die Halterung der Ärmelkanonen zu verschönern. Die beiden Lederriemen, die man sich ursprünglich an den Unterarmen festzurren musste, ersetzt nun ein Armreif aus verziertem Metall (man darf sich ja auch mal etwas gönnen), in dem der Mechanismus zum Ausfahren der Ärmelkanone integriert ist. Damit besitze ich sozusagen das "Luxus-model" der Ärmelkanone. Vielleicht macht das die Ärmelkanone auch für reiche Leute und Adlige attraktiver.

Mehr gibt es für heute nicht zu berichten Tagebuch, bis bald.

gezeichnet,
Ernesto
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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   So Dez 07 2014, 13:42

7.12.14

Tagebuch, gestern war ein wirklich schöner Tag. Das Wetter hatte sich in den letzten Tagen einigermaßen beruhigt, es stürmte nicht mehr so heftig. Vorgestern klopfte ein Bote an meine Tür und überreichte mir einen Brief. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Männern, schlagen sich mit den Naturgewalten herum, nur um ihre Aufgabe zu erfüllen. Ich drückte dem Boten ein paar Goldstücke in die Hand und er verabschiedete sich sogleich von mir, er schien es eilig zu haben, wollte wahrscheinlich so früh wie möglich Feierabend machen um sich in seiner warmen Stube auszuruhen. Wie dem auch sei, ich beäugte den Brief neugierig, auf dem Umschlag war aber kein Hinweis darauf, von wem der Brief stammte. Mir fiel auf Anhieb auch keine Menschenseele ein, die etwas von mir wollen könnte.

Ich öffnete den Umschlag und entnahm ihm den Brief. Er war von meiner Mutter. Sie lud mich ein, mit ihr auf den sogenannten Winterball von Sir Vales II. zu gehen. Sir Vales, diesen Namen hatte ich auf den ersten Seiten dieses Tagebuchs gelesen, aber es war nicht die gleiche Person, anscheinend der Sohn von Sir Vales. Meine Mutter wies mich in dem Brief an, mich edel zu kleiden. Das tat ich auch, ich durchsuchte meinen Kleiderschrank und was ich dort fand, war schockierend. Ein feiner Anzug, von jemandem an den ich schon eine Ewigkeit nichtmehr gedacht hatte, Lanzburger Josef. Ich weiß es noch genau, er hat mir den Anzug überlassen für meine Tarnung als Herrn Buhlstein. Ich weiß garnicht was aus ihm geworden ist, zuletzt habe ich ihn gesehen, als er in Ketten gelegt war... Ich legte den Anzug beseite und suchte weiter, auch wenn er ideal war, ich konnte ihn nicht anziehen.

Am Abend des nächsten Tages war es dann soweit, der Winterball. Ich und meine Mutter stiegen aus der Kutsche und stiegen die paar Stufen hinauf zum Festsaal. Als wir durch die Türen schreiteten wurden wir von einer angenehmen Wärme und Musik empfangen. Es herrschte bereits reges Treiben, das Festhaus war erfüllt von Tanz, Gerede un Gelächter. Meine Mutter hielt mich an und zog mich an ihre Brust. "Hör mir zu", flüsterte sie mir ins Ohr, "ich habe dich hierher gebracht, damit du dir eine Frau suchst. Ich möchte, dass wenigstens eines meiner Kinder unsere Familie erweitert.". Ich wusste nicht recht was ich darauf antworten sollte, ich hatte mir bisher nie Gedanken darüber gemacht, eine Frau oder gar Kinder zu haben. Bisher hatte ich noch nie eine Frau getroffen, für die ich wirklich etwas empfand oder die Gefühle für mich zeigte. Und wenn ich irgendwann mal eine Frau treffen würde, die sagt dass sie mich liebt, würde sie dann wirklich mich lieben oder nur mein Geld.

Wie dem auch sei, ich konnte meiner Mutter nicht widersprechen, sie hatte schon zuviel durchgemacht. "Na gut,", sagte ich, "ich werde mich umschauen.". "Sehr schön,", antwortete sie, "und amüsier dich auch". Mit diesen Worten ließ mich meine Mutter von der Leine und verschwand in der Menge. Ich ließ meinen Blick durch den Saal schweifen, überall sah ich tanzende Paare, Leute die sich unterhielten über diverse Themen und und und. Ich sah auch einige Damen, die gelangweilt neben Männern standen, die um einiges älter waren als sie. Anscheinend sahen viele Leute solche Bälle als Möglichkeit, einen Partner für ihre noch unverheirateten Kinder zu finden. Ich nahm all meinen Mut zusammen, atmete einmal tief durch und ging auf eines der Mädchen zu.

Sie trug ein dunkelrotes Kleid und hatte ihre kastanienbraunen Haare hochgesteckt. Sie wirkte ein wenig blass, so wie viele andere in diesem Saal auch. Sie unterhielt sich gerade mit dem Mann, der wahrscheinlich ihr Vater war, er hatte eine ernste Mine aufgesetzt. Als ich mich von hinten dem Mädchien näherte, sah er mich prüfend an. Das Mädchien drehte ihren Kopf zu mir als sie merkte wo ihr Vater hinstarrte. "Dürfte ich sie um diesen Tanz bitten, Miss...?", fragte ich sie, vorn über gebeugt und ihr eine Hand anbietend. Sie drehte sich zu ihrem Vater und fragte ihn mit heiserer Stimme "soll ich?", gerade so laut dass ich es hören konnte. Er nickte ihr zu, wobei er seinen ernsten Blick behielt.

Sie drehte den Kopf wieder zu mir und antwortete zögernd "Johanna und... Ihr dürft." Sogleich nahm ich sie bei der Hand und führte sie auf die Tanzfläche. Es war wirklich ein schöner Abend, nur mit der Liebe sollte es nicht klappen. Auch wenn unsere Eltern uns beide sehr gerne zusammen gehabt hätten, es funkte einfach nicht zwischen mir und Johanna. Ich wollte keine Nutzehe eingehen, es sollte wahre Liebe sein. Auch bei anderen Damen wra es nicht so wie erhofft. Am Ende gingen ich und meine Mutter alleine. Aber ich versprach meiner Mutter, selber weiterzusuchen.
Das war auchschon alles, ich schließe diesen Eintrag. Bis Bald, Tagebuch.

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BeitragThema: Re: "ma vie" - das Tagebuch von E. Scarpa   Mo Dez 22 2014, 11:43

22.12.14

Die Liebe ist etwas, was man weder erzwingen, noch schaffen kann. Man kann noch so erbittert nach ihr suchen und um sie betteln, aber letztendlich kommt die Liebe nur dann, wenn sie es für richtig hält. Diese Erkenntnis habe ich in den vergangenen Wochen gehabt.  Vielleicht haben andere Leute eine andere Meinung zu diesem Thema, doch diese hier ist meine.
_________________________________________________________________

In den vergangenen Wochen ist nicht allzuviel geschehen. Hin und wieder war ich bei Deloria zu besuch, er war sogar so freundlich und hat ein paar Modifikationen an meiner Ausrüstung vorgenommen, ich freue mich schon darauf sie irgendwann mal einzusetzen. Außerdem gab mir Deloria noch ein paar Ärmelkanonen mit auf den Weg, als Vorführmodelle meinte er. Ich glaube mit seinen Erfindungen lässt sich eine Menge Profit machen.

Abgesehn von meinen Besuchen bei dem Ingenieur war ich auch hin und wieder in der Stadt unterwegs und habe mich unters Volk gemischt. Ich traf ein paar reizende Damen, doch manche von ihnen waren einfache Dirnen, Frauen, die alles taten um ihr täglich Brot zu verdienen. Genau wie auf dem Winterball am Anfang des Monats ging ich also allein nachhaus.
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Mittlerweile habe ich den Entschluss gefasst, mich auf den Weg nach Hause zu machen. Ich werde wahrscheinlich mit dem Schiff nach Sarim und von dort aus weiter nach Varrock reisen. Ob man mich wohl vermisst hat? Ob Nizaro überhaupt noch die Taverne leitet? Was wird sich alles verändert haben? Diese Fragen werden sich bei meiner Rückkehr bestimmt beantworten.
Ich schließe diesen Eintrag. Bis bald,  Tagebuch.

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