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 Die Legende von Athelael (Niedergeschrieben von Aldous Baker)

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Silas Drakan

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Rs-Name : Silas Drakan
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BeitragThema: Die Legende von Athelael (Niedergeschrieben von Aldous Baker)   Mo Apr 15 2013, 15:21

Einleitung:
Die Legende von Athelael gehört in Falador schon seit Jahrhunderten zu einer der mit großem Abstand beliebtesten Geschichten. Als ich selbst sie im Kindesalter zum ersten Mal hörte war ich sofort hellauf begeistert und ich fasste den Entschluss, sie eines Tages schriftlich festzuhalten. Vor wenigen Wochen erfüllte ich mir diesen Traum und reiste nach Falador, um mir die Legende von Athelael erzählen zu lassen und sie sozusagen am Orte des Geschehens niederzuschreiben. Ich hoffe, dass das so entstandene Buch noch viele Generationen nach mit unterhalten wird.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Aldous Baker

Die Legende besagt, dass Athelael Ithell, so sein voller Name, vor fast 500 Jahren geboren, wurde, und zwar in dem zauberhaften Elfenland Tirannwn. Kaum ein Mensch hat dieses Reich jemals betreten, und niemand von unserer Rasse, der je dort war, war nach seiner Rückkehr noch der Gleiche. Denn zu schön sind die Wälder dieses Landes, zu prächtig ist seine Hauptstadt, als dass sie nicht das Herz eines jeden Menschen berühren würden.
Doch selbst in diesem Reich voller Schönheit und Magie war Athelael jemand besonderes, denn er war ein Mitglied einer der höchsten elfischen Adelsfamilien. Denn der König der Elfen, Dyloran Ithell selbst, war sein Onkel, und seine Cousine war die bezaubernde Prinzessin Artemis.
Eines Tages versammelte sich der ganze Hof des königlichen Palastes, sowie geladene Gäste aus verschiedenen Teilen von Tirannwn, um den 40. Geburtstag von Prinzessin Artemis zu feiern. Der 40. Geburtstag ist für die Elfen ein sehr wichtiges Ereignis, denn dies ist der Tag, an dem die Mitglieder dieses sagenhaften Volkes ihre Volljährigkeit erlangen. Athelael, selbst nur 2 Jahre älter als die Prinzessin, wohnte der prächtigen Zeremonie ebenfalls bei. Es heißt, schon damals habe er, obwohl für einen Elfen noch sehr jung, die meisten anderen, die sich in der Halle befanden, an Schönheit und Weisheit weit überstrahlt.
Doch plötzlich wurde die Feier unterbrochen: böse Dunkelelfen, Anhänger des finsteren Gottes Zamorak, drangen in den Saal ein, und schnell entbrannte ein heftiger Kampf. Schon hatte Athelael sein Schwert gezogen, um in den Kampf einzugreifen und seine Freunde und Familie zu beschützen, als ihn ein schwarzer Pfeil, abgefeuert von einem Dunkelelfen, mitten in die Brust traf.
Schwer verletzte stürzte Athelael zu Boden. Einer der Hofmagier von König Dyloran rannte durch das Kampfgetümmel auf ihn zu und sagte: „Ich muss Euch von hier fortbringen, Lord Ithell!“. Der sterbende Athelael brachte nur mehr ein schwaches Keuchen als Antwort heraus. Doch schon legte ihm der Magier seine Hände auf den Kopf und murmelte ein paar geheimnisvolle Worte. Athelael blinzelte, und plötzlich befand er sich, immer noch liegend, und immer noch schwer verletzt, auf einer sanften grünen Wiese, auf der vereinzelt einige Bäume wuchsen.
Weit und breit war niemand zu sehen der ihm helfen konnte, und Athelael selbst war bereits zu geschwächt von seiner Wunde, um selbst aufzustehen. Trauernd die anderen Elfen des Ithell-Clans, denn er war sich sicher, dass außer ihm niemand den Angriff der Dunkelelfen überlebt hatte, fand er sich mit seinem bevorstehenden Tod zurecht. Er schloss die Augen und driftete davon in einen unruhigen Schlaf.
Athelael fand sich in einem wunderschönen Garten wieder. Rund um ihn herum wuchsen die schönsten Blumen und Bäume die man sich vorstellen konnte, und keine einzige davon hatte er jemals zuvor gesehen. Langsam ging der junge Elf durch diesen wundersamen Garten, und verwundert stellte er fest, dass die Schritte, die er mit seinen schweren Stiefeln machte, keine Geräusche verursachten.
Nach einigen Minuten blieb Athelael stehen, um sich ein paar der prächtigen Blumen genauer anzusehen. Plötzlich trat hinter einem der Bäume ein großer Schwarzbär hervor.
Das gewaltige Tier öffnete seinen Mund, doch anstelle des tiefen Knurrens eines Bären ertönte die sanfte, beruhigende Stimme einer Frau. „Deine Zeit ist noch nicht gekommen Athelael Ithell“, sagte sie, „Gehe nach Süden, und du wirst deine Aufgabe erkennen.“
Athelael öffnete seinen Mund, um einige der vielen Fragen loszuwerden, die ihm auf der Zunge lagen. Doch plötzlich lösten sich der Garten und der Bär in Nebel auf, und um Athelael wurde es schwarz.
Als er seine Augen wieder aufschlug und von diesem mysteriösen Traum erwachte, lag er immer noch auf dem Boden. Doch verwundert und erfreut stellte er fest, dass die Wunde in seiner Brust und der darin steckende Pfeil verschwunden waren. Athelael stand auf, und er sah, dass seine feine Kleidung von dem Blut, das sich noch vor wenigen Minuten darauf ausgebreitet hatte, gereinigt war.
Auch fühlte er sich anders als vor seiner Verletzung, ein Gefühl von großer Stärke hatte sich in ihm ausgebreitet. Einer plötzlichen Eingebung folgend ging Athelael zu einem riesigen, am Boden liegenden Felsbrocken. Und siehe da – ohne Mühe konnte er diesen aufheben. Athelael hob den Felsen hoch über seinen Kopf, und mit einem mächtigen Stoß warf er ihn mehrere Dutzend Meter weit durch die Luft. Mit einem stummen Gebet an Seren dankte er für diese unverhoffte Wendung seiner Geschicke.
Erst da kam Athelael wieder in den Sinn, was der Bär ihm gesagt hatte. Also wandte er sich nach Süden und ging los.
Nach wenigen Minuten zeichneten sich in der Ferne wunderschöne weiße Mauern ab, und nach kurzer Zeit kam dahinter eine Stadt zum Vorschein in deren Mitte, umgeben von einem tiefen Burggraben, ein gewaltiges Schloss thronte.
Als Athelael das Stadttor erreicht hatte, stellte er überrascht fest, dass es nicht bewacht war und weit offen stand. Kurzerhand betrat er also die Stadt und folgte der Straße weiter nach Süden, an schönen weißen Häusern vorbei.
Wenig später kam er an einen großen Platz, in dessen Mitte eine Statue von Saradomin stand. Auf dem Platz hatten sich hunderte Menschen, offenbar alle Einwohner der Stadt, versammelt. Männer und Frauen riefen wild durcheinander, während ihre Kinder aufgeregt zwischen ihren Beinen hin und her huschten. Soldaten in Uniform und mehrere Ritter in schlohweißen Rüstungen versuchten für Ordnung zu sorgen. Auf dem Sockel der Saradomin-Statue stand ein fein gekleideter Mann, der eine Krone trug und rief:
„Ich kann nur immer wieder sagen: wir haben nicht die Macht, um solch ein Wesen zu stoppen! Wenn Nivu uns erwischt, wird er uns allesamt zertrampeln! Wir haben keine Wahl, wir müssen Falador verlassen!“
Die aufgebrachte Menschenmenge, die sich weigerte, ihre Heimat zu verlassen, beschimpfte und bespuckte den König, die Ritter und die Soldaten, die selbst allesamt relativ unsicher wirkten.
Mit lauter Stimme trat Athelael vor und rief: „Höret meine Worte, Bürger von Falador! Ich wurde hierher gesandt mit der Aufgabe, euch zu retten!“
Sofort wurde es mucksmäuschenstill auf dem Platz. All die Menschen wandten sich Athelael zu, denn offensichtlich hatten sie nicht erwartet, jemals jemanden zu treffen, der keine Angst vor diesem Monster namens Nivu zeigen würde.
Der König musterte Athelaels fremde Kleidung und seine spitzen Ohren. Schließlich sagte er: „Das sind große Worte, Fremder. Nivu wird in Kürze hier sein, dann habt Ihr die Chance, Euch zu beweisen.“
Die Einwohner von Falador konnten den König schließlich davon überreden, in Falador zu bleiben. Sie vernagelten die Fenster ihrer Häuser von innen und spähten durch die Ritzen der Bretter nach draußen, wo Athelael alleine am Hauptplatz stand, das Schwert gezogen und bereit zum Kampf.
Bald kündigte sich Nivus Ankunft an: die Erde erbebte von tonnenschweren Schritten, und in der Ferne tauchte ein Mann auf, so riesenhaft, dass sein Schatten ganz Falador in Dunkelheit tauchte. Seine Haut war gräulich und rau, und auf seinem Kopf wuchs kein einziges Haar. In seiner Hand hielt der Riese Nivu ein gigantisches Schwert, länger als 5 erwachsene Männer über einander.
Das Ungeheuer blieb vor Athelael stehen und blickte überrascht zu ihm hinunter. Noch nie hatte ein Lebewesen sich ihm so furchtlos gestellt.
„Monster, verlasse diese Gegend und kehre nie wieder!“, brüllte der Elf seinem Gegenüber so laut er konnte zu, und in seiner Stimme fand sich nicht das geringste Zittern, „Wenn du nun umkehrst, verschone ich dein Leben, doch wenn du es vorziehst, zu bleiben und zu kämpfen, dann werde ich es dir nehmen!“
Da lachte der Riese Nivu so laut, dass die Vögel in schwarzen Wolken von den Hausdächern aufstoben und die Bäume vor Schreck ihre Blätter verloren. Ohne noch ein Wort zu sagen holte das Ungetüm mit seinem Schwert aus und schlug zu.
Zwar konnte Athelael der mächtigen Klinge des Gegners noch entkommen, doch die Parierstange der Waffe traf ihn seitlich am Kopf, und ohnmächtig stürzte er zu Boden.
Nivu grölte: „Hört mir zu, Bürger von Falador! Ich bewundere Mut, und dieser junge Mann hat seinen soeben bewiesen. Deshalb erlaube ich es euch, einen weiteren Tag hier zu leben. Jedoch werde ich morgen wiederkehren und jedes lebende Wesen, das ich finde, vertreiben.“ Und mit diesen Worten stapfte der Riese wieder davon in Richtung Norden.
Als die Schritte von Nivu in der Ferne verhallt waren, verließen die Einwohner von Falador ihre Häuser wieder. Sie hoben den am Boden liegenden Athelael auf und trugen ihn ins Schloss. Dort erwachte er bald wieder aus seiner Ohnmacht, denn seit seinem mysteriösen Traum von vorhin schien er nicht nur deutlich stärker, sondern auch resistenter gegen Verletzungen geworden zu sein.
Sofort sprang Athelael auf, kleidete sich an und gürtete sein Schwert um. Die Männer und Frauen, die ihn ins Schloss gebracht hatten, wollten ihn aufhalten, doch der Elf bestand darauf, den Riesen aufzusuchen, um sich noch einmal mit ihm zu duellieren. Denn in Tirannwn hatte er den Schwertkampf viele Jahre lang geübt und er hatte noch nie zuvor eine Niederlage einstecken müssen.
So verließ der junge Elf die Stadt Falador wieder und folgte den Fußspuren des Riesen nach Norden. Nach einiger Zeit kam er an einen großen weißen Berg, aus dem eine Quelle entsprang. Neben der Quelle lag, bequem eingerollt, ein roter Fuchs. Sein Kopf war in die Höhe gereckt, und mich wachen Augen blickte er Athelael an. „Unterwegs zu deiner nächsten Niederlage?“, fragte der Fuchs.
Athelael antwortete: „Ich habe keine andere Wahl, Fuchs. Ich muss die Stadt Falador von dem Riesen befreien, und notfalls werde ich bei dem Versuch, Nivu zu töten, selbst sterben.“
Träge erhob sich der Fuchs. Er ging hinüber zu einem wunderschönen, flachen hellblauen Stein, der wenige Meter entfernt am Boden lag. Mit einer seiner kleinen Klauen ritzte er darin ein rautenförmiges Symbol ein und sagte: „Jedes Wesen verdient es zu leben.“ Mit diesen Worten wandte der Fuchs sich um und lief mit trippelnden Schritten davon.
Eine Weile lang dachte Athelael über die Worte des Tieres nach. Er wusste, dass er, im Gegensatz zu der Verkündung des Schwarzbären, soeben keine göttliche Weissagung gehört hatte, doch trotzdem galten Füchse auch bei den Elfen als äußerst intelligente Tiere.
So machte der Held sich wieder auf den Weg, und bald kam er zur Höhle des Riesen. Er stellte sich vor dem Eingang auf und rief: „Komm heraus, Nivu, und stelle dich deinem Schicksal!“
Der Riese war nicht erfreut, dass sein Schlaf gestört wurde, und als er die Höhle verließ, begann er, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, mit seinem riesigen Schwert auf Athelael einzuschlagen. Dieser jedoch wich den Hieben geschickt aus oder parierte sie mit seiner eigenen Waffe. Er wich immer weiter zurück, bis die beiden in einen hellen, lichten Wald kamen.
Als der Riese seine Angriffswut einige Sekunden unterbrach, um nach Luft zu schnappen, erinnerte Athelael sich noch einmal an die Worte des Fuchses. Plötzlich brachen aus seinem Mund Worte in einer uralten Sprache hervor, die er selbst noch nie gehört hatte.
Plötzlich vereinigte sich die Flüssigkeit in der Luft zu einer festen Wassermasse, die den Riesen Nivu zu Boden drückte. Als das Ungetüm am Boden kauerte, schloss das Wasser ihn vollkommen ein, und verwandelte sich in feuchte Erde, aus der innerhalb von Sekunden saftiges grünes Gras und mächtige Bäume sprossen. Ganz oben auf dem soeben entstandenen Hügel schossen plötzlich mehrere Felsen aus dem Boden, die eine Art großen, runden Steintisch umrundeten.
Als das göttliche Schauspiel beendet war, atmete Athelael erleichtert auf. Der Riese war gefangen.
Als Athelael nach Falador zurückkehrte und den Einwohnern der Stadt von seinem Sieg erzählte, wurde er als Held gefeiert. Der König selbst ernannte ihn zu seinem General und Berater, und er wurde zum Liebling des Volkes.
Über die nächsten Jahre stand Athelael dem jeweiligen König von Falador mit Rat und Tat zur Seite, und er tat dies mit Weisheit und voller Entschlossenheit. Er führte die Stadt und deren Umland zu Frieden, Wohlstand und Sicherheit, und wurde dafür von den Einwohnern des Landes geliebt.
Doch nach 200 Jahren war es an der Zeit für Athelael zu gehen. Es heißt, er wanderte zurück in den fernen Westen, um nach seiner Familie zu suchen. Doch was wirklich mit ihm geschah wird wohl niemand von uns jemals wissen.
Sicher ist nur, dass er eines Tages nach Falador zurückkehren wird, um der Stadt ihren alten Glanz zurückzubringen…
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