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 Die Geburt der Fürstin Laetitia

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BeitragThema: Die Geburt der Fürstin Laetitia    Sa März 09 2013, 01:00

Die Geburt der Fürstin Laetitia


Ein weiteres Dorf. All die Städte, all die Dörfer, die er durchsucht hat, lagen ihm glasklar im Gedächtnis. Das wie vielte war es denn? Bei tausend hatte er aufgehört zu zählen. Der Mond verließ in dieser Nacht seine Sichelform, um der Nacht in kürze seine volle Pracht zu zeigen. Es war eine klare doch kalte Nacht, wenige Tage vor Weihnachten des Jahres 1450. So streifte er durch die dunkle Gasse und sah durch die Fenster in die Gesichter der friedlich schlafenden Menschen. An einem Fenster jedoch blieb er stehen.

Ein junges Mädchen lag dort mit wachen Augen in ihrem Bett und starrte an die Decke ihrer Stube. Dieser Blick. Er fesselte ihn. Ihre tiefen blauen Augen strahlten etwas aus, etwas dass er noch nie zuvor gesehen hat.

Verloren in diesem Moment betrachtete er sie Minuten lang, doch konnte er nicht mehr bestimmen, ob er nun Sekunden, Stunden oder gar Jahrzehnte lang dastand. Aus seinen Gedanken dadurch geweckt, da ihr Blick sank, schüttelte er sich, so als hätte sie ihn angefallen und er müsse sich nun von ihr befreien.

Doch es half nicht, ihr Bann ließ ihn nicht los. Da lächelte sie, schloss ihre Augen und drehe sich zur Seite, so dass er sie noch besser sehen konnte. Zum ersten Mal in seinem Dasein lächelte auch er. Er hatte sie gefunden. Doch er wollte sie nicht in dieser Nacht zu seiner Gefährtin machen. Dazu war er zu verwirrt und durch die lange Reise geschwächt.

So sah er sich weiter im Dorf um und suchte nach dem ärmlichsten Haus, da er nicht auffallen wollte, und klopfte energisch an die Tür. Nach einiger Zeit öffnete sie sich und eine im Schlaf Gewand gekleidete ältere Dame stand vor dem inzwischen zitternden Fremden. Obwohl sie sich wegen der nächtlichen Störung beschweren wollte, bat sie ihn ins Haus, da sie ihn nicht der Kälte schutzlos überlassen wollte.

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BeitragThema: Re: Die Geburt der Fürstin Laetitia    Mo Apr 01 2013, 15:26

Kaum ward die Tür hinter ihm geschlossen packte er sie und biss ihr in den Hals. Noch ehe sie schreien konnte, war sie schon zu schwach und das Leben verließ sie. Obwohl sie keinen Laut von sich gegeben hatte, betrat ihr Gemahl den Eingangsbereich mit den Worten: „Mein Engel, was ist denn…“ Da sah er den Leichnam seiner Gemahlin am Boden liegen und den Eindringling mit seinem blutverschmierten Mund. „Sch! Sie war kein Engel, nur eine alte naive Schmiedesfrau.

Doch ich habe ein Engel gefunden. Den einzigen Engel auf dieser Welt. Nach etlichen Jahren habe ich sie endlich gefunden.“ Der Schock, in dem aus dem Schlaf gerissenen Mann, saß tief und Tränen liefen an seinem Gesicht hinunter. „Oh, habt keine Angst, guter Mann. Ihr werdet ihr sehr bald näher sein, als je zuvor.“ So biss er auch ihn nur mit dem einzigen Unterschied, dass er sein Leben willig von sich gab.

Im Keller des Hauses wollte er es sich gemütlich machen und den Rest der Nacht, sowie den Tag über zu schlafen, doch er konnte es nicht. Etwas raubte ihm den Schlaf. Er konnte nur noch an dieses Mädchen denken, an ihre Augen, ihr Lächeln, ihre Jugend… So kam es, dass die Sonne aufging und wieder unterging und er nicht eine Sekunde schlafen konnte. Am späten Abend verließ er das Haus und begab sich zu der Türe des Hauses indem er das Mädchen gesehen hatte und klopfte an.

„Guten Abend, werter Herr, verzeiht mein Auftreten zu solch später Stunde, doch bin ich ein Reisender und suche nach einem Schlafgemach für diese kalte Nacht.“ Der Vater des Mädchens stand vor ihm, lächelte nickend und bat ihn in das Haus.

Während er seinen Mantel ablegte, betrat das Mädchen die gute Stube, schritt neugierig zu dem Fremdling und machte einen Knicks. „Laetitia ist mein Name, sehr erfreut Fremder, wer seid ihr?“ „Laetitia! Stell nicht so viele Fragen!“ „Nein, ist schon gut…“ Mit einem Lächeln ergriff er die Hand des Mädchens und küsste sie, obwohl es ihm schwer fiel der Versuchung, sie zu beißen, zu widerstehen. „Die Freude ist ganz auf meiner Seite und mein Name ist in dieser Sprache unaussprechlich.“ Laetitia war von den Worten des schönen Fremden fasziniert und konnte ihren Blick nicht mehr von ihm wenden, so wie er seinen Blick nicht mehr von ihr wenden konnte.

Diese Blicke unterbrechen zu wollen, ergriff der Vater wieder das Wort: „Ihr müsst völlig ausgehungert und verdurstet sein. Wir sind zwar ein armes Haus, doch kommt, wir werden schon etwas für euch finden.“ „Habt Dank.“ Verbeugend folgte er dem Vater in die Küche, wo des Mädchens Mutter stand. So lernte er die Eltern kennen und speiste und trank gut. Ein Gästezimmer, gewiss, besaßen sie nicht, doch durfte er auf einer Decke in der Stube schlafen. Nach einigen Stunden vergewisserte er sich, dass auch alle schliefen und so begab er sich in das Elternschlafzimmer. In seinem Rausch um Laetitia fiel er beide an und saugte sie fast gänzlich aus. Frisch gestärkt lief er in den Flur und öffnete vorsichtig die Tür zu Laetitias Zimmer. Da lag sie in ihrem Bette schlafend.

Langsam näherte er sich ihr und strich behutsam über ihre langen blonden Haare. „Gleich gehörst du mir.“ Mit diesen Worten biss er ihr leidenschaftlich in den Hals und trank langsam und genüsslich das junge, unschuldige Blut, sodass Laetitia aufwachte und sich in ihren Schmerzen wand. „Was tut ihr da, Fremder?“ Er ließ von ihr ab.

Geschwächt aber noch bei Bewusstsein lag sie in ihrem Bett und sah sich des Todes nahe, doch der Fremde ließ auf mysteriöse Art einen seiner Fingernägel wachsen und schnitt sich damit die Pulsader seines rechten Armes auf. Auf den ersten Blick schien es Laetitia so, als verspüre er keinen Schmerz, doch als sie sein Gesicht genauer musterte, erkannte sie einen Ausdruck des Genusses in seinem Gesicht. Sein Blut tropfte ihm aus dem Arm und er führte ihn über Laetitias Mund. „Trink. Trink, auf das du stark und mächtig wirst, meine Laetitia.“ Ihr blieb nicht anderes übrig, als von dem Blute zu trinken, auch wenn sie es nicht verstand.

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BeitragThema: Re: Die Geburt der Fürstin Laetitia    Mo Apr 01 2013, 15:27

Sie fühlte eine seltsame Regung in ihr. Ihr Körper schien zu brennen und entsprechend schmerzte er auch und gleichzeitig sah sie grausame verschwommene Bilder vom Tod und Hass.

Doch nach kurzer Zeit erloschen Bilder und Flammen und sie spürte nichts mehr. „Bin ich tot?“ „Nein, Laetitia, ihr seid weit davon entfernt.“ „Wie meint ihr das?“ „Ihr seid unsterblich, so wie ich es bin. Ihr seid meine unsterbliche Fürstin.“ „Wer seid ihr?“ „Ich bin der Fürst der Finsternis, geboren als das Ergebnis der Unzucht eines Himmelswächter und einer Menschenfrau, verdammt dazu um Leid übers Land zu bringen und um grausam zu sein, wo immer ich es kann.“ „Mutter, Vater!“ Laetitia schreckte auf und rannte in das Zimmer ihrer Eltern, wo sie verschreckt stehen blieb. Der dunkle Fürst folge ihr langsam, blieb dicht hinter ihr stehen und strich ihr über die Schultern. „Es musste sein. Das ist der Preis, den wir für unsere Unsterblichkeit zu zahlen haben.“ Sie wandte sich von ihm ab und sprach voller Abneigung und Ekel: „Nein! Bleibt mir fern! Ich hasse euch! Ich will euch nie wieder sehen, verschwindet!“

Der Fürst glaubte seinen Ohren nicht trauen zu können. Was hatte sie da gesagt? „Laetitia…“ Doch sie verließ das Haus und rannte durch das Dorf. Er blieb noch einen Moment in seinem Schock und begab sich dann wieder in das Haus seiner ersten Opfer dieses Dorfes. Nun hatte er sie gefunden. Die einzige auf der Welt, die ihm würdig genug war und er liebte sie über alles, doch sie hasste ihn. Schmerz hatte der Fürst nie spüren müssen, nun aber krümmte er sich vor Schmerzen. Er war ratlos und verzweifelt, was sollte er nur tun? Sein Leben hatte ohne seine Fürstin keinen Sinn mehr, so entschloss er sich sein Leben zu nehmen. Im Haus des Schmids fand er viele Schwerter und Dolche, doch keine, die ihm gefährlich hätten werden können. So strich er durch das Dorf und sammelte alles aus Silber, was er finden konnte um sich ein Dolch zu schmieden.

Laetitia rannte und rannte, quer durch das Dorf, durch enge Gassen zwischen Häuser, sie lief und lief, bis es langsam hell wurde. Auf einmal spürte sie wieder die Flammen, nur dass sie diesmal tatsächlich zu brennen schien. Die Flammen des Feuers konnte sie nicht sehen, doch den Qualm, der ihre Haut von sich gab, sah sie sehr wohl. Sie stand direkt vor einem der Häuser und schlug die Tür auf um Hilfe zu finden, doch sie konnte das Haus nicht betreten. Eine unsichtbare Mauer versperrte ihr den Weg ins Haus. Der Bewohner, ein alter Freund Laetitias Familie, wurde von dem energischen öffnen der Tür wach und begab sich zum Eingang. „Laetitia, was ist denn los, komm doch rein.“ Wie durch Geisterhand verschwand die unsichtbare Mauer und Laetitia trat ein. Ihre Brandwunden heilten sich von selbst innerhalb weniger Sekunden und ihre Schmerzen erloschen abermals. Zuerst wollte Laetitia ihre Geschichte erzählen, doch dann überkam sie ein unbändiges Verlangen.

Sie öffnete ihren Mund und knurrte ihren Wohltäter an. Dieser erschrak durch den Anblick ihrer seltsam verzogenen Zähne und wollte wegrennen, doch sie hielt ihn fest, biss ihn und trank. „Mädchen, was tust du nur?“ Als sie diese Worte hörte, wurde sie aus ihrem Rausch geweckt und schreckte zurück. Was hatte sie nur getan? Doch es war zu spät, denn der Dorfbewohner lag bereits im Sterben. Heulend rannte sie in das dunkelste Zimmer des Hauses und legte sich auf den Boden, wo sie einschlief. Doch ihr Schlaf war keineswegs friedlich, denn sie träumte von dem Fürsten.
„Laetitia, lasst diese Welt hinter euch. Schaut, was ich euch zeigen, was ich euch bieten kann. Ihr könnt nicht ändern, was ich aus euch gemacht habe. Ohne mich wandelt ihr alleine durch die Nacht und werdet spüren, dass euch etwas fehlt, egal was ihr tut. Ihr wisst, wovon ich spreche, nicht wahr? Ihr spürt es bereits. Gewiss, ich habe euch viel Leid und Schmerz gezeigt, doch seht ihr die Schönheit der Nacht nicht? Wir brauchen kein Licht, erfreut euch an der Nacht, Laetitia. Mein Herz schmerzt, ihr habt euch in ihn hinein gebrannt. Kommt und erlöst mich von meinem Schmerz.“
Der Fürst verschwand und ihr Vater erschien vor ihren träumenden Augen.
„Was hast du nur getan? Meine Tochter, oh Tochter, halte dich fern von dem Bösen. Erfreue dich an dem Licht, geh hinaus und blicke in die Sonne, so wirst du wieder das Gute finden und wir werden uns wieder sehen.“
Als sie aufwachte ward es wieder Nacht und der Mond strahlte in all seiner Pracht. Sie verließ das Haus und lief durch das Dorf. Als sie an dem Elternhaus vorbeilief, sah sie ihren Schatten an der Fassade. Ihr Haar wehte im Wind. Sie war fasziniert von dem Schatten. Es zeigte den Schatten einer jungen Frau. Es war der Schatten ihres alten selbst. Nun wusste sie, das war alles, was ihr aus ihrem bisherigen Leben geblieben war, ein dunkler Schatten. In ihrem Kopf wüteten die Bilder der Grausamkeit, in ihrer Seele war nur noch Platz für Hass, ihr Körper verlangte nach Blut und in ihrem Herz war immer noch das Bild des geheimnisvollen Fremden, der nach Rast und Ruhe in ihrem Haus suchte.

Es war vollbracht. Nun öffnete der Fürst die Fensterläden eines der Fenster und er erblickte den Vollmond. Doch eine weitere Quelle des Lichts erleuchtete plötzlich den Raum. Der Schein des Mondes fiel auf den wundervoll verzierten und brandneuen Silberdolch und reflektierte den Schein. Jahrhunderte nun konnte den Fürsten nichts erschüttern, doch nun hielt der den Dolch fest in beiden Händen und zielte auf sein Herz, bereit zuzustoßen als die Tür aufgestoßen wurde und Laetitia eintrat. „Ich möchte mich rächen!“ Vor dem bleichen Mädchen auf die Knie fallend reichte er ihr den Dolch. „So soll es geschehen.“ Laetitia ergriff den Dolch, schüttelte aber den Kopf. „Nicht vor euch, mein Geliebter, vor den Menschen, die mir nie die Dunkelheit, den Rausch und das Böse gezeigt haben und dennoch all dies in sich verborgen hielten.“ Da weinte der Fürst eine blutrote Träne. „Steht auf und lasst uns Schrecken und Grauen als Fürst und Fürstin der Finsternis auf der Welt verbreiten.“
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