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 Das Geschenk des Guthix

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Erion Drakan Melenor

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Rs-Name : l Erion l
Anzahl der Beiträge : 5248
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Alter : 23

BeitragThema: Das Geschenk des Guthix   Sa Dez 01, 2012 5:54 pm

Müde ließ Sir Vunian sich in sein Bett gleiten. Er hatte soeben eine halbe Stunde lang versucht, einen vollkommen begriffsstutzigen Rekruten in seine Aufgaben in der kaiserlichen Armee einzuweisen und war nun fix und fertig. Mit seinen 92 Jahren war er einfach nicht mehr dafür geschaffen, sich mit den täglichen Problemen, die das Koordinieren des größten Heeres der Welt mit sich bringt, auseinander zu setzen. Bevor er einschlief, fragte er sich, wann sein Leben aufgehört hatte, etwas Besonderes zu sein.

Nach einem erfrischenden Schlaf, der gefühlt mehrere Stunden gedauert hatte, erwachte Vunian. Noch im Halbschlaf fiel ihm auf, dass sein Kopfkissen sich viel weicher anfühlte als normalerweise. Langsam öffnete er seine Augen. Zu seiner Überraschung lag er jedoch weder in seinem Zimmer, noch in seinem Bett. Stattdessen ruhte sein Kopf auf einem weichen Polster aus Moos, und um ihn herum wuchs ein Wald, dessen grün so kräftig und frisch war, dass es zu strahlen schien. Langsam rappelte Vunian sich auf und sah sich um. Er war umgeben von hohen, dichten Bäumen jeder Art, die den Blick auf den Himmel verdeckten, jedoch auch das grünliche Licht nicht verdunkelten. Der Boden war von Moos und feinem Gras bedeckt, es gab kein Unterholz. In einigen Metern Entfernung erhob sich ein sanfter Hügel.
Wie in Trance ging Vunian auf diesen zu. Erst nach halbem Weg bemerkte er, dass er andere Kleidung trug als gewöhnlich: eine schöne schwarze Hose mit dazu passenden Lederstiefeln sowie ein weiches hellblaues Seidenhemd bedeckten seinen Körper. Nun erklomm Vunian den Hügel, und bald hatte er dessen Kuppe erreicht. Auf dieser Stand eine Art Altar aus Stein, in den fremdartige, und doch vertraut wirkende Symbole eingraviert waren. Hinter dem Altar stand ein Mann. Er war nicht besonders groß gewachsen, und seine Kleidung und seine Haare, die von einem hellen Grün waren, wirkten auf den ersten Blick beinahe lustig. Doch von dem sonnengebräunten Gesicht des Mannes gingen eine solche Ruhe und eine solche Kraft aus, dass Vunian respektvoll auf der anderen Seite des Altars stehen blieb und schwieg.
Da öffnete der Fremde seinen Mund, doch seine Stimme war nicht die eines Mannes. Stattdessen klang sie nach einem wunderschönen Chor, der ein kurzes Gedicht anstimmte:

Der Mann, der für sein Volk alles gab,
Liebe für seine Mitmenschen bis in sein Grab.
Er erwartet nicht, jemals Frieden zu finden,
doch erhoben werde er, von göttlichen Winden.
Sein Opfer schlug in seiner Seele tiefe Wunden,
doch habe er nun seinen Frieden gefunden.
So richtet Guthix ein Geschenk nun an ihn,
das er noch keinem anderen hat verliehn.

Während er sprach hob der Mann in grün seine Arme in Richtung Himmel, und ein goldener Schein kam von diesem herab. Er umhüllte Vunian und nahm ihm für einige Augenblicke die Sicht. Als das goldene Licht sich wieder auflöste und im Nichts verschwand, war der Fremde fort.
Vunian sah sich überrascht um. Dabei stach ihm ein kleiner Teich, der am Fuße des Hügels lag, ins Auge. Still und von tiefem Blau lag er da, und irgendetwas an ihm zog Vunian zu sich. So umrundete der Ritter den Altar und stieg zu dem Teich hinab.
Er ließ sich an dessen Ufer nieder und blickte hinab ins Wasser. Als er erblickte, was ihm da entgegen sah, erschreckte Vunian sich so sehr, dass er kurz nach Atem rang: Sein eigenes Spiegelbild schaute ihn an, doch es war nicht mehr voller Falten, sondern straff und glatt wie in seiner Zeit als König von Draynor. Auch sein Haar war nicht mehr grau, sondern es hatte seine volle braune Farbe aus den glorreichen Zeiten wieder.
Doch Vunian konnte sich nicht lange über den Anblick freuen, denn plötzlich erfasste ihn ein unsichtbarer, unglaublich starker Sog, der Vunian direkt in den See hinein zog.

Ausgeruht und entspannt erwachte Sir Vunian in seinem Haus in Varrock. Kurz war er enttäuscht, als er feststellte, dass all das soeben Erlebte nur ein Traum gewesen war. Doch dann zuckte er mit den Schultern. Man lebt, wird alt, und eines Tages stirbt man. So ist das Leben. Vunian streckte gerade die Hand aus, um seine Bettdecke von sich zu streifen, als ihm etwas auffiel: seine Finger waren plötzlich wieder kräftig und stark wie einst, nicht mehr gekrümmt vom Alter. Tatsächlich befanden sich auf seiner ganzen Hand keine Altersflecken oder hervortretenden Adern mehr.
Hastig sprang Vunian aus dem Bett und stürmte zu seiner Vitrine. Er riss sie auf und zog sein Schwert heraus, das er in den letzten Jahren nur mehr mühsam zu heben vermocht hatte. Doch nun schien es um mindestens die Hälfte weniger zu wiegen; Vunian schwang es umher wie in seinen besten Zeiten, und die Klinge ließ ein leises Zischen ertönen, als sie die Luft durchschnitt. Nun warf er die Klinge jedoch eilig auf sein Bett und schloss die Vitrine wieder.
Er ging zu dem Spiegel am anderen Ende des Zimmers und betrachtete sich darin: Tatsächlich, seine Jugend war auf wundersame Art und Weise zu ihm zurück gekehrt! Seine Haare und sein Bart hatten ihr altes Braun zurück, alle Zeichen des Alters waren von seiner Haut verschwunden! Vunian ließ seinen Morgenmantel von den Schultern gleiten und besah sich nun seinen nackten Oberkörper im Spiegel. Erfreut stellte er fest, dass all die beeindruckenden und sehnigen Muskeln, die er sich in seiner Zeit als bester Schwertkämpfer in ganz Gielinor vor vielen, vielen Jahren antrainiert hatte, zurückgekehrt waren.
Sofort eilte Vunian zurück zu seiner Vitrine und riss seine Rüstung heraus. Im Eiltempo legte er sie an und gürtete sein Schwert um. Anschließend flog er praktisch die Treppen ins Erdgeschoß hinunter und verließ sein Haus. Er konnte es immer noch nicht glauben: Seine Jugend und seine Kraft, die ihn früher die größten aller Taten vollbringen hatten lassen, waren ihm wiederegegeben worden!
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