StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  
Willkommen Gast!
Ihr habt Fragen zum Rollenspiel? "Der Spielleiter" wird sie euch gerne beantworten.
Fragen/Anregungen zum Forum? - Sendet eine PN an "Der Ahne" oder "Orazin"
Doppelposts/Sinnloser Beitrag? -> Böse.
Ihr wollt eine besondere Rasse spielen? - Meldet euch bei "Der Spielleiter"!
Schaut auf unseren Discord-Server vorbei:Klick mich!
Login
Benutzername:
Passwort:
Bei jedem Besuch automatisch einloggen: 
:: Ich habe mein Passwort vergessen!
Starte Runescape

Teilen | 
 

 Das Tagebuch des Künstlers

Nach unten 
AutorNachricht
Lenwe Elensar Hefin

avatar

Rs-Name : Tazim Sedos
Anzahl der Beiträge : 744
Anmeldedatum : 16.01.15

BeitragThema: Das Tagebuch des Künstlers   Sa Nov 25 2017, 00:29

Diese unsterbliche Liebe zur Kunst, dieses Feuer, verdanke ich meinem Vater, Andrea del Verrocchio.
Meinem besten Freund, größten Feind und liebsten Bruder im Herzen und Blute, Leonardo Da Vinci.
Meinem guten Kumpanen Alessandro Filipepi, den wir liebevoll Botticelli nannten, da schon sein großer Bruder ihn so nannte.

Mein Name ist Michelangelo del Verrocchio und ich bin hier gefangen.
Den Großteil meines einst recht schönen Lebens verbrachte ich in dem stolzen Florenz, der schönsten Stadt Italiens, ein Ort voller Freigeister und Verrückte, Künstler und Halunken.
In einer chaotischen Zeit, in der die größte Macht bei der Kirche liegt und sogar ein sorgloser Schmierfink wie ich lernen muss, wie man die tödlichen Klingen führt, sollten Leonardo und ich es sein, die von dem Hause Medici erwählt werden, als Kriegsbauingenieure den Tod ständig neu zu erfinden.
So blieb es mir, der Strenge meines Vaters seis gedankt, nicht erspart, das Fechten zu lernen, auch wenn mir stets die Träumerei eines Meisterwerkes in den Sinn kommt, welches ich mit den geschärften Enden meiner eisernen Schwerter zu malen vermag.
Es ist ein Stil dabei entstanden, ein trance-ähnlicher Zustand, in der mein Selbst seine Anwesenheit als Teil dieser Welt anzweifelt, sich als Stück des Ganzen sieht und die Bilder zeichnet, die meiner Seele allein entspringen, jene, die das Leben malt.
Kaum Zeit verging, bis die Stadtwache mich rekrutierte, als oft trunkener, wilder Taugenichts war die Alternative die nasse, eiskalte Zelle.
Da ich an meinem Leben hing und dieses Loch voll Kot und Urin einen Sterblichen wie mich totkrank machen würde, beglich ich meine Schuld mit dem Eisen, bis meine Dienste nicht länger in Anspruch genommen wurden, ich also die Freiheit tief atmen konnte.
Meine erste Handlung in der kettenlosen Welt:
Ein eigenes Atelier!
Vater besaß die unangenehme Angewohnheit, stets hinter mir aufzuräumen, nachdem ich eine Skulptur bearbeitet hatte.
So fand ich beim besten Willen keinen Meißel mehr, er war ja nicht länger dort, wo ich ihn zuletzt gelassen hatte.
Leonardo verkaufte Bilder an piekfeine Herren, die keinen Geschmack hatten, sonst hätten sie nicht seine stümpferhaften Werke gekauft.
Dennoch half das Geld, wir teilten uns fortan einen alten Stall, welcher mehr als nur einmal abzubrennen drohte, weil eines unserer Experimente fehl schlug.
Da Vinci war besessen vom Fliegen, einen Traum, den wir teilten.
Doch ich liebte auch die Kartographie, die Anatomie und erforschte die Magie, das Fremde.
Für Letzteres wurde ich stets von Leonardo kritisiert, er glaubte nicht an Zauberei und an das, was die Alten an den Feuern erzählten, weshalb wir uns recht oft miteinander stritten.
Zudem hielt sich ein jeder von uns stets für den besseren Artista.
So zerfraß ihn auch der Neid, als ich den Verhandlungen zwischen den Medici und der heiligen Kirche in Roma beiwohnen sollte, als beratende Partei.
Doch ich sollte niemals dort ankommen.

Auf der Schifffahrt schlief ich zwischen den Vorratssäcken ein, die Nacht zuvor verbrachte ich mit zwei liebreizenden Frauen, Madonna Lisa del Giocondo und der Geliebten des Stadtvogtes, Francesca Buonarroti, weshalb mir der Schlaf dringend fehlte.
Als das Schiff ziellos in den Hafen Port Sarims stieß, erwachte ich von der donnernden Erschütterung.
Ich war nicht länger in Italien, alles wurde nur verstörender.
Nun bin ich an einem wirren Ort, so weit abseits meiner Welt, dass ich beginne, mich für verrückt zu halten.
Dämonen, Vampire, Magier, Drachen und Zauberei.
Ich wage es kaum, dies als Realität anzuerkennen, denn das, was hier ist, kann nicht echt sein.
Das Fürchterliche war, dass ich komplett allein auf dem Dreimaster war und mich für wahnsinnig halte, die Bewohner dieser Lande tun es mir schließlich gleich, denn noch nie hat jemand von Rom oder Italien gehört.
Ich streunte in der Welt herum und durchsuchte die Bibliotheken, wo ich nach langer Suche ein Zauberbuch fand, in dem ich das Rezept zur Erschaffung eines Portals erfuhr.
Das musste mein Weg nach Italien sein, dachte ich, naiv wie ich war.
Die nötigen Zutaten erhielt ich bei einer mysteriösen Gestalt, ein schwarzer Händler, der von mir nicht mehr verlangte, als ein Tropfen meines Fremdlandblutes.
Ich konnte meinen eigenen Augen nicht trauen, als tatsächlich ein bläulich-leuchtendes Portal erschien.
In dieser fremden Welt erschien eine Astralgestalt, welche mich erst kritisch beäugte und mir daraufhin die magischen Energien der Dimension einhauchte, direkt fühlte ich mich erfüllt von Macht und Stärke, als sei der Herr selbst in mich gefahren.
Zudem verstand ich nun die Worte, die auf den weißen Wegen standen, sie zeugten von jener Magie, von der ich träumte.
Doch ich blieb nicht lange dort, ich musste in meine Heimat kommen.
Ein Gefühl von Vertrautheit und seelischer Verbundenheit, manche mögen es auch Instinkt nennen, führten mich zu Sura, einer schwarzhaarigen Schöheit, welche die Weisheit alter Gelehrter besaß, sowie die Augen einer Teufelskatze.
Bei ihr erlernte ich den Umgang mit dem Geschenk, welches ich in der anderen Dimension von einem der Urväter erhielt.
Sie hat mich schwer enttäuscht, denn sie ließ mich allein, ohne Möglichkeit zur Rückkehr im Nichts stehen, wobei das schmerzhafte Gefühl von Wahnsinn und Einsamkeit in mir aufkochte, jene Emotionen, die ich bei meiner Ankunft in dieser Welt verspürte.
Nach oben Nach unten
Lenwe Elensar Hefin

avatar

Rs-Name : Tazim Sedos
Anzahl der Beiträge : 744
Anmeldedatum : 16.01.15

BeitragThema: Re: Das Tagebuch des Künstlers   Sa Dez 16 2017, 03:09

Es war während der Schiffahrt, erfuhr ich nach einiger Zeit von meinem Meister. Ihm allein bin ich es wohl schuldig, nicht in Stücken am Strand Port Sarims angespült worden zu sein.
Er zog mich bei dem Übergang der Welten in seine Dimension und errichtete in meinem Leib künstliche Gefäße für magische Energie, jene die nicht verdorben werden können oder klein genug wären, als dass eine Grenze in Sicht ist. Diese Gefäße sind mit der Welt meines Meisters verbunden, so habe ich Zugriff auf beinahe unendliche Mengen an Energie. Nur sie zu nutzen, das muss ich noch lernen. Zusätzlich gab der Urvater mir das dritte Auge, eine besondere Fähigkeit, mit der ich Dinge sehen kann, die Anderen verborgen bleiben.

Von Agator erhielt ich das Mal, um mich zur Zitadelle des Ordens teleportieren zu können. Blöd nur, dass er mich der Anwendung wegen belogen hat und ich eine Zeit lang dort oben gestrandet war. Es gab mir Gelegenheit nachzudenken, mich fast selbst umzubringen und allein auf eine Lösung zu kommen, sowie zur Idee, tragbare Portale zu erfinden. Doch momentan lehrt er mich die Magie der Schatten, so verzeihe ich ihm nochmal.


Sie war die Erste, die mich nicht für verrückt hielt und mir eine Magie beibrachte. Sura Riwalon zeigte mir, wie Zauberei funktioniert und lehrte mich oft, die ätherischen Energien zu verwenden. Ich erschuf einen Hasen aus der magischen Kraft, sie erzeugte einen Vogel.
Doch so schön diese Zeit mit ihr auch war, kaum mag ich mir ausmalen, was die Zukunft bringt, denn Leid entstand und es tropft Blut aus meiner Brust.




Ein weiteres mal führte mich mein Weg in meines Meisters Dimension, der Grund dafür war, dass mich Sura in der Zitadelle sitzen ließ.
Also ging ich erneut zu meinem Herrn, wo mir befohlen wurde, die Schriften, die den Boden formen, so lange zu lernen, bis ich sie aus dem Gedächtnis mit Perfektion zeichnen konnte. Ein wenig meines Blutes nahm mir mein Herr, um mir den Wert dessen zu zeigen. Er schrieb ein leeres Siegel, im Inneren drückte er einen Punkt aus meinem Lebenselixier auf das Papier, ehe er einen mächtigen Zauber sprach und die Magie, die anderen Wesen als Leerenmagie bekannt ist, in dem Siegel verewigte. Mein Blut zog die Energie nur so an sich, es stammt aus einer Welt, in der Magie nicht existiert, weshalb mein Leib sich jede Sekunde mehr nach dieser Energie sehnt, wohl optimal als Zutat für Erfindungen.

Ich erfand sie und meisterte sie schließlich, die Braccio.
Es dauerte lang, bis ich sie vollständig hatte, doch das Gebäude mit den alten Aufzeichnungen des Orden bot sich an, um dort zu arbeiten. Mit den Siegelschriften bewaffnet bot ich Lyrian-Tazim an, die Braccio auszuprobieren. Er wendete sie falsch an, was zu einer Überladung und der Erschaffung einer großen Explosion führte. Das brachte mich auf die Idee, die Memoria-Magie zu entwickeln. Tag für Tag arbeitete ich wie ein Wahnsinniger und begann, die verschiedensten Elemente auf Stärken zu überprüfen, bis ich die Braccio da Patrum endlich gemeistert hatte.

Nun bin ich Teil eines dunklen Elite-Ordens, welcher verspricht, mir die auf den Kopf gestellte Welt wieder richtig zu drehen. Für sie bin ich da, für sie würde ich sterben, der Patrum ist zu einer kleinen Familie für mich geworden.
Nur eines Tages muss ich zurück nach Italien.


Zuletzt von Michelangelo am Di Dez 19 2017, 00:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Lenwe Elensar Hefin

avatar

Rs-Name : Tazim Sedos
Anzahl der Beiträge : 744
Anmeldedatum : 16.01.15

BeitragThema: Re: Das Tagebuch des Künstlers   So Dez 17 2017, 05:25

Zunächst freute ich mich darüber, spontane und körperliche Nähe war stets etwas Schönes, also ließ ich sie gewähren. Doch wie aus dem Nichts widerfuhr mir all die Angst und der tiefe Schmerz, welchem ich zuvor mit Naivität gegenüber stand. Diese Todesangst erfuhr ich zuvor nur bei Da Vincis Flugmaschinen, doch war sie dort stets mit Erregung und Euphorie verbunden, in dieser Situation hingegen erlebte ich eine befremdende Kälte, welche ich in all meiner Liebe und Güte nicht kannte. Zuletzt kamen die Qualen, welchen meiner Seele Opfer wurde.
Ich erschauderte und zitterte stark, mein Körper gehorchte mir nicht länger selbst und so verleitete mich dieses Amalgam der Grausamkeit dazu, meine einzige Liebe von mir zu stoßen.
Direkt, ohne ihr noch einen weiteren, verliebten Blick zu schenken, wie ich es damals reinen Herzens tat, verließ ich Dämonheim.
Auf meinem Rücken trug ich den olivfarbenen Seemannssack, gefüllt nur mit dem Nötigsten, dem Werk der Hexerei und den verbotenen Schriften Tazims. Ich wurde gebrochen, die Leere zerriss mich innerlich und die Qualen, die meine einst unverletzte Seele belasteten, waren unerträglich. So suchte ich, mein Anker war nun nicht mehr und der Wahnsinn erhielt Einzug in mein Haupt, eine Lösung in den Tarocchi-Karten, welche ich einst bei einem Trinkspiel mit einem Sforza-Bastard gewann.


L'Appeso, der Gehängte.

Ich wusste genau, was ich zu tun hatte, denn die Umstände zu ändern, das liegt nicht in meiner Macht, dessen bin ich mir schmerzlich bewusst. Dort, wo ich hingehen werde, versuche ich an Wissen, Kraft, Weisheit und vollkommenen Frieden zu gelangen, Geduld soll meine Tugend sein, Lebenszeit der Preis, den ich zu zahlen bereit bin.
So stehe ich nun hier, am Strick, die geknüpften Taschen meiner schweren, ledernen Jacke sind mit goldenen Münzen gefüllt, alles, was mir an Besitz geblieben war, denn ich wurde nun zu den magischen, verbotenen Schriften des Urvaters.
Das Buch der Hexerei, es brachte so viel Leid und Schrecken...
Ich habe es gelesen, mein Ziel, bevor ich mich an einem Strick befestigt in die Tiefe stürze, denn es ist trotz der darin enthaltenen Grausamkeiten unglaublich interessant.
Wohl brauche ich kaum mich selbst oder zukünftige Leser zu belügen, denn Zeit versuche ich zu schinden, bis ich den Mut finde, mich fallen zu lassen.
Doch nun ist der Moment gekommen, an dem ich mein Tagebuch beiseite lege und mich vom Ast abstoße.
Nach oben Nach unten
Lenwe Elensar Hefin

avatar

Rs-Name : Tazim Sedos
Anzahl der Beiträge : 744
Anmeldedatum : 16.01.15

BeitragThema: Re: Das Tagebuch des Künstlers   Mo Dez 18 2017, 23:56

Nach einer weiteren Lehrstunde in Schattenmagie, welche durchaus von Erfolg gekrönt war, sowie der Einführung in den Mächten der Siegel, brach Agator mir mit einem einzigen Hieb den Unterkiefer, heilte mich und gab mir einen Runendolch. Sura sprach zuvor allein mit ihm, sie erzählte meinem Lehrer von dem Kuss, den ich ihr gab. Er duldet keine intimen Begegnungen unter seinen Schülern, zudem sei Liebe eine Schwäche, erklärte mir die wunderschöne Riwalon.
Nun scheint sich jedes Ereignis miteinander zu verbeissen, als gäbe es allein tollwütige Hunde auf dieser Welt, so sprach die Dame auch zu mir, dass Grausamkeit hierzulande Normalität sei. Doch ich verstehe ihre Ansicht nicht, oder ihren Hunger nach Macht.
Dennoch verstehe ich, wie die Dunkelheit Einzug in ihr Herz finden konnte, nicht zuletzt mag das an Skemer liegen. Sie verlor den Menschen, der ihr am meisten bedeutete, den Urvater Tristan. Ich kann nachempfinden, wie sehr die Trauer an ihr zehren muss, denn auch ich verlor all meine Liebsten, bis auf meinen Vater Andrea.
Doch meine Geschichte soll den Mitstreitern des Ordens ein Rätsel bleiben, nie soll ich Jemanden mit meinen Erzählungen belasten wollen, wenn die Menschen hier selbst von ihren Leben als Trümmerhaufen sprechen.
Ich blieb der Zuhörer, der Mann, der sich mit Liebe, Herz und Güte um die Anderen kümmerte, doch von Sura werde ich Abstand nehmen müssen, mein Haupt würde es mich kosten, wenn ich ihr noch einmal Nahe komme. So sehr es mir das Herz zerbricht, ich werde das beenden müssen, was wir Freundschaft nennen, um ihr nicht weiter Sorgen zu machen, um selbst nicht wieder Schmerz durch Agators Hand zu erleiden...
So lege ich in meiner Not und Trauer, als gebrochener Mann, wieder die Tarocchi.


La Luna, der Mond.

Ein Wesen reiner Macht erschien mir, seine Gestalt war von der Finsternis geküsst und doch hell und fahl wie das Licht des Mondes.
Doch auch diese Kreatur schien mir voll Grausamkeit und Hass, drum mag ich die Karte nun anders deuten, so sei die silberne Münze des Himmels das Portal, welches mich in die Heimat bringt.
Ich denke, am morgigen Tage werde ich gehen.
Zurück dorthin, wo ich hingehöre, nach Florenz, wo keine Magie existiert und ich der alleinige Herrscher von Farben und Pigmenten bin. Doch ich weiß nicht, ob mein wahrer Meister mir die Pforte öffnet, ohne dass ich seinen Auftrag bei dem Orden abgeschlossen habe.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Das Tagebuch des Künstlers   

Nach oben Nach unten
 
Das Tagebuch des Künstlers
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Wie würdet ihr reagieren, wenn eure Eltern euer tagebuch lesen würden
» Katja`s Liebeskummer und KS Tagebuch
» Mein Tagebuch und mein Regenbogen Einhorn
» MEIN TAGEBUCH - KONTAKTSPERRE
» Mein Tagebuch (Hat noch keinen richtigen Namen)

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 :: Tagebücher und Geschichten-
Gehe zu: